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208. Arnold Meyer, Sohn des Rittergutspächters Karl M. in Bebra, Kr. Roten⸗ burg, Rbz. Kaſſel, geb. 28. Sept. 1880, aufgenommen in IV 22. April 1895;
209. Albert Teſchauer, Sohn des Oberförſters Anton T. in Romsthal, Kr. Schlüch⸗ tern, Rbz. Kaſſel, geb. 31. Dez. 1878, aufgenommen in III 15. Juni 1895;
210. Albert Steuernagel, Sohn des Metzgers und Gaſtwirts S. in Weilburg, geb. 19. April 1883, aufgenommen in V 4. April 1894.
Am 27. März wurde die Verſetzungsprüfung für den Übergang aus der oberen Vor⸗ ſchulklaſſe in die III. Klaſſe abgehalten; am 28. März folgte die öffentliche Prüfung ſämt⸗ licher Klaſſen, wobei die Winterſchüler Kiſſel und Ochs Exemplare des Prachtwerkes„Un⸗ ſer Kaiſer“ als Prämien erhielten, welche von der Landwirtſchaftskammer zu Wiesbaden der Anſtalt zu dieſem Zwecke überwieſen worden waren.
Am 29. März wurde das Schuljahr mit der Cenſur und Verſetzung geſchloſſen.
Am 3. April, während der Oſterferien, ſtarb Herr Profeſſor a. D. Dr. Henkelmann, welcher ſeit der Begründung unſerer Anſtalt mit größtem Eifer als Landwirtſchaftslehrer an derſelben thätig geweſen war, bis eine Herzkrankheit ihn zwang, am 1. April 1895 in den Ruheſtand zu treten. Der Direktor widmete ihm im Namen des Lehrerkollegiums folgenden Nachruf:
c uſöeſtern Abend iſt unſer hochverdienter früherer Kollege Herr Profeſſor Dr. Henkel⸗ mann, 72 Jahre alt, aus dem Leben geſchieden, nachdem er an unſerer Anſtalt 18 ½ Jahre lang als Lehrer der Landwirtſchaft treu und eifrig gewirkt, die letzten 4 Jahre aber, leider mit geſchwächter Geſundheit, im wohlverdienten Ruheſtand verlebt hatte. Als einer der erſten Bahnbrecher des landwirtſchaftlichen Unterrichts in Deutſchland, als ein lieber Freund ſeiner Kollegen, als ein väterlich wohlwollender Lehrer ſeiner Schüler, als ein ſtets bereiter, nie verſagender Helfer, Berater und Förderer für die Landwirtſchaft unſerer näheren und weite⸗ teren Umgegend wird er uns und unſerer Anſtalt allezeit in ehrenvollſter Erinnerung bleiben.“
Am 6. April geleiteten wir ihn zur letzten Ruheſtätte. Da der Schülerchor wegen der Ferien an ſeinem Grabe nicht ſingen konnte, ſo trat für denſelben der hieſige Geſangverein „Liederkranz“ ein, wofür demſelben auch an dieſer Stelle unſer herzlicher Dank ausgeſprochen ſei.
Am 12. April fanden die Aufnahmeprüfungen für das Schuljahr 1899/1900 ſtatt. Die Frequenz desſelben geſtaltet ſich folgendermaßen:
V IV III II I Beſtand Februar 1899(XXII. Progr. S. 26) 10 9 14 14 14= 61 Abiturienten 24. März.......— 9==— 9 Verſetzung 29. März.......— 8— 8— 9— 11 + 8+ 8+ 9 † 11 Abgegangen in den Oſterferien....— 3— 1— 2— 6 Aufgenommen im Sommerhalbjahr....+ 4+ 2+ 1=+ 7 Abgegangen 1„.— 1— 1— 3— 1— 6 Abiturienten 23. September....— 3=— 3 Verſetzung 30. September.......— 2— 3 + 2 3 Aufgenommen im Winterhalbjahr....+ 1+ 2 4 4=+ 7 Abgegangen„„-.— 1=—⁴ 1
Beſtand März 1900...... 4 9 7 12 18 50
Am 13. April wurde das neue Schuljahr eröffnet. Dasſelbe erlitt zunächſt eine Stö⸗ rung durch die noch fortdauernde Krankheit des Herrn Oberlehrer Krausbauer, welcher bis zum 27. Mai ganz fehlte und von da bis zu den Sommerferien nur mit beſchränkter Stundenzahl thätig ſein konnte. Vom 4. bis zum 27. Mai war außerdem Herr Oberlehrer Dr. Helmkampf beurlaubt, um an einem bodenkundlichen Kurſus an der Königlichen geo⸗ logiſchen Landesanſtalt in Berlin teilzunehmen. Die Vertretung wurde teils durch die Herren Kollegen und Seminarmitglieder beſorgt, teils durch den Lehrer an der hieſigen Volksſchule Herrn Schönwetter, welcher mit dankenswerter Bereitwilligkeit im Mai wöchentlich 6


