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Stifter etc. in Oberlahnstein durch Schenkungen in Besitz kamen, die Anführung der älteren wird genügen, die späteren mögen unerwähnt bleiben. In einem sehr alten(saec. IX od. X) summarium et registrum bonorum Bleidenstatensium heisst es: In villa Lohinstein vinee ad VI carradas, quas dedit Cunradus comes in obitu matris sue cum domo.... Gollte hier nicht, ebenfalls an Konrad Kurzbold zu denken sein?) und in dem Verzeichnis der Güter aus der Zeit 1017— 1079 steht: exposuit nobis domina Blitrudis curtim suam in Loinstein pro 25 marcis etc.— Sehr alt müssen auch eie Besitzungen des Stiftes St. Mauricius in Mainz sein, da schon 1181 Propst Hermann den Hof seines Stiftes zu Lahnstein mit dem Bemerken verpachtet, dass derselbe in Verfall geraten sei(curtis ad tantam destructionem venerit.) Im Jahr 1226 wurde der auf Klage des Stiftes St. Mauricius excommunicierte Schultheiss Heinrich zu Lahnstein losgesprochen, nachdem er Zahlung zu leisten gelobt.— 1190 bestätigte Papst Clemens III. die Besitzungen des Klosters Himmerode, darunter auch Güter in Logensten.— Auch das Stift St. Peter zu Mainz war hier begütert, da 1221 die Erben eines Kanonikus, Heinricus de Logenstein, welcher dem Stift einen Weinberg in Lahnstein vermacht hatte, verurteilt wurden, die Zinsen zu zahlen.— Die deutsche Ordens- commende zu Koblenz bekundet 1258 unter anderen Abgaben: dem Erzbischof von einem Haus in Oberlahnstein in berringazzen, ferner von einem Haus in creuchgassen etc.; hier kommen als Gemarkungsnamen vor: coppele, in gehouwin wege, Wilebach, Lanchinplenter.
Der Rheinische Antiquar berichtet, dass die Pfarrkirche St. Martin schon 978 vor- komme, offenbar auf die Schenkungsurkunde Ottos II. Bezug nehmend. Sonst fand ich keine Bestätigung dafür, namentlich auch nicht für den Namen des Patrons, die bei Gudenus cod. dipl. I. p. 358 abgedruckte Urkunde lag mir nur als Abschrift in einem copiarium vor, in welcher steht„cum ecclesiis“, jede nähere Bestimmung fehlt. Ebenso unsicher ist eine andere Notiz, dass die Kirche 1160 restauriert sei. Die zwei spätromanischen Türme wären wohl in das 12. Jahrhundert zu setzen, der gotische Cher aber ist im 14. Jahrhundert erbaut, wie das an der Decke eingepresste Wappen Gerlachs I. von Nassau(† 1371) beweist, das Schiff ist im Zopfstil erbaut. 1230 wurde die Kirche zu Oberlahnstein(Hoverlonsteine) von den Grafen Heinrich und Rupert von Nassau(die Nassauer waren schon 1187 hier begütert) vorübergehend dem deutschen Orden geschenkt. 1328 beauftragte der Papst Johann XXII. den Erzbischof von Trier mit der Prüfung der an ihn von dem Grafen Gerlach von Nassau gerichteten Bitte, die Kirche zu Oberlahnstein der Kirche zu Edichenstein (Idstein) inkorporieren za dürfen, und verfügte Gewährung, falls die Angaben des Grafen sich als richtig erweisen; die Inkorporation erfolgte 1340 Zwei Jahre später wurde ein Vergleich abgeschlossen zwischen Gerlach und Oberlahnstein wegen des Vermögens einzelner Vikarien in dortiger Pfarrkirche. Noch 1431 verlangte das Martinsstift zu Idstein die Präsentation, und 1528 präsentierte Philipp I. von Nassau dem Dekan des Martinsstiftes den Priester Johann Hunsrücker für die erledigte Pfarrei in Oberlahnstein. Es scheint, dass die Reformation eine Lösung dieses Verhältnisses herbeiführte. Schon früher wurde ich wegen jener merkwürdigen Inkorporation interpelliert, konnte aber trotz aller Bemühungen keine Prklärung finden. Ofter werden die Nassauer als Vögte der Mainzer Kurfürsten zu Oberlahnstein erwähnt; dieses Recht ererbten sie wohl nach dem Aussterben der Arnsteiner Grafen: der letzte Arnsteiner Ludwig(†⁸ 1185) wird noch Vogt der beiden Lahnstein genannt. — Was die kirchlichen Verhältnisse anbetrifft, so bin ich wenig darin bewandert, Herr Pfarrer Bonmn- Niedererbach teilte mir mit, dass folgende Altäre in der Pfarrkirche existiert haben: summum altare, Frühmesse, altare Beatae Mariae virginis. St. Antonii, St. Catharinae, St. Barbarae, St. Annae. Zu den genannten kämen dann noch ausserhalb der Pfarrkirche der Liebfrauenaltar(in campis, auf dem Hobel, an dem gehawenen Weg), ferner der Altar der Hospitalkirche St. Jakob(Hospital 1330 zuerst erwähnt), der des St. Bartholomäus im Schloss(Martinsburg) und des St. Ulrich auf Lahneck.
Während in früherer Zeit abgesehen von dem Ackerbau hauptsächlich Weinkultur getrieben wurde(im 11. und 12. Jahrhundert schon finden sich vielfach Anweisungen auf


