Aufsatz 
Chronologische Untersuchungen zur Geschichte der Könige von Juda und Israel
Entstehung
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Tribut gebracht, Mitinti Askalunai, Jahuchazi Jahudai, Kausmalaka Udumai, Chanunu Chazatai

d. h. Mitinti von Askalon, Ahas von Juda, Kosmelech von Edom, Hanno von Gaza(Schrader a. a. O. 8); in Z. 66 wird ein König Mitinna von Tyrus erwähnt,(Schrader a. a. O. S. 49).

dn Z. 67 86 iſt dann vom Bau des Palaſtes die Rede, zu welchem dieſe Inſchrift gehörte(Duncker 5, 268).

3. Dreizehn Fragmente von ſog. Annalen Tiglath⸗Pileſars, in höchſt trümmerhaftem Zuſtande (G. Smith, Assyrian Discoveries, p. 266 286). Auf Fragm. 8(nach Smiths Zählung) iſt Z. 10 von Azrijahu die Rede(vgl. Schrader a. a. O. 397399); dann Z. 29 ff. von Tributen des Kuſtaspi von Kummuch, Rezin von Damaskus, Menahem von Samarien, Hiram von Tyrus, Sibittibi'li von Gebal⸗Byblos, Urikki von Kui, Piſiris von Karkemiſch, Iniil von Hamath u. ſ. w.(Schrader a. a. O. 449, 450); darauf davon, daß er in ſeinem 9. Jahre in das Land Medien gezogen ſei. Auf Fragm. 11 wird Rukipti, der Sohn des Mitinti, als König von Askalon genannt; auf Fragm. 12 erzählt er, daß Hanno von Gaza bei der Annäherung ſeiner Truppen nach Aegypten geflohen ſei.

Nehmen wir den Fall annur ein Problema eine ſelbſtſtändige aſſyriſche Chronologie exiſtirte nicht, und wir hätten nach den Materialien ad 2 und 3 die beiden Tributleiſtungen Menahems und Ahas' in unſere Chronologie einzuordnen, ſo wäre nichts einfacher. Wir würden den Tribut des Ahas in deſſen Anfangsjahr 742, den Menahems in ſein Endjahr 752 ſetzen, das 1. Jahr Tiglath⸗ Pileſars wäre dann 758, das 9. 750, das 17. 742, und alles wäre in beſter Ordnung.

Indeß, Tiglath⸗Pileſar II. iſt nach den Monumenten 745727 König von Aſſyrien geweſen; das iſt unzweifelhaft. Demnach, ſo behaupten die Aſſyriologen, war ſein 17. Jahr 729, ſein 9. Jahr 737, alſo hat Menahem ſeinen Tribut 738 gezahlt; das ſcheint ebenſo unzweifelhaft.

Freilich, ſo ganz ohne Bedenken iſt die Sache nicht. Schon v. Gutſchmid(a. a. O. 118, 119) hat darauf hingewieſen, daß die weiteſten Züge Tiglath⸗Pileſars nach Weſten, deren die Ver⸗ waltungsliſte gedenkt, die des Jahres 12(734) nach Philiſtäa, der Jahre 13(733) und 14(732) nach Damaskus ſind, und daß aus der ganzen übrigen Regierungszeit des Tiglath⸗Pileſar von Zügen in derſelben Richtung nur ſolche nach der Stadt Arpad(im äußerſten Norden Syriens, öſtlich vom ſpäteren Antiochia) in den Jahren 3(743) 6(740) aufgeführt werden. Gutſchmid bezweifelt dabei eine Tributleiſtung Menahems in 738 keinen Augenblick; jener Hinweis iſt bei ihm ein Argument gegen die Identität dieſer Tributleiſtung kurz vor dem 9. Jahre Tiglath⸗Pileſars mit der bibliſchen beim Einfalle Phuls. Ich nehme mit Schrader die Identität dieſer beiden Tributleiſtungen an; aber Schraders Verſuch, für 738 einen Zug Tiglath⸗Pileſars nach Samaria plauſibel zu machen, ſcheint mir verfehlt. Er ſagt(a. a. O. 446):Die Verwaltungsliſte berichtet uns in kurzer Weiſe von Zügen nach einer Stadt oder einem Lande. Daß ſie in dieſen Aufzählungen durchaus nicht auf Vollſtändigkeit Anſpruch macht, lehrt die Natur der Sache und erhebt ein Blick auf die uns er⸗ haltenen, ausführlichen Inſchriften Tiglath⸗Pileſers über jeden Zweifel. Der Zug des zweiten Jahres (744) nach dem Lande Namri iſt zugleich ein ſolcher nach Bit⸗Zatti, Bit⸗Abdadani, Bit⸗Sangi u. ſ. w. (Lay. 52, b. 7. 8 vgl. mit II. Rawl. 67, 29. 30). Mit Verlaub: die Verwaltungsliſte giebt zu 744 die Notiznach dem Lande Namri, und das citirte Fragment Layards(bei Smith p. 268, fr. 2) erwähnt zumII. pali-ja einen Zug nachmat Bit-Zatti, mat Bit-Abdadani, mat Bit-Sangi'; daß beide Züge in dasſelbe Jahr fallen, iſt zunächſt Schraders Anſicht, nichts weiter. Denn Namri lag nach Schrader ſelbſt(a. a. O. 169 ff.) ſüdöſtlich von Aſſyrien; Bit⸗Abdadani dagegen nach einer Inſchrift Binnirars III.(bei Schrader a. a. O. 171 f.) wahrſcheinlich öſtlich von Arme⸗ nien, die beiden anderen Landſchaften alſo wohl ebenda. Auf die Geographie iſt alſo die Identität dieſer beiden Züge, ſobald man die Gleichung 744= II. pali-ja in Zweifel zieht, nicht zu gründen. Ganz ähnlich aber ſteht die Sache für das Jahr 738. Die Verwaltungsliſte notirt zu 739:Nach Land Ulluba, Stadt Birtu erobert odererbaut(die Ueberſetzung ſchwankt hier, vgl. v. Gutſchmid a. a. O. 31), zu 738 die Eroberung einer Stadt Kullani(Schrader a. a. O. 447, 449). Städte Namens Birtu ſcheint es mehrere gegeben zu haben; Ulluba lag wahrſcheinlich im Nordoſten des Reiches(ſ. 4. Fragm. bei Smith, Ass. discov. p. 271, 272); von Kullani wiſſen wir nichts. Daß letzteres aber in Syrien gelegen habe, iſt nicht übermäßig wahrſcheinlich; denn die aſſyriſchen