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134. Ziehen ſich von der Einfügungsſtelle eines Blattes(11) noch blattartige Leiſten am Stengel herab, ſo heißt das Blatt herablaufend, der Stengel geflügelt. Ebenſo kann auch der Blattſtiel durch die herablaufende Spreite geflügelt ſein.
135. Manche Staubbeutel öffnen ſich nicht durch Spalten, ſondern durch rundliche Löcher.
Ausläufer: 60. Blätter: A 90. Blattabſchuitte eif., zugeſpitzt, am Grunde ſchief, öfter herzf. Beif. oder faſt dreieckig, zugeſpitzt, abſtehend⸗buchtig⸗gezähnt, ſeltener ganzrandig. C eif. oder eif.⸗elliptiſch, zugeſpitzt, ganzrandig. Blütenſtand: 136. Blüte: 8, 11, 15, 24, 59, 80, 83. Frucht: 49.
Vaterland: A Kordilleren von Chile und Bolivia. Durch die engliſchen Seefahrer Walter Raleigh 1584 und Francis Drake 1586 zuerſt aus Amerika nach Europa gebracht, bei uns erſt ſeit dem vorigen Jahrhundert in größe⸗ rem Maßſtabe kultiviert. Jetzt überall der ſtärkemehl⸗ und eiweißhaltigen Knollen wegen als Nahrungsmittel und für die Brennereien und Stärkefabriken gebaut. Unzählige Varietäten. Michtigſte Feinde: Phytophthora in- festans Naßfäule, Trockenfäule; Kräuſelkrankheit. Chrysomela(Doryphora) decemlineata Kolorado Käfer ſeit 1877 vereinzelt in Deutſchland aufgetreten. B, C einheimiſch. C gefährliche Giftpflanze! (Beeren: Atropin). Verwandte Pflanzen: Solanum Lycopersicum Liebesapfel, Tomate(tropiſches Amerika). Capsicum annuum Spaniſcher Pfeffer(Mexiko). Physälis Alkekengi Judenkirſche. Hyoscyämus niger Bilſenkraut (Deutſchland) giftig! Datura Stramonium Stechapfel(einheimiſch) giftig!
§ 22. A. Linum usitatissimum. Der Flachs. O. B. Dianthus deltoides. Die wilde Nelke N. Fam. Linaceae. Kl. L. Kl. Fam. Caryophyllacéae. Kl. L. Kl.
136. Ein trugdoldiger Blütenſtand(108), bei welchem die Anzahl der Nebenachſen gleicher Ordnung immer 1 beträgt, heißt eine einarhſtge Trugdolde. Stehen bei einer ſolchen die aufeinanderfolgenden Neben⸗ achſen immer abwechſelnd rechts und links, ſo heißt ſie eine Mickel(cicinnus).
137. Die Blütenſtände werden eingeteilt in die traubigen(racemösen) Blütenſtünde, bei welchen die Zahl der von der jedesmaligen Hauptachſe gebildeten Nebenachſen unbeſtimmt iſt und die Hauptachſe meiſt nicht mit einer Blüte abſchließt(13, 37, 71). Im Gegenſatz dazu ſtehen die trugdoldigen(cymösen) Plütenſtände(108, 136).
138. Durch Verkümmerung können Staubblätter unfruchtbar werden. Sie verwandeln ſich dann in ſogenannte Staminndien.(Vergl. 120).(A kronenſchauende Staubblätter).
6 Wurzel: 104. Blätter: 107. A lanzettl., ſpitz. B lineal⸗lanzettl., die unteren ſtumpf. Hochblätter, Vor⸗ blätter(B) 139. Blüte: 11, 15(B), 24, 43, 58, 59, 74, 80, 113, 118. Frucht: 10, 152. 4 Vaterland: A unbekannt(Babylonien, Agypten, Südeuropa?). B einheimiſch. Anbau und Gebrauch:
A wegen des Baſtes als Geſpinnſtpflanze und wegen der ölhaltigen Samen als Olfrucht gebaut. Wirchtigſter Feind: Cuscuta Epilinum Flachsſeide(§ 27). Varietäten: Schließlein, Springlein vergl.§ 16.
Vergleichung mit den Pflanzen des§ 17: Familie Caryophyllaceae!
§ 23. A. luncus effusus. Binſe. B. luncus lamprocarpus. Binſe. 2 Fam. Iuncacsae. Ordn. Liliiflrae Kl. L. Kl.
3 Grundachſe: 22. Blätter: 1, linealiſch, pfriemenf. Blütenſtand: 54. Blüte: 11, 19, 24, 56, 58, 59 80. Frucht; 20. Vaterland; einheimiſch. Vergleirhung mit den Pflanzen der§§ 1, 8, 15: Gat- tung Juncus Familie Juncaceae!
§ 24.
b A. Delphinium Consolida. Der Ritterſporn O u.. B. Aconitum Napellus. b Der Eiſenhut. B3 C. Nigella damascena. Die Braut in Haaren O. D. Clematis Vitalba. Die Waldrebe h.
Fam. Ranunculacéae. Kl. L. Kl.
139. Hochblätter(37), welche am einzelnen Blütenſtiel ſitzen, heißen Norblütter(A, B).
140. Mitunter nimmt der Kelch eine Beſchaffenheit an, wie ſie ſonſt die Blumenkrone zu zeigen pflegt: er wird kronenartig(corollinisch).(Vergl.§ 3,§ 7 A).
141. Mektarien ſind drüſige Organe, welche einen riechenden oder ſchmeckenden, meiſt ſüßen Saft, den Nektar ausſcheiden, der von den Inſekten aufgeſucht wird(121). Sie bilden ſich ent⸗ weder an den Blattgebilden der Blüte(45) oder ſind durch Umwandlung ſolcher entſtanden (B, C.)(Vergl. 86).
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