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défauts de Victor Hugo en sont, selon nous, une démonstration éclatante. Sans chercher un but extérieur à elle, sans prétendre à Putilité proprement dite, la grande poésie ne saurait pourtant éêtre indifférente au fond des idées et des sentiments, elle ne saurait être une forme pure: elle doit être l'indivisible union du font et de la forme dans une beauté qui est en même temps vérité. Quand elle y atteint, elle a atteint par cela même sa mission morale est sociale: elle est devenue une des plus hautes manifestations de la sociabilité dans le monde spirituel et une des principales forces qui assurent le progrès humain.“
Auf Hugo folgen Beſprechungen ſeiner Nachfolger, aber immer unter dem Geſichtspunkte des philoſophiſchen Gehaltes ihrer Werke. In dieſer Weiſe werden Sully⸗Prudhomme, Leconte de Lisle, Francois Coppée, ſelbſt die Erſcheinungen der Decadenten behandelt und immer ſind Guyaus Ausführungen, ſelbſt wenn man gezwungen iſt, ihnen nicht zuzuſtimmen, feſſelnd durch die feine Art, mit der er es verſteht, dieſe Dichter für ſeine äſthetiſchen Anſichten zu ver⸗ wenden.
Werfen wir daher einen Blick auf das Bild, das ſich von dem Schriftſteller aus dieſem Verſuch, eine Äſthetik auf ſoziologiſcher Grundlage zu errichten, vor unſeren Augen zeigt, ſo wird ſich uns eine Beobachtung vor allem aufdrängen. Der Grundzug ſeines Weſens iſt weniger eine tiefe philoſophiſche Bildung und Klarheit in äſthetiſchen Grundfragen, als vielmehr ein reiches dichteriſches Gemüt, ein künſtleriſcher Blick für das Reale und ſeine Schönheit, für Welt und Menſchen und ihre Beziehungen zu einander, für alles das, was ſich dem liebevollen Verſenken der Künſtlernatur in die unſcheinbaren Objekte der Außenwelt enthüllt. Sein Buch iſt keine ſyſtematiſche Äſthetik, ſondern das Werk eines geiſtreichen Mannes, das in oft glänzenden Apercu's äſthetiſche Gedanken zum Ausdruck bringt. Dabei zeigt ſich die große Beleſenheit des Ver⸗ faſſers, vor allem aber jener feine künſtleriſche Sinn, der ſeine philoſophiſche Schriftſtellerei bei weitem überragt. Man wird kaum einſtimmen können in die Lobeserhebungen, die Boirac in der Revue philosophique 1890 dem Verfaſſer der l'art au point de vue socio- logique zollt, ſondern weit eher der Beſprechung von Lipps folgen dürfen (Philoſ. Monatshefte 27, 1891, S. 552 ff.), der das Buch beurteilt


