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verwenden sind. In einem solchen Fall ist als Musterbeispiel irgend ein passender Satz allgemein verständlichen Inhalts, einerlei aus welchem Schriftsteller,') oder ein selbstgebildetes Beispiel zu wählen. Um z. B. zu EIl.-Seyff.$ 123, 1, 2, 3(Dativ des Zwecks) nicht drei verschiedene Sätze lernen zu lassen, habe ich mit Benutzung von Nepos Milt. 5, 1. folgendes Beispiel gebildet: Platacensibus laudi(tribuendum) est, quod Atheniensibus uni ec omnibus eivitatibus Graeciae anxilio venerunt(Variation: quod Atheniensibus mille armatos subsidio miserunt). Durch die dem Sinne der Neposstelle entsprechenden Worte: uni ex omnibus civitatilus Graeciae kann es zugleich zu Ell.-Seyff.$ 127 A 1 verwendet werden.
Aus alledem geht meine Stellung zu der Frage, ob nicht besser vermöge ihres Rhythmus leicht behältliche Dichterstellen als Musterbeispiele zu wählen seien, schon zur Genüge hervor. Ihre Stärke ist zugleich ihre Schwäche, denn sie können eben wegen des Rhythmus nicht abge- ändert werden, um für mehrere Fälle Verwendung zu finden. Auch sind sie im grossen und ganzen inhaltslos und ohne Kenntnis des Zusammenhangs unverständlich. Aus den ganzen Samm- lungen von Hartung?) und Mogk) habe ich nur den auch von Ziemer(a. a. OÖ.$ 312, 3) auf-
. genommenen Vers: Hectora quis nosset, si felix Troia fuisset.(Ovid. Trist.) als Musterbeispiel verwenden können. Eine Sammlung von Mustersätzen aus Dichtern ist wohl nicht nur bis jetzt „noch ein frommer Wunsch“, wie Dettweiler*) meint, sondern wird wohl auch immer einer bleiben.
Noch ein Wort über die Fundorte der von Ell.-Seyff. abweichenden Mustersätze. Sie stammen teilweise aus der Sammlung von M. Burger’) und den mir zugänglichen Grammatiken, besonders denen von Holzweissig, Waldeck und Ziemer, teilweise habe ich sie selbst aus der Lektüre aus- gewählt oder in möglichst engem Anschluss daran gebildet.
Nach diesen allgemeinen Vorbemerkungen führe ich nun im engen Anschluss an die Gram- matik von Ellendt-Seuffert-Fries die Stellen an, worin meine Sammlung von den dortigen Muster- beispielen abweicht. Diese Abweichungen zerfallen in drei Gruppen mit verschiedenen Unter- abteilungen. Der Kürze halber wähle ich dafür die Zeichen: la, Ib, Ie, Id; Il; Illa, IIIb, Ille, Illd.
Es bedeutet
I: Ein Mustersatz ist unnötig,
la: weil der lateinische Ausdruck mit dem Deutschen übereinstimmt oder derartig beschaffen ist, dass ihn der Schüler vermöge seiner schon früher erworbenen grammatischen Kenntnisse auch ohne besondere Regel von selbst findet(vergl. oben S. 3 und 4);
Ib: weil die Regel zu eng gefasst ist, und der mit dem Deutschen überein- stimmende Ausdruck auch möglich ist(vergl. S. 2 und 3);
Ie: weil die grammatische Erscheinung in den Schulschriftstellern zu selten vorkommt und deshalb nur gelegentlich bei der Lektüre zu behandeln ist(vergl. S. 2 und 3);
1) Dieselbe Ansicht auch bei Lattmann-Müller, Kurzgefasste lat. Gramm, Göttingen 1892, 8. IV, V.
2) Hartung, Stichverse zur lat. Syntax, Leipzig, 1874.
3) A. Mogk, Soci memoriales.,, II. Tl.: Syntaxis verbi Prgr. Tilsit, 1884.(Den I. Tl. habe ich trotz vieler Bemühungen nicht bekommen können.)
4) Dettweiler a. a. O., 8. 36.
5) M. Burger, Gedanken und Thatsachen, Musterbeisp. z. lat. Syntax. Prgr. Freising, 1880,


