— VI—
weſen zu ſein, ſo daß der Name dieſes Gottes in der Bedeutung des letzten guten von drei Dingen zum Sprüchwort geworden.
Bei dieſer Gelegenheit nun nehmen Sie Bezug auf die betr. Plat. Stellen, welche bereits Heindorf zu Charmides S. 93= 167 A u. B beſprochen hat, beſonders aber auf Rep. IX S. 583. A: Tœdrα ν⁴ιιντ τννυνν 0ν ν&qpesi G&!l* z ς v„νν— 2609 G6 di*asos 10„ d⁶ιυοπν ½⁶ dε ⁴ι⁴ιοων§νυνμρατιι τρνςhbwmꝭ⁰ο τε α Ourari hl, dοι⁹ 0ι 0ο⁶ Tνάκιν ϑυσ EOr1* 5 100"v„ dAA2α„Goν eie Tjg 100 †00 ʃεαοσ. In einer Anmerkung hiezu machen Sie ſodann aufmerkſam, wie dieſe Platoniſche Stelle, abweichend von allen übrigen, mit auffallenden Zuſätzen vorkomme, und Sie können daher einen Verdacht gegen die Richtigkeit dieſer Stelle nicht zurückhalten.„Wo⸗ zu, fragen Sie, die Erwähnung 61 ℳ Q112 S, oder was iſt das für eine nolympiſche Weiſe(0lympicorum ritu, wie Fiein überſetzt), wo⸗ „durch hier etwas dem Norye undolympiſchen Zeus beigerechnet wird? „Die Antwort wird man ſchuldig bleiben, und man würde eher dem „Sinne nach G οιαμεᷣ erwartet haben. Ferner, wozu die einzele „Anführung des 1 1 und des 676,ℳ1Q0 ½ Zsbs.“ Sie zeigen dann an den bekannten andern Stellen des Plato(Phileb. 66, D; Epist. VII, 340 A), daß dieſer ohne ſolchen Beiſatz(64νm66, 37. Z49) ſpreche, wenn er dieſe Redeweiſe anwende, und ſchließen ſodann:„Bei dieſen Umſtänden dürfte die Vermuthung ge⸗ „rechtfertigt erſcheinen, daß die Worte 10 G1μ☚ꝙ⁵½¶☚α⁶ als Gloſſe hin⸗ Nugeſchrieben und ſo, mittels eines hinzugefügten ꝛe, in den Text ge⸗ „kommen. Ja, ich bin geneigt, ſelbſt 64 ℳ Q: für eine Interpolation „zu halten, obwoles ſchwer iſt, den Grund derſelben nachzuweiſen, wenn „man ihn nicht auch von der Erwaähnung des(allerdings olympiſchen) „Noryoableiten will. Scheint doch ſelbſt das Wort G4ℳ eds, welches „noch nicht ein Mal in den Lexicis angemerkt iſt, kaum der guten Grä⸗ „cität anzugehören.“
Wie ich in dieſer Anmerkung ganz meinen Lehrer erkannte, welcher bei jeder Gelegen⸗ heit lehrreiche Winke zu weiterer Forſchung ertheilte, das Für und Gegen bei jedem Falle unparteiiſch abwog und, von der Menge der jeden Einfall ſchon als evidente Wahr⸗ heit ausgebenden Sprachgelehrten weit entfernt, ſelbſt bei der begründetſten Anſicht noch eine weiſe cohibitio iudicii anrieth; ſo fühlte ich mich auch zwanzig Jahre jünger und in jene Zeit verſetzt, da Sie uns eben ſo aufmunterten als erfreuten, wenn Sie, nach langem Hin⸗ und Herreden unter uns, ſelbſt ſich in eine Disputation einließen. Wie ich in meiner Aehrenleſe zur Erklärung und Kritik der Plat. Republik öfters die Vulgata gegen Neuerungen zu vertheidigen ſuchte, ſo wandelte mich auch bei Leſung


