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giebt, was, um mit Göthe zu reden, ſich nicht erzwingen läßt mit Hebeln und mit Schrauben: ſo werden wir ſo weit von dieſem idealen Ziele nicht mehr entfernt ſein; man wird die Erreichung desſelben wenigſtens keine Unmöglichkeit mehr nennen können. Als das Unterrichtsweſen bei den Griechen ſich nach jeder Richtung verfahren hatte; da rief ihnen ein Mann zu, der noch jetzt für den Fürſt der Weiſen gilt:„Be⸗ trachtet den Kopf der zu bildenden Jugend nicht ſo, als wenn ihr ihm durch Euer scibile (todte) Augen einſetzen müßtet; ſondern ſetzt lebendige, natürliche Augen voraus, die ihr durch die verſchiedenen Lehrgegenſtände nur aufzuklären, aus der Nacht zum Tag zu bringen und nach dem gehörigen Punkte zu richten habt.“ Fiat applicatio.
Dem Amts⸗ und Geſinnungsbruder an der Nordſeke drückt deutſch die deutſche Hand von Worms am Rhein 2. Juli 1846
W. Wiegand.
3) Urtheil des Freiherrn v. Weſſenberg über das Wormſer Schulweſen aus einem Schreiben d. d. 26. Nov. 1845.„Ungemein erfreut haben Sie mich durch die ſo „freundliche Mittheilung Ihrer Schulprogramme. Der Geiſt, der darin weht, ſpricht „mich ſehr an. Immer war es einer meiner Lieblingswünſche, die bürgerliche und „gelehrte Bildung harmoniſch Hand in Hand gehen und fortſchreiten zu ſehen. „Die Anſtalten, die Ihrer Leitung ſich erfreuen, erſcheinen mir als ein glücklicher(leider! „noch ſeltener) Verſuch, dem Ideal hievon nachzuſtreben ꝛc.“
12. Die Schlußworte der vorj. Jahresprüfung vom Director
berückſichtigen viele hiſtoriſche Momente unſerer Lehranſtalt und ihrer Umgebung und ver⸗ dienen in dieſem Betracht ſchlüßlich einen Platz in der Chronik der Schule. Hochanſehnliche Anweſende!
Sie haben alſo auch heute unſerer Einladung willfahrt und das Jugendfeſt, mit welchem wir dieſes Schuljahr beſchloſſen, durch Ihre Gegenwart verherrlicht. Da wir immer noch die Anſicht derjenigen namhaften Erzieher theilen, daß die meiſten Anſpornun⸗ gen des Ehrgeizes im Dienſte der Studien, daß inſonderheit die mit Pomp veranſtaltete öffentliche Prämien⸗Austheilung, mehr ſchadet als nützt; ſo haben wir uns für die Wie⸗ dereinführung derſelben, nachdem ſie von meinem Vorvorgänger auf den Grund nachthei⸗ liger Erfahrung ein Mal abgeſtellt war, bis dahin noch nicht entſchließen können. Die
Natur nicht abſchließen, ohne eine Bahn offen zu halten in das Reich der Geiſter, nicht ohne tief⸗ ſinnige Philoſophie und Theologie. Wiederum iſt keine Philoſophie und Theologie am Ziele, welche die Natur ganz zur Seite läßt ꝛc.“
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