Aufsatz 
Das botanische Pensum der Tertia. Anhang: Übersicht der Klassen des Linné'schen Systems
Entstehung
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8 11.

A. Sinapis arvensis. Der Hederich O. B. Brassica Napus. Der Raps. O u. O. C. Brassica Rapa. Der Rübſen Ou. O D. Brassica oleracea. Der Kohl Ou. O. E. Thlaspi arvense. Das Pfennigkraut O u. O F. Cochlearia Armoracia.

Der Meerrettich 2. Fam. Cruciférae. L. Kl.

70. Eine Traube(36), bei welcher die oberen Nebenachſen kürzer ſind als die unteren, ſo daß die Blüten in einer Ebene ſtehen, heißt Doldentraube.

71. Einen Kelch, welcher beim Verblühen abfällt, nennt man einen abfallenden Kelch.(Vergl. 83, 91).

72. Genagelt heißt ein Kronenblatt, wenn es aus einem ſchmalen unteren Teil, dem Magel(Blattſtiel) und einem oberen breiteren, der Platte(Spreite) beſteht.

73. Nicht immer ſind die Staubblätter einer Blüte von gleicher Länge. und 4 längere vorhanden, ſo heißen ſie viermächtig(tetradynamisch).

74. Durch Wucherung der Samenleiſten(46) können in der Frucht unechte Scheidewände ent⸗ ſtehen(Vergl. 59).

75. Die Wchote(siliqua) iſt eine aus 2 Fruchtblättern(46) gebildete, zweifächerige Kapſel(20). Die Fruchtblätter löſen ſich bei der Reife von der Baſis an als ſogenannte Klappen vonein⸗ ander und von der auf dem Blütenſtiel ſtehen bleibenden Scheidewand. Eine Schote, welche mindeſtens ebenſo breit wie lang iſt, heißt Schütchen(silicula).

76. Ein Kraut(31) lebt entweder nur 1 Jahr oder gebraucht 2 oder mehr Jahre zu ſeiner vollſtändigen Entwickelung. Man unterſcheidet danach einjährige, zweijährige O O und mehrjährige O Kräuter. Die einjährigen durchlaufen ihre Entwickelung innerhalb von 12 Monaten. Dabei können ſie entweder im Frühling keimen, im Sommer blühen und im Herbſt abſterben: einjührige Sammerpflanzen O; oder im Herbſt keimen und im Laufe des nächſten Jahres blühen und ſterben: einjührige Winterpflanzen O.

Vergleichung der Pflanzen des§.

1. Gemeinſame Merkmale.

Krautartige Gewächſe mit ſpiraligen Blättern(52), ohne Nebenblätter(25). Blütenſtand eine Traube, in der Jugend eine Doldentraube. Blüten quirlig(24),(vielſeitig ſymmetriſch 80), bodenblütig(28), freikronig(43), freikelchig(43), 2+ 2 Kelchblätter, 4 damit abwechſelnde Kronenblätter. 2 kelchſchauende(16), kleinere und 4 kronenſchauende(16) größere, alſo viermächtige Staubblätter. 2 Fruchtblätter. Frucht eine Schote oder ein Schötchen.

2. Wichtigſte unterſcheidende Merkmale.

Sinapis arvensis Brassica Napus Brassica Rapa Brassica oleracea

Sind 2 kürzere

Thlaspi arvense Cochlearia Armoracia

Frucht eine Schote Schoten linealiſch, ſtielrund oder faſt kantig, geſchnäbelt.

Klappen mit 3 Nerven.

Klappen mit 1 Nerven.

Narbe ſtumpf, ausgerandet oder ſtumpf zweilappig. Blüten mittelgroß. Blumenkrone gelb. Samen kugelförmig, einreihig.

Samen glatt

V Samen grubig punktiert. Klageir Staubfädenſämmt⸗

Staubfäden abſtehend 4 lich aufrecht. Unentwickelte Blü⸗ Unentwickelte Blü⸗ ten die aufgeblüh⸗ ten von den auf⸗ ten überragend. geblühten überragt.

Frucht ein Schötchen. Schötchen ſenkrecht zur Schötchen parallel zur Scheidewandzuſammen Scheidewand zuſam⸗ gedrückt. mengedrückt. Schötchen oval, oben Schötchen rundl. oder ausgerandet. längl., gedunſen. Blüten klein Blüten mittelgroß.

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Blumenkrone weiß.

77. Von den ſechs Pflanzen des§ ſtimmen der Raps, der Rübſen und der Kohl in beſonders zahlreichen Merkmalen überein und ſind daher am nächſten miteinander verwandt, ſo daß

man ſie in eine Gattung(30) bringt. und untereinander durch wichtige Merkmale.

Die übrigen Pflanzen unterſcheiden ſich von ihnen Da jedoch der Blüten⸗ und Fruchtbau bei