Aufsatz 
Das botanische Pensum der Tertia. Anhang: Übersicht der Klassen des Linné'schen Systems
Entstehung
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§ 14.

A. Papaver somniferum. Der Mohn O. B. Chelidonium majus. Das Schöllkraut N. Fam. Papaveracéae. L. Kl.

90. Von dem zuſammengeſetzten Blatt(62) unterſcheidet ſich das geteilte Blatt dadurch, daß bei ihm die einzelnen Blattabſchnitte durch Blattſubſtanz untereinander in Verbindung ſtehen. Ein geteiltes Blatt, bei welchem die Abſchnitte wie die Blättchen eines gefiederten Blattes (78) angeordnet ſind, heißt fiederförmig geteilt. 91. Ein Kelch, welcher ſchon beim Aufblühen abfällt, heißt hinfällig.(Vergl. 71, 83). 92. Sind in einer Knoſpe die Blätter nach allen Richtungen gefaltet, ſo heißt die Knoſpenlage geknit⸗ tert.(Vergl. 45). 93. Wachſen bei einem mehrblättrigen Fruchtknoten(59) die Fruchtblattränder in die Höhlung zwar hinein, ohne ſich jedoch in der Mitte zu berühren, ſo heißt der Fruchtknoten mehrkammerig und die Scheidewände ſind dann unvollſtändig. Vergl. 59). 941. Eine Kapſel(20), welche ihre Samen durch Löcher entläßt, heißt Porenkapſel. 95. Der Mohn enthält einen weißen, das Schöllkraut einen gelben Milchſaft. Wurzel 104. Plätter: A längl., eingeſchnitten⸗geſägt. B Abſchnitte eif., ungleich eingeſchnitten⸗gekerbt. Blüte: 11, 24, 58, 80. Frucht B. 75. z geſch 3

Vaterland: A. Südeuropa und Orient. B. einheimiſch. Unkraut in der Nähe bewohnter Orte. Anbau und Gebrauch: A. als Olpflanze(Samen) und zur Opiumgewinnung(Milchſaft) gebaut. Varietäten: Bei dem Schließmohn bleiben die Kapſeln geſchloſſen, bei dem Schüttmohn öffnen ſie ſich.

§ 15. A. Asparagus officinalis. Der Spargel. B. Allium Cepa. Die Zwiebel. C. Allium sativum. Der Knoblauch.

Fam. Liliaceae. L. Kl.

D. lris Pseud-Acorus. Die Schwertlilie. Fam. Iridaceae. L. Kl. 2 Ordn. Liliiflrae. 96. Die Stengelglieder(51) eines Stengels ſind entwickelt, wenn die Knoten(51) von einander entfernt ſtehen; ſtehen ſie dagegen unmittelbar übereinander, ſo ſind die Stengel⸗ glieder unentwickelt oder verkürzt(B, C). 97. Eine Zwiebel iſt ein unterirdiſcher Stengel(21) mit verkürzten Stengelgliedern, welcher mit Niederblättern(50), den Zwiebelſchalen dicht beſetzt iſt. Die äußeren von dieſen ſind braun und trocken, die inneren weiß und fleiſchig.(Vergl. 22). Der Achſenteil der Zwiebel heißt Zwiebelſcheibe(B, C). 98. In den Achſeln(38) der Zwiebelblätter entwickeln ſich oft Knoſpen(67) die Brutzwiebeln, welche ſich ablöſen und eine neue Pflanze hervorbringen können(B, C). 99. Die Blätter des oberirdiſchen Stengels bei'm Spargel ſind Schuppenblätter. In ihren Achſeln ſtehen 3 6 ſtielrunde, blattähnliche Zweige(A). 100. Einen langen, blattloſen oder nur mit wenigen Hochblättern(37) beſetzten Blütenſtiel oder eine ähnliche Achſe, welche an der Spitze einen dichtgedrängten Blütenſtand trägt, nennt man Schaft B, C). 101. Nach der Beſchaffenheit der Blätter, welche der Stengel trägt, unterſcheidet man Miederblattſtengel, Laubblattſtengel und Hochblattſtengel. 5 urzel 104. Grundachſe 22. Niederblätter 50. Plätter: B 25, 1. eylindriſch, pfriemenförmig, auf⸗ geblaſen. C linealiſch, flach, gekielt. ſpitz. D breit, linealiſch, ſchwertförmig, gekielt. Knoſpenlage D 81. Plü⸗ tenſtand: D 36. Tragblätter 39. Plüte: 11, 14, 24, 58, 80. D 8, 9, 10. Narben kronenblattartig. Frucht: 20, 59, 152.

Vaterland: A, D einheimiſch. B unbekannt. C Orient. Anbau und Gebrauch: A wegen der an Aſparagin reichen Sproſſen der Grundachſe als Gemüſe gebaut. B und C nebſt mehreren Verwandten: A. Schoenopräsum Schnittlauch, A. ascalonlcum Schalotte(Orient), A. fistulösum Winter⸗ oder Hackezwiebel (Sibirien), A. Porrum Borree wegen der Zwiebeln oder Blätter gebaut.

Vergleichung mit den Pflanzen der§§ 1, Sie

Samen von Phaseolus, Pisum, Brassica, Colchicum.

Keimpflanzen von Phaseolus, Pisum, Brassica, Allium. 102. Die Hauptbeſtandteile eines Samenkorns ſind 1) die Samenſchale(testa), 2) der Reim-