Aufsatz 
Das botanische Pensum der Tertia. Anhang: Übersicht der Klassen des Linné'schen Systems
Entstehung
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38. Den Winkel, welchen ein Blatt mit der tragenden Achſe bildet, nennt man den Blattwinkel oder die Plattachſel. 39. Blätter, in deren Achſeln Zweige(Blüten) ſtehen, heißen Tragblätter oder Deckblätter derſelben. 40. Eine Veere iſt eine Frucht, bei welcher die ganze Fruchtſchale fleiſchig wird(Vergl. 29). Wurzel: 104. Blätter: A rundl., 3 blappig, mit eingeſchnitten⸗ gekerbten Lappen. B. rundl., am Grunde herzf., 3 5lappig, eingeſchnitten, kerbig gezähnt. C. tief 3 5lappig, am Grunde mehr oder weniger herzf., grob⸗kerbig⸗geſägt. Blüte 11, 58, 59, 80. Vaterland: einheimiſche Sträucher, die jedoch in zahlreichen Varietäten kultiviert werden. Vergleichung! Gattung RKibes.

§7:

A. Caltha palustris. Die Dotterblume. B. Ranunculus acer. Der ſcharfe Hahnenfuß. C. Ranunculus repens. Der kriechende H. D. Ranunculus bulbosus. Der knollige H. E. Ranunculus Ficaria. Das Scharbockskraut.

Fam. Ranunculacsae. L. Kl.

41. Die Wurzeln können ſich knollig verdicken, ſie bilden dann Wurzelknollen.(C). Auch der Stengel verdickt ſich mitunter knollig und wird zu einer Stengelknolle(D.§ 1. B).

42. Eine an der Blattſcheide(25) ſitzende, ſtengelumfaſſende Haut heißt Gelenktute(A).

43. Sind die Kelchblätter nicht miteinander verwachſen, ſondern frei, ſo heißt der Kelchblät⸗ terig, die Blüte freikelchig(eleutherosepal). Eine Blüte mit freien, nicht ver⸗ wachſenen Kronenblättern heißt freikronig(eleutheropetal)(Vergl. 15).

11. Greifen die Blattränder in einer Knospe übereinander, ſo iſt die Knospenlage deckend(Vergl. 81, 92, 155).

45. Die Bcheppe am Kronenblatt von Ranunculus heißt Honigſchuppe(Vergl. 141).

46. Der Stempel wird aus den Fruchtblättern(carpellum) gebildet. Beſteht ein Stempel aus nur einem Fruchtblatt, ſo muß man ihn ſich ſo entſtanden denken, daß das Blatt ſich in der Mittelrippe(35) zuſammenklappte und daß ſeine Ränder miteinander verwuchſen. Die Kante, welche der Mittelrippe entſpricht, heißt Rücken⸗, die den Rändern entſprechende Bauchnaht. Die Leiſte, an welcher die Samenknospen(5) ſitzen, heißt Samenleiſte(placenta). Die Geſammtheit der Fruchtblätter einer Blüte heißt ihre Fruchtblattgeſellſchaft(gynaecéum)

47. Eine aus 1 Fruchtblatt gebildete Kapſel(20), welche längs der Bauchnaht aufſpringt und dort auch die Samen trägt, heißt Balgfrucht(A).

48. Eine trockene, nicht aufſpringende Frucht mit dünner Schale heißt Schließfrucht(acha e- nium)(B E).

49. Enthält eine Blüte mehrere Fruchtblätter, von denen jedes einzelne eine beſondere Frucht bildet, ſo heißt die Blüte vielfrüchtig(polycarpisch), die Fruchtblattgeſell⸗ ſchaft getrennt(gynaeceum apocarp). Ein Fru chtkn oten heißt einblättrig (monomer), wenn er nur von einem einzigen Fruchtblatt gebildet wird. Nach der Zahl der Samenknospen iſt der Fruchtknoten einſamig oder mehrſamig.

Wurzel: Pfahlwurzel fehlt 104. Grundachſe(C) 22. Ausläufer(C) 60. Stengel aufſteigend (A). Blätter: Grundblätter, Stengelblätter 61. A. dunkelgrün, glänzend, gekerbt; untere geſtielt, herzf., obere nierenf. B. handf., tief geteilt(90), mit im Umriß faſt rhombiſchen, tief eingeſchnittenen Abſchnitten und lanzettl., eingeſchnitten⸗ gezähnten Zipfeln, obere dreiteilig mit lineal⸗lanzettl. Abſchnitten. C. dreizählig(62). Blättchen der unteren Blätter dreiteilig, mit verkehrt.⸗eif., eingeſchnittenen Abſchnitten, die der oberen längl., ungeteilt. D. dreizählig mit länger geſtielten Mittelblättchen. Blättchen faſt fiederteilig(90) mit vorn eingeſchnittenen Abſchnitten. E. glänzend nieren⸗ bis herzf. Vergl. auch 98. Blüte 5, 11, 24, 80.

Vaterland: einheimiſch. B läſtiges Wieſenunkraut: A, B, D, giftig! Vergleichung! Gattung Ranunculus.