Aufsatz 
Weiteres Bruchstück aus dem Wegweiser zur Wissenschaft und zum Studium der Hochschule : ueber die Mathematik / Wilhelm Wiegand
Entstehung
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1) Die Dynamik, die Lehre von der Anwendung ver WMatzeinder auf dier es Rienftrahe und deren Wirken überhaupt; ſie begreift a) die Statik, Lehre vom Gleichgewichte der Kräfte, n b) Mechanik, Lehre von der Bewegung feſter Körper; 2) mathematiſche Geographie, Lehre von der Anwendung der Mtzematik auf Größe und Bewegung der Erde; 3) Chronologie, Lehre von der Beziehung der Mathematt 5 die kJe tbenimmang nach der Bewegung der Erde und der Geſtirne. Snm

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IV Geſchchte der Methemnt.

Die Geſchichte der Gelehrſamkeit iſt großen Theils Geſchichte des aanerſchuchen Wahns, der Mathematik ihre nur im geringeren Grade, bemerkt Käſtner. Namen, Entſtehung und den möglichſten Fortgang haben auch dieſer Wiſſenſchaft die Griechen gegeben. Nachdem die griechiſche Welt und ihre Cultur von Barbaren⸗Händen zertrümmert worden war, ſo lag auch dieſe Wiſſenſchaft lange unter den Trümmern. Die Söhne Arabiens zogen ſie zuerſt hervor und lehrten ſie nach dem Vorgange der Griechen das chriſtliche Europa. Seit der Wiederherſtellung der Wiſſen⸗ ſchaften wurde auch in der Mathematik bis zum Ende des 16. Jahrhunderts meiſt(eine große Ausnahme machen Tycho, geb. 1546, und Copernieus, geb. 1472) nur bekannt gemacht, erläu⸗ tert und angewendet, was die Griechen geleiſtet hatten. Mit dem Anfange des ſiebenzehnten Jahrh. machen die mathematiſchen Wiſſenſchaften(neben der eigentlichen Mathematik auch die Optik, Mechanik und Aſtronomie) Rieſenfortſchritte in ſo ſicherem Gange, daß die Phi⸗ loſophie daran ſich ein Muſter nehmen zu müſſen glaubt, und erſchließen nebſt der gleichen Schritt gehenden Naturwiſſenſchaft uns den Makrokosmos, das Weltall, wie die Pbitoſodgis der Griechen vorzugsweiſe den Mikrokosmos erſchloſſen hatte.

Wir haben demnach nur zwei Perioden in der Geſchichte der Mathematik:

I. Geſchichte der griechiſchen und der reſtauxixten griechiſchen Matbematit bis zum Ende des 16. Jahrhundertsz

II. Geſchichte der Mathematik der Neuzeit.

Auch in der verſtändigſten aller Wiſſenſchaften fehlt es nicht an Zeiten des Wahns und der Tändelei, in denen ihr Name auch mißbraucht wurde, wie der der Philoſophie und andrer Wiſſen⸗ ſchaften; indeſſen da es auch bei den Griechen ſelbſt an mathematiſchen Verirrungen nicht fehlt, und da von dem myſtiſchen Mittelalter die Mathematik mehr vernachläſſigt, als verunſtaltet wurde: ſo iſt man allerdings in bei weitem geringeren Grade von einer Scholaſtik der Mathe⸗ matik zu reden berechtigt, als in der Theologie und Philoſophie. Sicheres und Unſicheres, d. h. die von den Griechen direct oder indirect ererbten unverwüſtlichen mathematiſchen Wahrheiten einerſeits und die davon gemachten unſi innigen oder ſträflich abergläubiſchen Anwendungen andererſeits, (wie z. B. 1 0406 16r&, 1i ανιινναννς oder eine Arhmoogla de abditis numerorum mysteriis) blieben drnſgſäens im Mitelalte geſchienae 96