Aufsatz 
Eine zweckmäßige Darstellung der Rentenrechnung für die Schule / von Theodor Walter
Entstehung
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dem aufgerufenen Schüler buchſtabiert und von einem 2. gleichzeitig an die Wandtafel angeſchrieben, damit die Einprägung eines falſchen Wortbildes vermieden, die Orthographie befeſtigt wird.

Die Erläuterung und Aneignung eines neuen Textes erfolgt im allgemeinen nach dem für die erſte Stunde gegebenen Geſichtspunkte. Nach Durcharbeitung des ganzen Textſtückes wird zur Retroverſion geſchritten. Dem Schüler fällt als häusliche Aufgabe zu, das Stück nochmals gründlich zu repetieren. In der Schule werden dann die deutſchen Sätze zunächſt wörtlich, ſpäter in möglichſt veränderter Form vorgeſagt, von einem Schüler wiederholt, von einem zweiten oder auch von dem⸗ ſelben überſetzt, ſchließlich an die Tafel geſchrieben und unter Mitwirkung der Klaſſe korrigiert. Auf dieſe Weiſe wird das Leſeſtück nach Inhalt und Form verarbeitet, die Orthographie erlernt und be⸗ feſtigt. Darnach hat ſich eine weitere Übung, das Memorieren der dazu geeigneten Texte als ſehr vorteilhaft erwieſen. Ich ſtelle für den Anfang dieſe Aufgabe in beſchränktem Maße als eine freiwillige und ich habe gefunden, daß die meiſten Schüler dieſe freiwillige Aufgabe mit Bereitwillig⸗ keit lernten. Anfangs meldeten ſich gewöhnlich nur die beſſeren Schüler zum Aufſagen des Textes; aber das gute Beiſpiel erweckt Nacheiferung, auch jene wollen nicht mehr zurückſtehen, die man ge⸗ wöhnlich zum Lernen anfeuern muß. Eine weitere Bedeutung erhalten dieſe Übungen dadurch, daß man bei vorzunehmender Repetition das Buch entbehren kann, daß die Vokabeln zum vollſtändigen Eigentum des Schülers werden und daß Zunge und Ohr in umfaſſender Weiſe geübt werden, Übungen, welche zum Teil unterbleiben müſſen, wenn man den Lernenden mit Einzelſätzen in die fremde Sprache einführt. Nach dieſer Art der Behandlung von Leſeſtücken wird der Schüler veranlaßt, ſich mit dem Text zu beſchäftigen: 1) bei der erſten Beſprechung in der Klaſſe, 2) bei der Wiederholung des in der Stunde behandelten Penſums, 3) bei der in der zweiten Schulſtunde erfolgenden Repetition, 4) bei der häuslichen Vorbereitung auf die 5) in der Schule anzuſtellende Retroverſion und 6) bei der Präparation für das über das Stück zu ſchreibende Diktat oder für eine ſchriftliche Überſetzung eines von mir unter Zugrundelegung des Stückes gegebenen deutſchen Textes. Hiermit komme ich zu den UÜberſetzungen aus dem Deutſchen ins Engliſche und den ſchriftlichen Arbeiten über⸗ haupt. Über den Wert der Überſetzungen aus dem Deutſchen in die fremde Sprache gehen die An⸗ ſichten weit auseinander. Zu einer intenſiveren Durcharbeitung der Lektüre, zur Befeſtigung und Einübung des aus der Lektüre gewonnenen grammatiſchen Stoffes ſind ſie immerhin notwendig. Die in unſerem Elementarbuche gebotenen Übungsſätze und Übungsſtücke ſchließen ſich der Lektüre an und ſind von dem Verfaſſer ſo ſorgfältig zuſammengeſtellt, daßder Schüler bei ihrer Überſetzung nicht blos grammatiſch korrektes, ſondern auch dem heutigen Sprachgebrauch angemeſſenes Engliſch zu Tage fördern muß. Dieſe Übungsſätze werden in der Schule überſetzt; vom Schüler wird eine derartige Repetition derſelben verlangt, daß er im Stande iſt, den Satz an die Wandtafel zu ſchreiben. Solche Üübungen bilden einen notwendigen Stillſtand in der Behandlung der Lektüre. Es iſt dem Anfänger geradezu unmöglich, ohne Unterbrechung ſich neue Wortbilder einzuprägen, neue Vor⸗ ſtellugen in ſich aufzunehmen.Zweckmäßig werden dieſe Einſchnitte da gemacht werden, wo zu⸗ ſammenhängende Gedankenreihen zum Abſchluß gelangen und neue Aſſociationen eintreten ſollen. (Schiller, H. d. p. P.) Die ſchriftlichen Arbeiten beſtehen nach dem heſſiſchen Lehrplan für Realſchulen in Exercitien, Diktaten und häuslichen Arbeiten im Wechſel. Alle dieſe Übungen werden im engſten Anſchluß an die Lektüre gegeben. Um dem Schüler die Arbeit zu erleichtern und ihn, wie es der Lehrplan deutlich vorſchreibt, vor ſogenannten unnützen Fehlern zu bewahren, wird vorher der Umfang des Textes, aus dem die Arbeiten genommen werden, angegeben. Der Schüler ſoll ſich auf derartige Übungen vorbereiten können; eine Uberlaſtung kann nicht eintreten, da ſolche Vorbereitungen als Penſen für die betreffenden Stunden zu gelten haben. Die Korrektur der Arbeiten von Seiten der Schüler erfolgt zunächſt in der Schule. Der korrigierte Satz wird in ſeinem ganzen Umfange in das Heft eingetragen. Ich halte ſtets darauf, daß auch in den folgenden Klaſſen die Kor⸗ rektur in ganzen Sätzen oder doch in Wortgruppen angefertigt wird, damit der Schüler vor einem mechaniſchen Niederſchreiben einzelner, aus dem Zuſammenhang geriſſener Voka⸗ beln und Verbformen bewahrt bleibt.

Die Leſeſtücke dienen als Grundlage für die Behandlung des grammatiſchen Stoffes. Aus dem Text lernt der Schüler den Gebrauch des unbeſtimmten Artikels in ſeinen zwei Formen a und anu, die Bildung der Kaſus des Subſtantivums, die Bildung des Pluralis kennen. Die auf dieſe