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einzurichten, dass die angegebenen Ziele unter möglichster Anwendung der empfohlenen Mittel so rasch und so sicher als möglich erreicht werden. Wie dies im einzelnen zu geschehen hat, ist bei der Besprechung der Klassenpensa anzugeben.
Verteilung der Lehrpensa nach den Klassen und dem Lehrbuch. Angabe der wöchentlichen Unterrichts- wie der häuslichen Arbeitszeit sowie des Wechsels der schriftlichen Arbeiten.
1) Quinta, wöchentlich Unterricht 5 Stunden, Arbeitszeit 2 ½ Stunden.
Plötz, Elementargrammatik, Lektion 1— 60; daneben wird die 1. und 2. Konjugation ein- geübt. Ausgehen vom Satz(Lektion 4). Übungen im Nachsprechen uud Verstehen französisch vorgesprochener Sätze. Mündliche UÜbersetzung aus dem Französischen und in das Französische, auch Umarbeitung der Ubungsbeispiele. Lese- und Schreibübungen, Abschriften, Diktate, schrift- liche UÜbersetzungen. Durchnahme leichterer Lesestücke. Sprechübungen. Kleine Memorierübungen. Wöchentlich eine Klassenarbeit(Diktat oder Übersetzung) oder eine häusliche Arbeit.
2) Quarta, wöchentlich Unterricht 5 Stunden, Arbeitszeit 2 ½ Stunden.
Plõôtz, Elementargrammatik, L. 61— 112. Mündliche und schriftliche Übungen wie in Quinta, deren Lehraufgabe zu wiederholen ist. Abweichungen bezüglich der Reihenfolge der einzelnen Lektionen sind auch hier nicht ausgeschlossen. Die zusammenhängenden Stücke einzelner Lektionen, wie 65, 75, 98, 99, 102, 105, empfehlen sich zum Auswendiglernen. Einige Gedichte zum Aus- wendiglernen werden vom Lehrer diktiert. Lektüre der im Anhang zu Plötz enthaltenen Lese- stücke. Sprechübungen besonders im Anschluss an diese. Wöchentlich eine häusliche oder Klassenarbeit.
3) Untertertia, wöchentlich Unterricht 4 Stunden, Arbeitszeit 2 Stunden.
Plötz, Schulgrammatik, L. 1— 23. Wiederholung der vorhergehenden Pensen, besonders der regelmässigen Konjugation; orthographische und lautliche Veränderungen einzelner Verben; unregelmässige Verben. Hierbei wird öfters ein Anknüpfen an die lateinischen Formen geboten sein und werden sich die wichtigsten Lautgesetze des Französischen am leichtesten entwickeln und zum Verständnis bringen lassen.
Auf gehörige Einteilung in Stamm und Endung, in stammbetonte und endungsbetonte Formen, in vokalische und konsonantische Endungen, Präsens- und Perfektstamm wird besonders geachtet. Die Zahl der dem Gedächtnisse einzuprägenden Formen ist auf das kleinste Mass zu beschränken, und die Schüler sind anznhalten mit steter Unterscheidung von Stamm und Endung alle anderen Formen selbst abzuleiten. Übersetzen und Durcharbeiten der französischen UÜbungssätze und mindestens der Hälfte der deutschen. Übungen im Verstehen vorgetragener leichter Erzählungen.
Lektüre aus Plötz, Chrestomathie. Im Anschluss an die Lektüre: Memorierübungen, Rück- übersetzungen, Sprechübungen in freierer Form, Berücksichtigung der Phraseologie und der am häufigsten vorkommenden Synonyma. Wöchentlich eine Klassen- oder häusliche Arbeit.
4) Obertertia, wöchentlich Unterricht 4 Stunden, Arbeitszeit 2 Stunden. Wiederholung des Lehrstoffs von Untertertia. Neu: Plötz, Schulgrammatik, L. 24— 45 ein-


