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ihren anweſenden Vätern und Lehrmeiſtern bei der Statue des Zeus Horkios, daß ſie ſich keinerlei Frevel bei dem olymp. Wettkampf erlauben wollten;
f) endlich die Aufforderung des Heroldes an die Verſammlung(wenn er jeden Athle⸗ ten einzeln durch das Stadium führte), ob einer den Kämpfer anklagen wolle, daß er als Dieb, als Selave(Niederträchtiger) oder wegen ſchlechter Sitten be⸗ züchtigt ſei.
C. Beziehung der Plat. Republik zu den olympiſchen Spielen. Daß unſere Plat. Stelle auf die olymp. Spiele zu beziehen ſei, hat Schneider an den oben angef. Stellen bemerkt; aber es muß hinzu geſetzt werden: nicht bloß an dieſer Stelle der Republik bezieht ſich Plato in ſeiner Ausdrucksweiſe auf die olymp. Spiele, ſondern auch an andern, wie vorher Bch. IX, Kap. 6= 442 Bekk: c eaHG˙α᷑ 0„*nve ꝛc. und nachher Bch. X, Kap. 12= S. 500,12 bis 501,1 Bekk.; ja, die ganze Löſung der eben bezeichneten zweiten Hauptfrage(wer die abſolute Vorzüglichkeit habe, die vollendete Tugend, oder das vollendete Laſter), wird, wie oben ſchon angedeu⸗ tet worden iſt, wie ein griechiſcher Agon oder Wettkampf veranſtaltet und ausgeführt, und die eben angeführten Stellen ſammt der unſrigen ſind nur als eine conſequent fort⸗ geſetzte Allegorie zu betrachten. Im Uebrigen iſt aber mit Schneider nicht übereinzu⸗ ſtimmen, wenn er das 1010„ ganz abweichend von Ihrer Erläuterung dieſer Redeweiſe ſpeciell auf die drei Kämpfe im Laufen, Ringen und Fauſtkampf bezieht; denn dagegen ſtreitet, was uns Krauſe in ſeiner Agoniſtik II, 2, S. 107. ff. über die Reihenfolge der olympiſchen Kämpfe berichtet. Eben ſo halte ich es durchaus verfehlt, wenn er die Worte 0111 τʃ ðO böloß auf jene Sympoſions⸗Sitte der Griechen bezieht, nach welcher der erſte Becher dem olymp. Zeus gebracht wurde; denn wie reimt ſich dann mit dieſem erſten Becher das 10010„? Ferner, war nicht bei dieſer Spende, wie Sie auch nach⸗ weiſen, die Wahl der Gottheiten und ihre Reihenfolge nach Zeit und Ort verſchieden? Weiter, würde man bei dieſer Erklärung mit Ihnen noch mit Recht fragen:„wozu die einzele Aufführung des π und des 6714αmη Zeus?“ Wozu endlich das denn in einem andern Sinne zu nehmende 041τν—½ς, an deſſen guter Gräcität ich übrigens mit Ihnen nicht mehr zweifeln kann, nachdem ich geleſen, was uns Thomas Magiſter (S. 261. ed. Ritschel über das Adjectivum dieſes Adverbiums berichtet.
III.
Nachdem wir nun die nöthigen Beziehungen zu unſerer Stelle alſo angedeutet haben; ſo wollen wir ſehen, welchen Sinn ſie hiernach geben wird, indem wir die einzelnen Ausdrücke der Stelle zugleich noch ein Mal genauer ins Auge faſſen.
1) Was erſtlich die Worte: 10 10010„ 1 σποιanlangt, ſo hat Heindorf(zu


