Aufsatz 
Muster zur analytischen Methode der Schulalgebra / von Theodor Walter
Entstehung
Einzelbild herunterladen

17

Winterſemeſter enthält aus naheliegenden Gründen hauptſächlich ſolche Spiele, bei denen möglichſt alle gleichzeitig in Bewegung ſind.

Was nun unſere Erfahrungen bei dieſer Art des Spielbetriebs anbelangt, ſo ſind dieſelben als durchgängig günſtige zu bezeichnen. Schon der ſtramme Marſch, der Anblick der von der Sonne beleuch⸗ teten, freien Natur wirken viel befreiender und erheiternder auf Geiſt und Gemüt des Schülers als der eingeſchloſſene Schulhof, auf den durch die geöffneten Fenſter leere Schulbänke und Tafeln melancholiſch blicken. Im lebendigen Spiel, das jeden hinreißt, werden die Sorgen vergeſſen, die die verfloſſenen Stun⸗ den dem Schüler gebracht, und kräftiger, mutvoller ſich fühlend, ſchaut er der noch ſeiner harrenden Arbeit entgegen. Was der Lernende fühlt, in gleicher Weiſe empfindet es auch der Lehrende; beide gehen wieder mit friſcher Kraft ans Werk. Das Spiel hat eben eine ſeiner Hauptaufgaben, die Entlaſtung vom pſy⸗ chiſchen Druck, dadurch erfüllt, daß es eine Abwechſelung brachte in die lange Reihe rein geiſtiger Be⸗ ſchäftigungen. Dieſen für unſern Unterricht ſo wichtigen Erfolg würde das Spiel nicht haben, wenn es an einem Mittwoch⸗ oder Samſtagnachmittag ſtattfände. Es ſprechen aber auch noch andere Gründe gegen dieſe Zeit. Mancher Schüler beſchäftigt ſich mit dem Sammeln von Naturalien; Schwimmen und Schlitt⸗ ſchuhlaufen ſollen gepflegt werden, und viele Eltern haben das Bedürfnis, öfters auf Spaziergängen mit ihren Kindern zu verkehren.

Für alle dieſe Zwecke ſtehen in den meiſten Fällen nur die vollſtändig freien Nachmittage des Mittwochs und Samstags zur Verfügung. Wenn wir die Überzeugung gewonnen haben, daß die Schule die Verpflichtung beſitzt, die geiſtige und körperliche Entwicklung der ihr anvertrauten Zöglinge in der im Eingang geſchilderten Weiſe zu fördern, ſo dürfte doch auch der Schluß unabweisbar ſein, daß ſie alle darauf gerichteten Veranſtaltungen in die ihr für die Erziehung der Jugend bewilligte Zeit zu ver⸗ legen hat. Wir können übrigens den nicht zu unterſchätzenden Erfolg verzeichnen, daß die Schüler ſehr häufig um die Erlaubnis zum Gebrauche der Spielgeräte nachſuchen und aus eigenem Antrieb dem Spiele huldigen.

Es wäre zu wünſchen, daß auch an anderen Anſtalten in gleicher oder ähnlicher Weiſe dem deut⸗ ſchen Jugendſpiel eine Heimſtätte bewilligt würde, damit auf Grund eines reichen Erfahrungsmaterials eine Etßiehinnasängelegenheit von weittragendſter Bedeutung für die kommenden Geſchlechter immer mehr geför⸗

ert werden kann.

Sommerhalbjahr 1390.

Kl. Kl. Kl. Kl. VIII. VII. VI. V. IV. III. II. I. it. Montag Katz u. Maus. Deiteiſo Ma Reiterball. Fußball. Diens 1 a g Brücken mann Der Fuchs geht Tauziehen Barl . herum. zen. arlauf. Mittwoch Blindekuh Reiterball. Puche uis der Schleuderball. Dritten M. Donnerstag Katz u. Maus. abſehlagen,n Reiterball. Fußball. Frei a g. Brückenmann. Der Suhs geht Tauziehen. Barlauf. Samstag Blindekuh. Reiterball. Fuche e der Schleuderball.

2 0