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Röhre verwachſen(L.) oder das hintere iſt frei(A— K). Mitunter ſind ſie auch mit den Kronenblättern verwachſen(H. 1). Der Stempel beſteht aus 1 Fruchtblatt. 82. Eine Hülſe(legumen) iſt eine aus 1 Fruchtblatt gebildete Kapſel(20), welche an der Bauch⸗ naht(46) die Samen trägt und in beiden Nähten aufſpringt. Mitunter iſt die Hülſe durch Querwände in einzelne Kammern geteilt und zerfällt dann meiſt in Glieder: Gliederhülſe(lomentum.) G.
83. Ein Kelch, welcher noch an der Frucht ſtehen bleibt, heißt ein bleibender Kelch.(Vergl. 71, 91).
Murzel 104. Stengel: 4A, B, D kletternd 180. C. windend 153. F, G, H aufſteigend. I. kriechend. Blätter: Nebenblätter 25. Blättchen: A. eif., ganzrandig. B. längl., geſtutzt. C. eif., lang, zugeſpitzt. D. verkehrt⸗eif. bis längl., linealiſch, ausgerandet oder geſtutzt. E. elliptiſch, groß. F. längl., verkehrt⸗eif. bis linealiſch. G. oval bis längl. H. oval, faſt ganzrandig I. verkehrt⸗eif., gezähnelt. K. ſiachelſpitzig, gezähnt, abgerundet oder geſtutzt, die der unteren Bl. längl.⸗verkehrt.⸗eif., die der oberen lineal, keilf. L. die der unteren Bl. verkehrt⸗eif. bis längl., ſtumpf, die der oberen längl.⸗lanzettl., ſpitz. Blütenſtand: A, B, C, D, E, F, K, L. 36. G, I. 13, H 169.
Vaterland: A, E unbekannt. B, D. Südeuropa. C wahrſcheinlich Oſtindien F Mitteldeutſchland. G Süd⸗ weſteuropa, wahrſcheinlich Portugal. H, I einheimiſch. K, L Südeuropa.
Anbau, Gebrauch: A-E als Hülſenfrüchte wegen ihrer Hülſen und Samen, teilweiſe als Futterpflanzen F E als Futterpflanzeu gebaut.
Verwandte Pflanzen: Phaseolus multiflörus b. coccinsus Feuerbohne(Südamerika); Lathyrus sativus Platterbſe(Südeuropa); Trifolium hybridum Schwediſcher Klee(einheimiſch); Tr. incarnatum(Südeuropa) Medicago lupulina Hopfenluzerne(einheimiſch); Medicago falcata Schwediſche Luzerne; M. medla. Sandluzerne.
Vergleichung: Familie Papilionaceae!
813. A. Rosa canina. Die Hundsroſe. B. Rubus fruticosus. Die Brombeere.
C. Rubus idaeus. Die Himbeere. h. Fam. Rosacèae. Ordn. Rosiflörae. L. Kl.
84. Haare, welche an der Spitze eine kopfartige Verdickung beſitzen, heißen Köpfchenhaare, ſolche, welche 5 llebrige Flüſſigkeit ausſondern, Drüfenhmare 69). ſden, heißen Röpſchenh z lalche f
85. Daß die Staubblätter als wirkliche Blätter zu betrachten ſind, geht daraus hervor, daß ſie ſich(bei gefüllten Blüten) in Kronenblätter umwandeln können(Vergl. 4).
86. Die verſchiedene Ausbildung gleichwertiger Pflanzenglieder für verſchiedene Verrichtungen eimn un Metamorphoſe. Die Glieder werden dadurch zu den Organen(Werkzeugen) der Pflanze.
So ſind ſämmtliche Teile der Blüte(mit Ausnahme der Achſe) als Blätter zu betrachten; während aber die einen Blütenſtaub bilden, bringen andere die Samenknospen(5) hervor, noch andere verleihen der Blüte ihre Farbe u. ſ. w. Sie dienen alſo verſchiedenen Zwecken und wechſeln in Folge deſſen in ihrer Form. Ebenſo ſind die Blattranken(79)(Verſchwinden der Spreite mit Erhaltung der Mittelrippe) und die Blattdornen(27) aus Blättern, die Zweigranken(128, 129) und die Zweigdornen(27) aus Zweigen durch Metamorphoſe entſtanden. Durch dieſe entſtehen auch die ſogenannten Vergrünungen, die beim Klee und bei der Roſe nicht ſelten ſind, indem ſich ſämmtliche Blattgebilde der Blüte in grüne Blätter umwaudeln.(Göthe!)..
87. Die Noſenfrucht ader Hagebutte iſt eine Scheinfrucht(33), welche aus dem krugförmigen Blütenboden der umweibigen Blüte(28) gebildet iſt.(Vergl. 65).
88. Die Brombeere und Himbeere ſind Sammelfrüchte(syncarpium), da ſie das Ausſehen einer Frucht haben, in Wirklichkeit aber aus zahlreichen Einzelfrüchten und zwar Stein⸗ früchten(29) gebildet ſind. Wegen ihrer äußerlichen Aehnlichkeit mit echten Beeren(40) heißen ſie Scheinbeeren..
Bei der Himbeere trennen ſich die verwachſenen Früchtchen vom vertrocknenden Blütenboden, bei der Brombeere löſt ſich der obere Teil des letzteren ſammt den Früchtchen ab. 1
89. Familien, welche in wichtigen Merkmalen übereinſtimmen, vereinigt man zu einer Ordnung. Vergleichung der Pſlanten der§§ 4, 5, 9, 13: Ordnung RKosiflorae!
Stacheln 35. Blätter 78. Nebenblätter 25. Blättchen: A 57, eif. oder elliptiſcht ſcharf⸗geſägt, die oberen Sägezähne zuſammenneigend. B. eif. oder etwas herzf., kurz⸗zugeſpitzt. C. eif., zugeſpitzt, die ſeitlichen ſitzend. Blüte 24, 28, 49, 58, 80. Trucht A: 66.
Vaterland: einheimiſch. Von Rosa werden zahlreiche, teils deutſche, teils ausländiſche Arten mit gefülltene Blüten als Gartenzierpflanzen kultiviert..
Roſenwildlinge werden meiſt durch Okulieren veredelt. Zum„Okulieren auf das ſchlafende Auge“ wird im Juni, zum„Okulieren auf das treibende Auge“ im Frühling ein Stück Rinde mit darauſſitzender Knoſpe behntſam abgelöſt und an eine entſprechend vorgerichtete Stelle am Stamm des Wildlings eingefügt.(Vergl.§ 5).


