Aufsatz 
Ein Beitrag zur Frage der Auswahl lateinischer Musterbeispiele
Entstehung
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Id: weil die Mannigfaltigkeit der unter eine Regel fallenden Rektionen, überhaupt die Rücksicht auf die leichtere Einprägung es vorteilhafter er- scheinen lässt, statt der Sätze Phrasen lernen zu lassen(vergl. S. 4).

II: Umgekehrt ist ein Musterbeispiel notwendig wegen der Häufigkeit') des Falles in den Schulschriftstellern oder aus anderen zu der betreffenden Stelle näher anzugebenden Gründen.

III: Das Musterbeispiel der Grammatik wird ersetzt durch ein anderes Bei- spiel, das

Illa: für mehrere Fälle verwendet werden kann,

Illb: der Lektüre entnommen ist oder sich an dieselbe anschliesst,

llfe: inhaltlich bedeutender oder verständlicher ist,

IIId: einen vollständigen Satz bildet(gegenüber der Phrase der Grammatik).

Ich glaube, dass es besonders meinen hessischen Fachgenossen willkommen ist, wenn sie unter obigen Nummern auch die entsprechenden Stellen aus den andern im Grossherzogtum ein- geführten Grammatiken von Holzweissig'® und Waldeck? lesen.

Abkürzungen: E-S Lat. Gramm. v. Ellendt-Seyffert-Fries(43 Aufl), H= L. Gramm. v. Holzweissig, W= L. Gramm. v. Waldeck, L=: Lupus, D. Sprachgebr. d. Corn. Nep., K= Köhler, D. Sprachgebr. d. C. Nep. i. d. Kasussynt.., KG= Koch-Georges, Vollst. Wrtrbch. z. d. Lebensbeschr. d.©. Nep.,, B= Braun, Btrge. z. Statistik d. Sprachgebr. Sallusts i. Cat. u. Iug., F= Fügner, Liv. XXIXXII f. d. Bedrfu. d. Schle. gramm. unters., HrC= Hey- nacher, Was ergiebt s. a. d. Sprachgebr. Caesars etc.?, Hr Heynacher, Btrge. z. zeitgem. Behandl. d. lat. Synt. i. d. Sch., G. 26. 28.= Die beiden Aufs. Gersteneckers i. d. Blttrn. f. d. bayr. Gymnschlw. Bd. 26 u. 28., M]= Meusel, Lexic. Caesarianum, MtR= Merguet, Lexie. z. d. Reden Ciceros, MtPh= Ders., Lex. z. d. philosoph. Schrift. Ciceros, N== Nepos, 0= Caesar, b. Gall., S= Sallust, Cat. u. Iug., CR= Cicero, Reden, CPh= Cicero, Philos. Schrift., Ct= in Catil. I-IV, P= de imperio On. Pompei, R= pro$. Roscio Amerino, L= Livius XXI-- XXIII. Die neben N, C, S ete. stehenden Ziffern geben die Zahl der Stellen an, an denen uns der betreffende Fall der Grammatik begegnet. Das lateinische Wort neben dem$ der Gramm. bezeichnet den Anfang des dortigen Musterbeispiels.

A. Lehre von der Kongruenz.

Ia. E-S 94 A; 94, 3; 96, 2a; 97, 1b; 2b 1(Waldeck, Pr. Anl., 8. 123:Der Schüler kann gar nicht mortuae sunt übersetzen, wenn er bei den Genusregeln darauf aufmerksam gemacht ist, dass bei allen Worten, die männliche und weibliche Wesen zugleich bezeichnen, natürlich die männlichen als vorherrschend und massgebend bezeichnet werden); 97, 3; 101. H 141, 2; 143; 144 la; b. Bem.; 145a(') Pater;?) Stultitia;°) Situ.); 145b; 146a, b; 147b; 147d.(Das Beispiel mit laetus und aegrotus genügt auch dafür, zumal wenn man den Abschnitt vom Praedi- kativam so behandelt, wie Waldeck, Pr. Anl. S. 120ff. vorschlägt); 150a, d. W 37; 43(Fabius). Ib. E-S 97, 2b 2(vergl. H. Anz, Ciceros Sprachgebr. i. d. Beziehung d. gemeins. Praed. b.

') Die Statistik des Sprachgebrauchs der Schulschriftsteller erweist nämlich nicht nur, dass gegenüber der herkömmlichen Praxis viele Musterbeispiele fortfallen können, sondern auch umgekehrt, dass oft Mustersätze nötig sind, wo sie in den Grammatiken fehlen, z. B. zu EIl.-Seyff.$ 166, A 4, sperare ete. mit Acc. e. Inf. Fut.(vergl. Heynacher, Beitr. S. 41).