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Gerade dieienige Einrede gegen die Gerechtigkeit, verſetzte er, iſt noch nicht vorgebracht, welche hier beſonders noch hätte hervorgehoben werden ſollen.— Nun, ſagte ich, es ſtehe der Bruder dem Manne bei, pflegt man zu ſagen; und ſo hilf auch du dieſem da aus, wenn er in irgend einem Stücke zurückgeblieben iſt, obgleich das, was von dieſem vorgebracht wurde, hinlänglich genug iſt, um einen Mann, wie ich bin, niederzuſchmettern und außer Stand zu ſetzen, das Wortz für die Gerechtigkeit zu nehmen.— Du machſt uns darüber keine Beſorgniß, drum höre dazu auch noch fol⸗ gende Einwürfe. Wir müſſen nämlich auch die Anſichten der Partei berichten, welche der, in deren Namen die ſer da geſprochen hat, gegenüberſteht, jener nämlich, welche Gerechtigkeit loben und Ungerechtigkeit tadeln; dadurch wird ſich dann noch deutlicher herausſtellen, was mir Glauco zu beabſichtigen ſcheint. Väter ſowohl wie überhaupt alle, die für irgend welche Sorge tragen, führen nämlich bekanntlich bei ihren Söhnen und Pflegbefohlenen die Lehren und Ermahnungen im Munde, wie nöthig es ſei, gerecht(363) zu ſein; dabei loben ſie jedoch nicht die Gerechtigkeit an und für ſich, ſondern die daraus in Folge der öffentlichen guten Meinung zu erlangenden Folgen, und ihre Abſicht iſt, daß einem durch den glänzenden Ruf des Gerechtſeins Ehrenſtellen, reiche Heirathen und überhaupt alle die Folgen zu Theil würden, welche nach der eben vernommenen Aufzählung des Glauco aus der guten öffentlichen Meinung für den Ungerechten entſtehen ſollen. Ja noch mehr Redens machen die Leute dieſ er Partei von den Folgen des äußeren Scheines unſerer Handlungen; bringen ſie nämlich die Rede auf die Folgen der wohlgefälligen Meinung von Seiten der Götter, ſo haben ſie gar zu viele Güter aufzuzählen, welche die Götter nach ihrer Verſicherung den Frommen verleihen, wie z. B. der edle Heſiod ſowohl thut als auch Homer. Nach dem erſteren bewirken die Götter, daß die Eichen
den Gerechten „Voll ſind oben von Eicheln und mitten im Stamme von Bienen, „Und mit reichlichem Vließ' die Schaafe beſchweret einhergeh'n,“*) und noch viele andere Güter der Art; ähnliche verheißt auch der andere; denn er drückt ſich alſo aus: „Einem Könige gleich,**) der gut und die Götter verehrend „Auch die Gerechtigkeit ſchätzt, da träget die dunkle Erde „Weizen und Gerſte in Menge, und voll ſind die Bäume des Obſtes. „Häufig gebiert auch das Vieh und das Meer gibt reichliche Fiſche.“
Muſ auS**) ferner und ſein Sohn laſſen den Gerechten von den Göttern
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„ Werke und Tage, V. 285 fi.—„ **) Odyſſee, XIX, 109 ff., wo die Anrede an die Penelope vorausgeht:„Der Ruhm von dir ſteigt zum weiten Himmel.“ ***) Ueber Muſäus und ſeinen Sohn(Eumolpus) ſ. Lübker's Real⸗Lexicon. Sie ſollen die thra⸗


