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als mit einem links ſehenden Bruſtbilde verſehen angeführt. Fernerhin wird nach Nr. 1596 des heſſiſchen Münzkabinets dieſelbe Medaille angegeben, auf welcher der Name des Stempelſchneiders fehlt und als Datum der 20. MAV angegeben iſt. Laverrenz hat dagegen in ſeinem Werke: Die Medaillen und Gedächtniszeichen der deutſchen Hochſchulen nur dieſe eine Münze von 1627.
Auf das Jubiläum im Jahre 1727, welches am 14. Auguſt, am Geburtstage des Landgrafen Karl, der zugleich ſein 50 jähriges Jubiläum beging, und des Prinzen Friedrich gefeiert wurde, beziehen ſich folgende Medaillen:
2. V: Langgelocktes Bruſtbild von der linken Seite mit Harniſch und Mantel, unten: I. L.E CLERC Auſrit CAROLUS. D: G. HASSIE. LANDGR:&c. Hoher, ſcharfer Rand.
: Inſchrift: F. D. O. M. ACADEM. MARBURG.A PHILIPPO MAGNANIMOvir COoNDITA, 4 INO PACIFiCO FFLiciTER iNsTAURATA, suB Abspiciis CAROI CLEMENTiS[ANNO RÆTAT. LXXIV, IMPERII L.] RECTORE MAGNiFiCENTiSSiMO FRiDERiICO, ET WilL.HELMO, NEPOTE,] SECULARIA SACRA] SECUNDUM CEILEBRATXIN. KAL. SEPTEMBR.]CIO 1000 XXVII. Hoher Rand.
Größe: 48 mm Durchmeſſer.
Eine mit einem vorwärts anzuſehenden Bruſtbilde beſchriebene Medaille mit ſonſt derſelben Prä⸗ gung hält Hoffmeiſter ſelbſt für ſehr zweifelhaft.
3. V: Langgelocktes Bruſtbild von der rechten Seite mit Harniſch. Umſchrift: CAROI.US D: G. HASS: LKANDGR. P. H. C. C. D. Z. N&S*
R: In einem dicken Lorbeerkranz mit Schleife unten die Inſchrift: Opr. PRINC.] OB BONAS LITER. ARTESOQ. CONSERVAT.] ET PROMOTASACADEM.] MARBURG.] 14. AUG. 1727.
Größe: 26 mm Durchmeſſer(nicht wie Laverrenz: 16).
4. V: Jugendliches Bruſtbild von der rechten Seite mit unbekleideten Schultern, darunter 1. LE CLERC. F. Umſchrift: FRIDERICUS. PRINC: IUVENT: HASSIACR RECTOR AcCAb: MARB: MAGNIFICENT:*
R: Anſicht der Stadt Marburg, darüber eine ſtrahlende Sonne, nach der ein emporfliegender Adler ſchaut. Im Vordergrunde ſitzt links Apollo auf einem Seſſel, die Leier ſpielend. Umſchrift oben: UT ACUTIUS CERNAM Im Abſchnitt: IN MEMOR: NOVI SEC:XIV AUG. MDCCXXVII.
Größe 45 mm Durchmeſſer.
Die Erfindung dieſer drei Medaillen(Nr. 2, 3, 4) rührt von dem Rat und Bibliothekar Schmincke her, die Stempel ſind von Iſaac le Clere geſchnitten, der in ſeiner erhaltenen Rechnung noch eine, bisher nicht aufgefundene, Medaille, wie folgt, beſchreibt:
„Avers. Serenissimi Hochf. Durchlaucht unter einem Baltagin ſitzend, worbei Heſſen unter einer
Weibsperſon, ſo daß Pallatium deroſelben preſentiret. Revers. Hercules, ſo mit ſeinen Füßen die Hydram zu boden trit, worüber die Fama flieget, à 6 Loth Silber.“
Mit demſelben Feſte ſtehen in gewiſſem Zuſammenhange folgende zwei von den Herren von Lyncker angegebene und verteilte und von dem Stempelſchneider zu Erfurt Johann Heinrich Werner angefertigte Medaillen.
5. V: Eine weibliche Figur, zu deren Füßen verſchiedene Waffen, eine Maske, ein Freiheitshut und ſonſtige Embleme ausgebreitet liegen, legt ihre beiden Hände ſchützend an die Kronen des zu ihrer Rechten ſtehenden Landgrafen Karl mit Harniſch, Hermelinmantel, Kommandoſtab und Fürſtenhut, und des neben einem Thronſeſſel zu ihrer Linken befindlichen Prinzen Friedrich(Rectors der Univerſität) in


