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kommen Bettelprieſter und Propheten*) vor die Thüren der Reichen und ſuchen ſie weiß zu machen, ſie hätten eine von den Göttern verliehene Gewalt, eine Ungerechtigkeit, wenn jemand eine von ſich ſelbſt oder auch eine von ſeinen Voreltern auf ſich habe, durch Opfer und Segensſpruͤche wieder gut zu machen, und zwar unter Vergnügungen und feſtlichen Ergötzlichkeiten;**) und wenn man einem Feinde etwas anthun wolle, ſo könnten ſie für geringe Koſten dem Gerechten ſo gut als dem Un⸗ gerechten Schaden zufügen, indem ſie ihrer Ausſage nach durch gewiſſe Beſchwörungen und Bannſpruͤche***) die Götter dazu brächten, ihnen zu Willen zu ſein. Und für alle die bisher erwähnten Lehren führen die Leute als Gewährsmänner die Dichter an, indem einige aus ihnen bald die eichtigiein der Erwerbangt hes. Laße es beweiſen wollen, wie z. B. uus z den Worten: an. Sacisz Aiit net eſinet 11972 1190 Ja das Böſe vermag man auh ſchastenweih zu gewinnen ui ni nechſne Ohne Bemühen; denn kurz iſt der Weg und nahe dir wohnt es.„ man Aber um Schweiß nur verleih'n die Götter die Krone der Tugend, o
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6 9 dis oenen Pehepeener(cyiora— beentn uen n rßring der keen Perſien nach Griegenkand ein ewanderten Dämonologie, 19 h. dem Glauben an göttliche Weſen der uUnterwelt, durch deren Hilfe man die beren oͤder Himmels⸗Götter bekämpfen und zwingen könne, ſeine Wünſche zu befriedigen. Die Vermittler jener Hilfe waren nun die dyuεα, eine Art magi⸗ ſcher Gaukler, die ſich aber bei dem Volke den Ruf heiliger Leute zu verſchaffen wußten) indem ſie, gewöhnlich das Bildniß eines Gottes quf der Bruſt, bei demſelben, herumzogen und ihm gegen fette Spenden. ihre heiligen Künſte verkauften. Wenn aber dieſe Magie nicht in dem reinen Hellenismus lag, und wenn ſelbſt Siaatsgeſebe dagegen beſtanden: ſo nahm die Liebe dazu doch beim Verfalle der Faterländiſchen Eukte nicht nur bei dem Volke ſondern auch bei dem beſſeren Theile der Nation ſo zu, daß ſelbſt Phlloſephen, detahim gehbrige Dünonoſhieſe ausbildeten. Trgl. Wachsmuth's Hellen. Alterth. 11 2, S. 409. 14„eng minnt, nif. unn nn ungömn
Die heiligen Propheten(d*⁸) waren uiſprünglig eins 6 durzh irs Abſtammung und durch
re Begeiſterung hoch hhangeſ ſehene Menſchen⸗ Klaſſe, die als die Vertrauten eines Gottes, beſonders des Lichtgottes Apollo iten und als ſölche mit Wiſſen und Willen der Götter die Zurunft enthüllten. Sie Waren an vielen Orten, wie in Athen vom Staate angeſtellt. Mit dem Verfalle der griechiſchen Religion entſtand aber eine Menge jenen dνrat ähnlicher Zeichen⸗ und Traumdeuter, die ihre betrügeriſche Kunſt mit den Namen jener alten Gottvertrauten bemäntelten. Dieſe letzteren ſind hier gemeint. Vrgl. Wachsmuth a. a. O. S. 273.
) Die Feierlichkeit eines Opfers war bekanntlich immer mit einem erfreulichen Schmauſe perbunden. 1*.) Originalien ſolcher Bannſprüche finden ſich* vor. S. Böckh's Corp. inser., Nr. 538. ) Werke u. Tage, V. 285 90. nn ann m 1 4 ub e iiee
19 Jl. IX, 497..(6mpu†)


