schliesslich. Anwendung von avoir und être. Reffexive und unpersönliche Verben. Formenlehre des Substantivs, Adjektivs, Adverbs. Das Zahlwort. Die Präposition. Wortstellung.
Der grammatische Teil der Aufgabe dieser Klasse enthält vieles, was früher schon im grammatischen Lehrstoff dagewesen, z. B. die Steigerung(L. 34), Gebrauch der Grundzahl statt der Ordnungszahl(L. 35), oder auf das die Lektüre sorgfältig vorbereitet hat, z. B. das Geschlecht der Adjektiva. Andererseits brauchen von den präpositionellen Wendungen(L. 37 und 38) in dieser Klasse nur diejenigen systematisch zusammengefasst zu werden, welche bis dahin durch die Lektüre und die besonderen grammatischen Übungen dem Schüler bekannt geworden sind, die übrigen können später gelernt werden, wenn sie in der Lektüre oder bei den Ubungen gelegentlich vorkommen, da- sie sonst bei der Durchnahme der Lektionen, wegen der allzu grossen Häufung solcher Wendungen, dem Gedächtnis des Schülers nur selten genau eingeprägt werden. Jedoch sind diejenigen kurzen Regeln, welche die Übersetzung der Präpositionen in hohem Masse erleichtern, im Zusammenhang zu lernen, z. B. die über die Ubersetzung von„bei, gegen, in, unter“. Die intransitiven Verben, welche nur mit être konjugiert werden, hat der Schüler sämtlich vorher gelernt(L. 24); die verbes pro- nominaux, welche im Deutschen nicht rückbezüglich sind, bieten nur teilweise lexikalisch Neues. Bei den Verben, die im Deutschen rückbezüglich und im Französischen nicht verbes pronominaux sind, merkt man sich neben der reffexiven Bedeutung zur leichteren Erlernung derselben womöglich auch im Deutschen eine nicht reflexive Bedeutung, z. B. avoir honte de, sich schämen, Scham empfinden. Ebenso verfährt man bei den Verben, welche im Französischen persönlich sind, im Deutschen aber oft unpersönlich konstruiert werden, indem man neben der unpersönlichen Bedeutung eine persönliche gibt, z. B. je deviens, es wird aus mir, oder ich werde, je manque de, es fehlt mir an, oder ich habe Mangel an, je m'étonne, es wundert mich, oder ich wundere mich. Von dem Geschlecht der Substantiva(L. 29), der Pluralbildung(L. 30) und der Femininbildung des Adjectivs(L. 31) wird wie bei den Präpositionen systematisch nur das gelernt, was bis dahin durch die Lektüre oder andere Ubungen vorbereitet war.
Die französische Wortstellung(L. 39— 45) muss ganz besonders durch die Lektüre vor- bereitet werden, sodass dieselbe bei Behandlung der Lektionen 39— 45 dem Schüler möglichst klar zum Verständnis gebracht werden kann. Durch diese Art der Behandlung wird Zeit zur Lektüre gewonnen, deren breitere Ausdehnung von wesentlichem Nutzen für das Kennenlernen der fran- zösischen Sprache ist. Der Stoff dazu wird aus Plötz, Chrestomathie, Sektion 2—5 für die Prosa, für die Poesie hauptsächlich aus S. 9 genommen. Sprech- und Memorierübungen im Anschluss hieran.
Wöchentlich eine häusliche oder eine Klassenarbeit; letzere bieten nicht mehr bloss Repro- duktionen, sondern auch Übersetzungen bisher nicht dagewesener Sätze zur Anwendung der gelernten Regeln.
5) Untersekunda, wöchentlich Unterricht 4 Stunden, Arbeitszeit 2 Stunden.
Wiederholung der Formenlehre. Neu: Plötz, Schulgrammatik, Lekt. 46— 57: Lehre vom Gebrauch der Zeiten und Modi. Manche syntaktische Erscheinungen sind in den vorhergehenden Klassen in der Lektüre berührt und erklärt worden, mit anderen wird der Schüler auch ferner beständig bekannt gemacht. Mündliche und schriftliche Ubungen wie in III, mit stärkerer Betonung der an die ausgiebig zu betreibende Lektüre sich anschliessenden Sprach- und Retrovertierübungen; auch UÜbungen in der freien mündlichen Wiedergabe von Gelesenem oder Gehörtem; schriftlich gedrängte Inhaltsangabe gelesener Abschnitte.
Lektüre zum Teil noch aus Plötz, Chrestomathie, mit besonderer Berücksichtigung des


