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unſeren Tagen ſelbſt gelehrte Schulmänner Deutſchlands auf gänzliche Abſchaffung der öffentlichen Prüfungen angetragen.„Das Publikum“, ſagen dieſe Schulmänner,„nehme nicht mehr, wie „früher, den warmen Antheil an denſelben, theils weil es in unſerem induſtriell beſchäftigteren „Jahrhundert keine Zeit mehr habe wie früher, theils weil ihm das Verſtändniß zu dem gelehrter „gewordenen Unterricht abgehe, theils weil es mitunter die ganze öffentliche Prüfung für ein abge⸗ „kartetes und daher unnützes Spiel halze; maßj ſolle ſich Fonſequent auch darin an die Alten halten: „vitae non scholae discendum est.“— Wir unſererſeits können mit jenen Schulmännern nicht übereinſtimmen, ſchon aus dem allgemeinen Gzundſabe.„Alte, ehrwürdige Einrichtungen der Vor⸗ „eltern verlieren nur dann ihre urſprüngliche Bedeutung, wenn man den natürlichen Sinn und den „Geiſtidaraus vetſchwinden läßt 1 ulte Gintlchtungen abzuſchaffen iſt keichter“ als einen Erſatz an „ihre St Ae zu ſetzen.“ Fodann haben irga Hott ſei Dant⸗ in unſerer Umgebung,„ ſo ſehr auch in derſe ſben ſeit dxei ung di geißig, Jahren Jabrit⸗. unr. anderxe Gewer hätigteit ſich vermehrt hat, bis ietzt im Allgemeigen. 178,n über Abnah hme oder d 3 angel, per dh eil nahme an unſeren ofentlichen Prüfungen nicht zu⸗ ſelaaen n, chwohl ir bis jeht, eines, anſprechenden Prüfün ungs⸗ Lorals und anderer Anziehungsmittel ent behren. 0 Wn unſ⸗ Terſens ndes ei F ſiſ boſtet, 35 dieſe noch alte gute Sitte 86 Umgehun g mögli Sſt. Sghalten. 6 mlich 4 uchien wir, wie im ganzen Unter, richte de Schuligh nbeas bei der öf lent lichen Petfung z M aß zu halt lten. Wir rüfien von jeher nicht ganz, hejonders in den oen 1 193 dem gr ößten Theile unſ ſeres Publicums ferng liegenz wir prüften, guch nicht in allen Letseeeningen, ſondern, aliährlich abwechſelnd, nur in ein igen. 61 ſind nicht 1 hesdene dieſe. Maßregel⸗ mit dem lateiniſchen, Sprüͤchworte 64 ungu leonem er ci fertigen, zu. woll lenz ah ber wif ſeiipi uns wohl ſ ſbraug 47 daß wir hiermit dem Pubtieum
wenigſtens eit ein treues Minigtur Vi 9* dr 9 Irdnung, von h der Met ode und den Geiſt bosfühten nach welchem und in hen unſerer Sc iitee hiitan des 7 zen Sia annn ies geſtreht wird.. Zwei tens, führte uns ſteis u und ſo auch bei off je tlic n rinung. die Konigin rler Tugenden
tadtsheee nt Finn en Sit, Ne Whade drge, Zu atte tzung venten g s ſenberg, erwähnt, zu ee ligen. gſchluß unfe de rn Mitlehrer der jedes Mal⸗ affe Blch prüͤfende ehrer ſia aus em Kreiſe des wͤhrend. des Shes Gelehrien, nament⸗ er s den leſenen Schriftſellern d das ben ende Stc pon den ditseta oder p von einem anderen
hhfedindse. Auweſenden betimmen läst, im iegen S ein von Dreſſur, zu. permeiden.— Deit ten 8 ver oren wir wie bei dem gunzen t lnterrichte ſ ſo auch bet der öffentlichen Prüfung, den
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altgemein N anitaigaſn Zweck niemals aus den Au den. So. hahen inmal. die dabei von den
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Fin wäre 1 und Derlamationen nich die Fäi 6 einer Ku ihrei Seni⸗
Mhat nur ein vneuss aean obder Scuuß oder se zu ſähe nur ein Kinſprcheide Rahmen der iedesmaligen Prüfung zu ſein. Nehyſtd⸗ em richten wir, wie bei jener Gelegenheit, ſo auch bei der öffentlichen Prüfung an unſere Schüler nicht bloß die Fragen: Habt ihr jeden Tag mit Fleiß und Treue Eure Aufgaben„ h Seid Ihr im Erwerhen von Kenntniſſen, nicht ſtehen geblieben und edaduich ziſüeegehangen ⸗ i ohpern Swn Allem dch jeiche Fragen: 43o 34r Durch Euer
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