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dische Winke(vergl. Verhandl. pag. 100, Nr. 4 bis 11). Insbesondere scheint uns der in Nr. 5 enthaltene Vorschlag, sich in jeder Klasse ausgewählte, sehr fleissige oder begabte und anstellige Schüler zu Gehülfen heranzuziehen und einem jeden derselben während der Unterrichtsstunde die Unterweisung einer von verschiedenen Umständen abhängigen Schülerzahl anzuvertrauen, sehr zweck- mässig.„Diese Gehülfen müssen schon vor Beginn der Stunde, wenigstens ist dies bei Betrach- tung kleinerer Objecte absolut nöthig, mit dem in der Stunde zu behandelnden Stoffe und den zu seiner Bewältigung event. erforderlichen Manipulationen bereits vertraut sein.“ Wenn auch Vor- schläge solcher Art wegen der eigenartigen Individualität der jeweiligen Lehrer keine bindende Norm haben dürfen, so glauben wir doch, dass jeder Lehrer, wenn er diesen Vorschlag auch nicht vollständig nach dem Sinne des Referenten zur Ausführung bringt, einigen Nutzen daraus zu ziehen vermag, wenn man bedenkt, dass erfahrungsgemäss ein Schüler dem Gehülfen weit eher zugesteht, dass er das zu Beobachtende noch nicht hat finden können, als seinem Lehrer, dem er allzu bereitwillig alles zugesteht.
Es muss darauf gesehen werden, dass die gemachten Beobachtungen zum klaren Ausdruck gelangen und eine gute Reihenfolge in der Angabe der gefundenen Merkmale eingehalten wird. So soll der Unterricht auch zur Bildung des sprachlichen Ausdrucks und zur Gewöhnung an eine sit venia verbo„natürliche Logik“ benützt werden. Es ist selbstverständlich, dass die Mitthei- lungen der Schüler anfangs in kurzen Sätzen erfolgen, während erst später Uebungen in grösseren sprachlichen Zusammenstellungen verlangt werden können. Da hierbei ein dem Fassungskreis ent- sprechender und in Anbetracht des gesammelten Erfahrungsschatzes sehr beträchtlicher Stoff vor- handen ist, so bieten sich geeignete Themata in Fülle für deutsche Aufsätze, die von dem Lehrer für Naturgeschichte corrigirt und deren Ergebnisse von dem Lehrer für das Deutsche berücksichtigt werden können. Es entspricht dies einer in der neuesten Zeit am Gymnasium in Karlsruhe gemach- ten Einrichtung, wonach die deutschen Ausarbeitungen nicht immer von dem Lehrer des Deutschen angegeben und corrigirt werden, sondern zeitweilig auch von andern in der Klasse beschäftigten Lehrern(vergl. Programm dieses Gymnasiums 1877, pag. 9). Einen ausgiebigen Gebrauch soll der Lehrer vom Vorzeichnen an der Schultafel machen, wie er auch schon in der untersten Klasse zur Belebung des Formensinnes und hauptsächlich zur Controle einer richtig oder unrichtig auf- gefassten Wahrnehmung auf das Zeichnen der beobachteten Formen seitens der Schüler ein beson- deres Gewicht legen soll. Erst die richtige Wiedergabe in der Zeichnung, mag sie sonst, wie im Anfang natürlich, noch so unbeholfen sein, gibt die Gewähr einer richtigen Auffassung. Das Anschauungsmaterial bestehe beim Unterricht, wo immer möglich, in Naturobjecten; nur ausnahms- weise und im Nothfalle können gute Abbildungen als Ersatz dienen. Wo die Anschauungsfähig- keit noch auf einer niederen Stufe der Ausbildung steht, können selbst gute Abbildungen oft zu ganz irrigen Vorstellungen führen. Unbedenklich sind sie dann zu gebrauchen, wenn die Schüler so weit vorgeschritten sind, dass sie einzelne Theile oder das Ganze des in der Abbildung dar- gestellten Naturgegenstandes in der charakteristischen Form durch Zeichnung wiederzugeben ver- mögen; hierin liegt das Kriterium der richtigen Auffassung. Dieser Werth, den die Wiedergabe von aufgefassten Formenverhältnissen durch Zeichnung besitzt, wird in unserm neuen Lehrplane dadurch vollkommen gewürdigt, dass er das Zeichnen von der untersten Klasse an bis zur Ober- tertia inclus. obligatorisch macht; derselbe ist in jeder Hinsicht auch von der schon oben genann- ten Directoren-Conferenz der Provinz Preussen gewürdigt worden durch die Annahme der These 8: „Der Zeichenunterricht ist aus seiner Isolirung möglichst zu befreien und mit andern Unterrichts- gegenständen, namentlich mit der Naturkunde und der Geometrie in Beziehung zu setzen“ und
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