8 8
A. Luzula campestris. Die Simſe. Fam. Juncacèae. L. Kl. B. Paris quadrifolia. Die Einbeere. L. Kl. C. Convallaria majalis. Die Maiblume. Fam. Liliacéae. L. Kl. D. Majanthemum bifolium. Die Schattenblume. L. Kl.
2. Ordn. Liliiflorae.
50. Blätter, welche niedriger am Stengel ſtehen als die Laubblätter, heißen Niederblätter. Sie haben meiſt einfache Geſtalt und ſelten grüne Farbe.(Vergl. 37).
51. Diejenigen Stellen des Stengels, an welchen derſelbe Blätter zu entwickeln fähig iſt, heißen die Knoten(nodus), die zwiſchen zwei aufeinander folgenden Knoten liegenden Stücke des Stengels heißen Stengelglieder oder Achſenglieder(internodium). Nach dem Abfallen des Blattes bleibt deſſen Einfügungsſtelle längere Zeit als Blattnarbe ſichtbar.
52. Stehen mehrere Blätter an einem Knoten, alſo auf gleicher Höhe, ſo bilden ſie einen Blattquirl oder Blattwirtel(B), von welchem jedesmal angegeben wird, wieviel gliedrig er iſt, d. h. aus wieviel Blättern er beſteht. Steht dagegen an jedem Knoten nur ein Blatt, ſo kann man ſich die aufeinanderfolgenden Knoten durch eine um den Stengel ſchrauben⸗ artig verlaufende Linie, die Plattſpirale verbunden denken. Die Blätter ſtehen dann ſpiralig, abwechſelnd oder zerſtreut(Vergl. 24).
53. Ein Bluüͤtenſtand, deſſen Nebenachſen 1. Ordn. wieder Nebenachſen höherer Ordnungen her⸗ vorbringen, heißt im Gegenſatz zu den einfachen ein zuſammengeſetzter Blütenſtand(A.).
54. Werden an einem zuſammengeſetzten Blütenſtand die Nebenachſen von unten nach oben kürzer, ſo daß die unteren die oberen überragen, ſo heißt der Blütenſtand eine Spirre(A).
55. Sind die Blüten einer Traube(36) alle nach einer Seite gerichtet, ſo heißt die Traube einſeits⸗ wendig(C).
56. Friſche Blätter, welche eine trockene Beſchaffenheit haben, werden trockenhäutig genannt(A).
57. In ſeltenen Fällen verlängert ſich das Mittelband(4) über den Staubbeutel hinaus(B).
58. Solche quirlige Blüten(24), welche aus lauter gleichzähligen(isomeren) Quirlen beſtehen⸗ werden gleichquirlig(eucyklisch) genannt. Die Anzahl der Quirlglieder wird durch die Worte zweizählig(dimer)(D), dreizählig(trimer)(A, C), vierzählig (tetramer)(B), fünfzählig(pentamer) u. ſ. w. angegeben.
59. Mehrere Fruchtblätter(46) verwachſen zur Bildung eines Stempels mit ihren benachbarten Rändern(vergl. 46). In dieſem Falle heißt die Blüte einfrüchtig(monocarpisch), die Fruchtblattgeſellſchaft zuſammenhängend(gynaeceum syncarp) und der Stempel mehrblättrig(polymer): zweiblättrig(dimer), dreiblättrig(trimer) u. ſ. w. (Vergl. 49). Der Fruchtknoten iſt einfächerig(Luzula, Primula), wenn die einzelnen Fruchtblätter mit ihren Rändern einfach aneinander wachſen. Wachſen dieſe dagegen in den Fruchtknoten hinein, ſo daß ſie ſich in der Mitte berühren, ſo bilden ſie echte vollſtändige Scheidewände und der Fruchtknoten wird dann mehrfächerig(A— D). Die Zahl der Fruchtblätter eines mehrblätterigen Stempels beſtimmt man entweder nach der Zahl der Narbenlappen oder nach der der Fruchtknotenfächer.
Murzel: Pfahlwurzel fehlt 104. Grundachſe 22. Blätter: A. Grundblätter 61 linealiſch 1. B. elliptiſch, verkehrt⸗eif., kurz zugeſpitzt, faſt ſitzend. C. elliptiſch bis elliptiſch⸗lanzettl., ſpitz. D. kurz geſtielt, tief herzſ eh ſpitz. Nervatur 34. Blütenſtand A 54. Hochblätter 39. Blüte: 8, 11, 14, 56, 80, 168. Frucht: 20, 59. B, C, D 40. 3 Vaterland: einheimiſch. zahlreich auf ſauren Wieſen. Von B finden ſich mitunter dreizählige und fünf⸗ zählige Exemplare. B angeblich giftig. Vergleichung mit den Pflanzen von§ 11
§ 9. A. Fragaria vesca. Die Erdbeere. B. Geum urbanum. Die Nelkenwurz. 2 Fam. Rosacéae. Rosiflôrae. L. Kl. 60. Ausläufer ſind dünne Seitenſproſſe mit langen Stengelgliedern(51), welche dicht auf oder


