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vorpherein die Werke anführen, die ich hauptsächlich benutzt habe. Sollte vielleicht einer der Leser den Nachweis einer Notiz wünschen, so werde ich gern Auskunft erteilen. Zunächst benutzte ich die früher von mir in Verbindung mit anderen Freunden der heimischen Ge- schichte herausgegebene Zeitschrift Rhenus(1. Jahrgang 1883, 2. Jahrgang 1884, sowie drei Nummern des 3. Jahrgangs 1886), ferner verschiedene Bände der Annalen des Vereins für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung, dann den von den Herren Professor Dr. Menzel— Bonn und Archivrat Dr. Sauer— Wiesbaden herausgegebenen codex Nassoicus (gern hätte ich die Vollendung des Werkes abgewartet, da sicher noch viel interessantes Material den Herrn zur Verfügung steht), endlich auch den Herodot unserer lokalen Ge- schichtsforschung, den Rheinischen Antiquar. Notizen sammelte ich natürlich, wo ich nur etwas fand, doch sie alle zu belegen, würde zu weit führen.
Der Namen unserer Stadt findet sich als Logenstein, Loinstein, Lainstein, Lanstein mit Variationen, zur Unterscheidung wird in lateinischen Urkunden superior hinzugefügt. Ver- schiedene Rittergeschlechter führten ihren Namen nach der Stadt, ursprünglich teils in Ober-, teils in Niederlahnstein ansässig: von Lanstein, Schilling von L., Hunswin von L., Brenner von L., Wenz von L., Pletz von L., Broitsack von L., Quade von L. und endlich Zorne von L. Alle diese Familien sind ausgestorben. Träger des Namens haben aber hie und da eine Rolle in der Geschichte gespielt; durch die Sage ist vielleicht am meisten bekannt Emmerich Schilling von Lanstein, welcher den Prediger des zweiten Kreuzzuges, Bernhard von Clairvaux, nach Niederlahnstein geleitet haben soll, wo heute noch das Kreuz gezeigt wird, unter dem Bernhard bei seiner Predigt gestanden.
Die erste urkundliche Erwähnung Oberlahnsteins geschieht gelegentlich einer Schenkung der Kaiserin Uta, der Gemahlin Arnulfs und Schwester Konrads von Franken. Allerdings findet sich diese Schenkung erst in einer aus dem Jahr 978 stammenden Urkunde, durch welche Otto II. in Utrecht die Mainzer Kirche in ihre Rechte einsetzt. Konrad I. soll die Güter wieder an sich gezogen haben, da aber erst 948 Lahnstein als königliches Dominium erwähnt wird, so liegt die Vermutung nahe, dass die Einziehung nach dem 939 erfolgten Tode Herzog Eberhards von Franken, des unversöhnlichen Gegners Ottos I., geschah. Otto der Grosse habe auf Wunsch seines natürlichen Sohnes Wilhelm, der Erzbischof von Mainz war, die Güter zurückerstatten wollen, allein definitiv geschah dies erst durch Otto II. auf Fürbitten des bekannten Erzbischofs Willegis. Darauf beruht die territoriale Herrschaft der Mainzer in Oberlahnstein, auffallend ist es nun im höchsten Grade, dass der Ort in späterer Zeit als zur Trierer Diözese gehörig bezeichnet wird, heisst es doch ausdrücklich„ut illa curtis Logensteyn in pago Einriche in comitatu Hugonis cum omnibus rebus.... ecclesiis .... ad sepe nominatum episcopatum perenniter possidenda pertineat“. Diese erste Schenkung wäre in die Regierungszeit Ludwigs des Kindes(900— 911) zu setzen, also könnte man dreist bald ein 1000jähriges Jubiläum von Oberlahnstein feiern.
Etwas später 933 finden wir eine Schenkung der Wildrut, der Mutter Konrads; es ist wohl zweifelschne an den bekannten Parteigänger Ottos I., den Sieger von Andernach, Konrad Kurzbold zu denken, da kein Titel hinzugefügt ist, jener Konrad aber wie alle Konradiner sich durch fromme Stiftungen auszeichnete.(Kurzbold selbst hat sich namentlich in Limburg, Konrad I. in Weilburg, Hermann in Him- oder Humbach, dem heutigen Montabaur, durch Stiftungen ein dauerndes Denkmal gesetzt.) Wildrut schenkte den Zehnten in der Diezer, Braubacher und Lahnsteiner Mark, dazu noch bei letzterem Ort einen mansus Ackerland, einen Weinberg und ein kleines Hofgut an das Kloster superior Mulnheim (Seligenstadt), bestätigt wurde diese Schenkung 1012 durch Heinrich II. Die Benediktiner von Seligenstadt verkauften ihre Besitzungen 1446 an die Karthäuser auf dem St. Beatusberg bei Koblenz. Die Lage des Gehöfts wird in letzterer Urkunde bezeichnet als an der nider- porte neben des Kurfürsten von Mainz Hof„uf dem sal“, also ist es wohl die sogenannte von Steinsche Kellerei.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich bemerken, dass auch verschiedene andere Klöster,


