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Das Betragen der Schüler war auch in dieſem Schuljahre meiſtens zufriedenſtellend; nur bei einem Schüler der II. Klaſſe, welcher von einer anderen Landwirtſchaftsſchule verwieſen und hier gemäß der Miniſterialverfügung vom 23. April 1878 aufgenommen war, aber mit der ausdrücklichen an den Vater abgegebenen Erklärung, daß ſchon der erſte Rückfall in die Verletzung der Schulordnung die ſofortige Verweiſung nach ſich ziehen werde, hat von dieſem Vorbehalt thatſächlich Gebrauch ge⸗ macht werden müſſen.
Die Schüler der I. und II. Klaſſe waren auch für dieſen Winter zu den Vergnügungen der hieſigen Kaſinogeſellſchaft eingeladen, wofür der verehrlichen Geſellſchaft der ergebenſte Dank der Anſtalt ausgeſprochen wird.
Die Themata für die größeren ſchriftlichen Arbeiten der Schüler waren folgende:
Deutſche Auffätze. III. 1. Die Sage von Demeter und Perſephone.— 2. Die Segnungen des Ackerbaues(nach dem Eleuſiſchen Feſt von Schiller).— 3. Die Thaten eines Helden in der Ilias(nach eigener Wahl der Schüler).— 4. Des Achilleus Verſchuldung und Buße(nach der Ilias).— 5.„Böſes muß mit Böſem endeu“, nachgewieſen an Beiſpielen aus der griechiſchen Sage(Probearbeit).— 6.„Vorgethan und nachbedacht Hat manchen in groß Leid gebracht“, gezeigt an Beiſpielen aus der Odyſſee.— 7. Die Phönizier in der Odyſſee. — 8. a) Der Ring des Polykrates, oder b) Die Kraniche des Ibykus, Erzählung nach Schiller.— 9. Das Ver⸗ fahren der Athener gegen ihre großen Männer.— 10. Hannibals Zug nach Italien(nach Polyb. III).— 11. Probearbeit.
II. 1. Die Kämpfe der Deutſchen gegen die Römer von 16 v. Ch. bis zum Tode Hermanns.— 2. Das Leben Siegfrieds, nach dem Nibelungenliede.— 3. Markgraf Rüdiger von Bechelaren, eine Charakterſchilderung nach dem Nibelungenliede.— 4. Kann auch uns noch Cid ein Vorbild ſein?— 5. Inhalt des erſten Aktes von Wilhelm Tell(Probearbeit).— 6. Wodurch verliert Johanna d'Are ihre Heldenkraft?— 7. Schilderung des Lebens eines freien Ritters am Anfange des ſechzehnten Jahrhunderts, nach dem erſten Akt des Götz von Berlichingen.— 8. Die deutſchen Rechtszuſtände am Anfang des ſechzehnten Jahrhunderts, geſchildert nach Götz von Berlichingen.— 9. Wie offenbart ſich der Charakter Egmonts und Oraniens in ihrer Unterredung(Goethes Egmont II, 2).— 10. Warum wird Philipp im Don Karlos beweinenswert genannt?— 11. Probearbeit.
I. 1. Was denken die Soldaten des Lagers über Wallenſtein?— 2. Hat Illo gegen Wallenſtein Recht, wenn er ſagt:„In Deiner Bruſt ſind Deines Schickſals Sterne“?— 3. Vergleich zwiſchen Buttler und Wallenſtein. — 4. Gedankengang in Klopſtocks Ode„der Rheinwein“.— 5. Die Richtigkeit des Sprichworts Fortes fortunn adjuvat, an Beiſpielen nachgewieſen(Abituriententhema, zugleich Probearbeit).— 6. Wie hat Schiller in der Braut von Meſſina die Oedipusſage umgeſtaltet?— 7. Welche Forderungen ſtellt Iphigenie an ſich?— 8. Der Apotheker in Hermann und Dorothea, eine Charakterſchilderung.— 9. Nützen muß man den Augenblick, der ein Mal nur ſich bietet, an Beiſpielen nachgewieſen.— 10. Abiturienten⸗ und Probearbeit.— 11. Gedankengang in Schillers Spaziergang.
Naturwiſfenſchaftliche Arbeiten. A) In der Botanik und Zoologie: III. 1. Vergleichung von Ranunculus bulbosus, Ranunculus repens und Ranunculus acer.— 2. Die Unterſchiede zwiſchen den Mono⸗
kotyledonen und Dikotyledonen.— 3. Die Familie Compositae.— 4. Vergleichung der Familien Asperifoliae, Solanacene, Labiatae und Scrophulariacene(Probearbeit).— 5. Vergleichung des Dachſes, Iltis, Marders, Fiſch⸗
otters, Wieſels und Hermelins.— 6. Die Merkmale und die Einteilung der Reptilien.— 7. Die Orthopteren. — 8. Probearbeit.
II. 1. Vergleichung des Blütenſtandes und des Blütenbaues von Salix, Populus, Carpinus, Betula, Quercus und Fagus.— 2. Die Pflanzenzelle.— 3. Die Anordnung der Gefäßbündel und das Dickenwachstum bei den Stämmen der Holzgewächſe.— 4. Die Wurzeln(Probearbeit).— 5. Die Schmetterlinge.— 6. Die tieriſche Zelle und die Entſtehung und Ausbildung der Gewebe.— 7. Die Verarbeitung der Nährſtoffe und ihre Aufnahme in das Blut.— 8. Probearbeit.
I. 1. Der Roſt und Brand des Getreides.— 2. Die Nährſtoffe der Pflanzen und ihre Aufnahme(Abi⸗ turiententhema, zugleich Probearbeit).— 3. Das Blut und ſein Kreislauf bei den Wirbel⸗ und Gliedertieren.— 4. Probearbeit.
B) In der Phyſik, Chemie und Mineralogie: III. 1. Der Sanerſtoff.— 2. a) Wie viel Waſſer⸗ ſtoff kann man aus dem Waſſer durch 7,3 g Natrium erhalten? b) Wie viel Queckſilberoxyd braucht man zur Dar⸗ ſtellung von 12,5 g Sauerſtoff und wie viel Queckſilber erhält man?— 3. Die Nitrate und Nitrite.— 4. a) Wie viel Ammoniak erhält man aus 80,6 g NH.Cl und wie viel CaO gebraucht man dazu? b) Um ein Liter Salpeter⸗ ſäure vom ſpecifiſchen Gewicht 1,3 darzuſtellen, braucht man wie viel Schwefelſäure und wie viel K.SO bleibt zurück?(Probearbeit).— 5. Das Beharrungsvermögen.— 6. a) Ein Hebel iſt 2,34 m lang und 0,85 m von dem einen Endpunkte unterſtützt, an dem kurzen Arm iſt eine Laſt von 3,52 kg; welche Kraft hält dieſer Laſt das Gleich⸗ gewicht? b) Ein einarmiger Hebel von 2,2 m Länge wird an einem Ende mit einer Kraft von 48 kg gehoben; wie weit vom Stützpunkt muß ſich eine Laſt von 200 kg befinden?— 7. Beſchreibung der verſchiedenen Barometer.— 8. Phyſikaliſche Probearbeit.
II. 1. a) Wie viel Liter Kohlendioxyd erhält man aus 85 kg CaCOs und wie viel CaClz bildet ſich da⸗ bei? b) Wie viel CaO erhält man beim Brennen derſelben Menge?— 2. Wie viel Liter atmoſphäriſche Luft ſind erforderlich, um 20 1 Leuchtgas zu verbrennen, wenn daſſelbe 12% CaH., 38% CH., 36% H und 10% CO enthält?— 3. Es ſollen 10 1 S0, dargeſtellt werden; wie viel g S und wie viel l atmoſphäriſche Luft ſind dazu


