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des genannten Meiſters überſetze: Tretet ein, Ihr würdige und hochgeehrte Gäſte, und betretet willkommen dieſen klaſſiſchen Boden, auch hier brennt immer noch die heilige Flamme eines deutſchen Gymnaſiums!
Damit Sie aber, hochgeehrte Herren, erkennen, mit welchem warmem Gefühle und mit welchem Danke zu Gott ich dieſen Gruß ausſpreche, muß ich denen von Ihnen, welche das Glück haben, von alten Zeiten her conſolidierten und wohl dotierten Gymnaſien ihre Kräfte zu widmen, daher von den Geburtsleiden einer wieder allmählig werdenden Lehranſtalt keine Vorſtellung haben, den weiteren Bericht hinzuzufügen, daß auf die erwähnte Ermunterung von Außen wie auch von Innen ſehr be⸗ wegte Zeiten mit allerlei Meinungskämpfen, beſonders mit ſolchen über den höheren Schulunter⸗ richt folgten, welche das Gebiet von Worms um ſo weniger unberührt laſſen konnten, als dasſelbe bei ſeinem Wiederaufſtreben, ſozuſagen, noch unſchlüſſig war, welche Richtung es bei ſeiner weiteren Entwicklung einſchlagen werde. In jenen Zeiten war es bekanntlich ſchon ſchwer, wohl bemannte und wohl bemaſtete Schiffe durch die hoch gehenden Wogen der religiöſen und politiſchen Zeitkämpfe zu bringen, geſchweige ein nothdürftig ausgerüſtetes und mit ungünſtigen Verhältniſſen umgebenes Der ungünſtigſte Umſtand für das 1829 ſ. g.„reorganiſierte“ Wormſer Gymnaſium war, daß der zu gleicher Zeit wieder aufſtrebenden Stadt Worms es nicht glückte, wieder der Sitz einer geiſt⸗ lichen oder weltlichen Oberbehörde zu werden, wie zu der Zeit ihrer Freireichsherrlichkeit, in welcher es ſeit 1527 bis zum Ende derſelben ſogar zwei Gelehrten⸗Schulen beſaß. Seit der letzten poli⸗ tiſchen Hauptveränderung ganz an der Grenze des Großherzogthums gelegen und an die Exiſtenz einer gewöhnlichen Kantons⸗ ſpäter Kreisſtadt angewieſen, blieb ihr nichts übrig, als nur durch den⸗ ſelben Induſtrie⸗ und Gewerbfleiß ſeiner thätigen Bewohner ſich wieder zu einiger Bedeutung zu er⸗ heben, durch welchen auch früher die Stadt ſich aus ihren Ruinen erhoben hatte.
In Berückſichtigung ſowohl dieſer beſonderen Lage der Stadt als auch zur Vervollkommnung des Gymnaſiums beantragte ich Ende der dreißiger Jahre neben einer Verbeſſerung und Reorgani⸗ ſation der hieſigen Stadtſchulen eine Erweiterung des Gymnaſiums aus vier Hauptklaſſen zu ſechs nebſt parallelen Realklaſſen in der Mitte desſelben, welcher Antrag auch nach einem wiederholten Zuſchuſſe der Stadt zu den alten Stiftungen im Jahre 1842 vollſtändig ausgeführt ward. Dieſe und andre Bemühungen, ſowie die mit immer noch verhältnißmäßig gering dotierten Lehrſtellen erreichten glücklichen Erfolge, namentlich in Bezug auf die ſteigende Frequenz, wurden von den damaligen Be⸗ hörden des Staates ſowie der Stadt anerkannt, konnten aber die Mehrzahl der Bewohner des mit überraſchendem Glücke in kurzer Zeit eine Handels⸗ und Fabrikſtadt gewordenen Worms, dem ein deutſches Gymnaſium nach den beſtehenden geſetzlichen Vorſchriften kein Bedürfniß war, auf die Dauer, zumal bei den damaligen Strömungen der Zeit, nicht befriedigen. Hieraus iſt es eben ſo erklärlich als verzeihlich, daß ſelbſt beſondere Bemühungen un die Erhaltung des Gym⸗ naſiums, welche bei jenen Zeitſtrömungen keineswegs überflüſſig waren, trotz allem dem mitunter als Abneigung gegen allgemeine Bürgerbildung von den Seiten angeſehen oder verdächtigt werden konnten, welche von einem philoſophiſchen Standpunkte über den pädagogiſchen Parteikämpfen keine Vorſtellung hatten.— Kurz, um Ihre Geduld, verehrteſte Herrn, bei dem Reden über das Kind, das mir viele Sorgen verurſachte, nicht länger in Anſpruch zu nehmen: das Ende des von mir begonnenen Schulproceſſes an dem unterdeſſen eine ſehr bedeutende Fabrikſtadt gewordenen Schauplatz des ſchönſten Theiles vom Nibelungenliede konnte natürlich kein anderer ſein, als daß aus den realiſtiſchen Parallelklaſſen des hieſigen Gymnaſiums eine vollſtändige Real⸗


