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grossen Turnosen am Lahnsteiner Zoll für 8000 Heller, worüber sich 1354 eine Bestätigung Gerlachs von Mainz findet, ebenso dem Grafen Adolf von Nassau; dagegen überweist 1358 Gerlach dem Domkanonikus Kuno von Falkenstein vier Turnosen an dem Zoll zu Lahnstein. Im selben Jahr setzen die Kurfürsten von Mainz, Trier und Pfalz einen gemeinschaftlichen Tarif für ihre Zölle fest(Ehrenfels, Lahnstein— Boppard, Koblenz— Bacharach, Caub.) Karl IV. bestätigt 1365, da die Zollprivilegien in der Veste zu Eltville verbrannt seien, dem Kurfürsten das Recht, 15 alte Turnosen etc. von jedem Fuder Wein zu erheben, und erweist ihm 1366 die Gnade, dass er alle Turnosen, welche andere Leute von den Zöllen inne hätten, nehmen und aufheben solle, wenn jene bezahlt seien. Adolf von Nassau, der zwei Turnosen vom Reiche hatte, erscheint 1367 als„man und getruwer“ des Bischofs Lamprecht von Speier und hat als solcher den Kirchensatz der Kirche zu Lonstein und ein Drittel des Zehnten daselbst.(Wie kommt Speier zu Lahnstein?) Aus allen diesen Notizen scheint hervorzugehen, dass zuerst der Kaiser und der Erzbischof Zoll erhoben, dass aber später der erstere verzichtete, oder dass dieser Zoll mit dem des Kurfürsten vereinigt wurde; König Ruprecht schloss die Sache ab, indem er vor seiner Thronbesteigung auf alle derartigen Zölle am Rhein zu Gunsten der drei geistlichen Kurfürsten verzichtete. Es finden sich massenhaft Anweisungen auf den Zoll, Befreiungen etc. als urkundliche Notizen, zum Beispiel excerpierte ich aus einem einzigen Kopialbuch 103 Nummern: da ist es natürlich unmöglich, in dieser Arbeit das Material vollständig zu verwerten. 2
Uber die Berechnung der Turnosen möchte ich folgende Notiz anführen:„Wye der thornes uff dem zoll Lansteyn gerechnet wurd. Item uff dem zoll zu Lansteyn sint ettwann an tornesen gewest 26 der meyn genedigster her pfaltzgraffe eynen hait item meins hern graff Adolphs selichen sone graff Philips dreye die anderen 22 sint itzt alleyne meins genedigesten herren von Mentz vor zittenn aber habenn daran theyle gehapt ein stifft von Trier ein virteyll alles tornes die graven von Niderisenburgk Seyne Viernbergk Ronckell unnd andere viele laut der alten verrechenten register nun aber alle abgeloist biss uff vier thornes eyner m. g. h. pfaltzgraff und itzt graff Philips vonn Nassaw hebenn dieselbigen werdenn der maisse wie nochfolget gerechennt. item von der sommen einer itzlicher fronfastenn ziegt man erstlich abe aller zoller lone nemlich zu den fronfastenn reminiscere trinitatis und crucis zu yder 54 gulden unnd zu der fronfasten Lucie 71 guldenn, darnoch ziehet man abe des zolles gefelle wechter lone item was mann vonn holtze unnd liechte uff dem zolle uber jar verbrendt. item zieht man abe das oppergelde meynnem genedigstenn herren unnd der seynnen vonn alter herkommen item wes auch noittorftiglich am zollhauss zollschiffungsnachenn unnd wess zu der zoller behaltunge neittorftiglich ver- bawet wurde nach gelegenheit eyner itzlicher zeyt und der fronfasten gefelle item zicht man abe etzliche salcze hering kappes dem amptman unnd beseher gegeben wurdt, darnach die wochenkoste der zoller wie sich geburt. item 1000 gulden bringen ann thornes 26 gulden 6 alb. item 500 gulden bringen ann thornes 13 gulden 3 alb. item 100 gulden bringen aan thornes 2 gulden 15 alb. item 50 gulden bringen aan thornes 1 gulden 7 alb. item was aber unter funfftzig gulden sich erlaufft soll man ansehenn der fuder zale unnd alls manniche zollfuder vor sollich gelde lauffet alss mannich 2 alb. soll man dem tornes zu- rechenn exempli gratia 47 gulden 17 alb. geburen sich von 15 zollfuder zu Lainsteyn am Zolle so rechent man iglichen zollfuder 2 alb. das mach 30 alb. item 31 gulden 19 alb. 3 h. geburn sich vonn 10 zolfuder vonn itzlichen zollfuder 2 alb. macht 20 alb. zu rechenn“.
Von jedem Zollfuder wurden also 2 alb. erhoben, zu vergleichen ist die Kopie einer Urkunde, in welcher König Wenzel dem Erabischof Johann von Mainz erlaubt, „dass er in dem lande zu Schonenberg vor dem sande oder zu Hirchenfelt oder Wyndisch- heym an der dryen steten eyner wo ime das allerbequemligste syn wirdet sess alde gross thornoss oder eynen halben rynschen gulden der geng und gebe ist von eynem iglichen fuder wyns und aller ander kauffmannschaft dye daselbs furgeet zu zolle nemen und uffheben soll“ etc. etc.(gebenn zu Prage 1399 des dinstags vor pfingsten.) Der rheinische Gulden wird


