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Schlummer rüttelt, als er des Baſſen Haupt verfehlt.(Str. 4.) Und nun welch ſchmerzvolles Sehnen, ſeit er die Kriegerſchar,„den Huſar“, leibhaftig geſchaut!(Str. 5, 6). Darum von neuem die Bitte(Str. 7). Das zweite Gedicht erfordert außer Worterklärungen(Heinzelmann, berappen, kappen, viſieren, juſt, Spiele(r), Kloben, panſchen, manſchen, vermaledeien, Kufe, ſchönen) und einer leicht er⸗ kennbaren Gliederung nur eine ſchöne Rezitation, ſo wird der liebenswürdig muntere Ton ſeine Wirkung nicht verfehlen: ein herzliches Lachen wird ſein Echo ſein. Die Gliederung iſt folgende: I. Wo und wer die Heinzelmännchen waren(1); II. Für wen ſie arbeiteten(2 bis 6), nämlich a. für die Zimmerleute (2), b. für die Bäcker(3), c. für die Fleiſcher oder Metzger(4), d. für die Küfer(5), e. für die Schneider (6); III. Wie weibliche Neugier ſie verſcheucht(7); IV. Folge ihres Verſchwindens: Man muß jetzt alles ſelber thun(8). Bei der erſten Strophe iſt auf den allen gemeinſamen Bau hinzuweiſen: die vier erſten und die beiden letzten(jambiſchen) Verſe ſind erzählenden Inhalts, die ſieben anderen(Daktylen und Trochäen) ſchildern anziehend und malen auch im Laut unter geſchickter Verwendung von Aſſonanz, Alliteration und Polyſyndeton die mannigfachen Thätigkeiten, die die kleinen Kobolde im Dunkel der Beſcheidenheit für die faulen Schläfer erfüllen. Die choriſche Einübung erfolgt wieder der Gliederung gemäß in der angegebenen Weiſe. Die für dieſe Art der Übung nötige Zeit iſt im ganzen nicht größer als wenn das Memorieren den Hausaufgaben zugewieſen wird. Da die häusliche Arbeitszeit im höchſten Falle dreißig Minuten für eine Aufgabe gewährt, ſo wären aus dem erſten Gedichte mindeſtens zwei, aus dem letzteren drei bis vier Aufgaben entſtanden; das erſte hätte außerdem zwei, das letztere drei Unter⸗ richtsſtunden u. mehr, ganz oder zum größeren Teile ausgefüllt. Mehr Zeit erfordert die Erledigung der ganzen Arbeit in der Schule auch nicht; in ſpäteren Fällen zeigt ſich ſogar eine nicht unweſent⸗ liche Beſchleunigung im Einprägen. Das zweite Gedicht eignet ſich auch zum Vortrage durch Chor mit Einzelſtimmen(Humperdinck,„über den Vortrag epiſcher und lyriſcher Gedichte“, Köln 1886). Acht Schüler teilen ſich in den Vortrag und zwar derart, daß die vier Anfangs⸗ und zwei Schlußverſe der acht Strophen von je einem Schüler rezitiert werden, während von den ſieben Verſen dazwiſchen die vier erſten der einen, die drei letzten der anderen Hälfte der Vortragenden zufallen.
6. Sum Anfangsunterricht im Franzöſiſchen. Von Alfred Haller.
a. Ausſprache. Die franzöſiſche Sprache iſt eine moderne, eine lebendige. Das Ziel, das der Unterricht erſtrebt, iſt nicht bloß Förderung der ſprachlichen Bildung im allgemeinen, ſondern Vorbereitung und Anleitung zum praktiſchen Gebrauche für Sprechen und Leſen. Daher iſt die Aus⸗ ſprache wichtig. Der Normallehrplan der heſſiſchen Realſchulen ſagt:„Die Schüler ſollen das Fran⸗ zöſiſche richtig ausſprechen lernen“, und bezüglich des Penſums für IV und V:„In den Klaſſen IV. und V werden mit Benutzung eines Elementarbuchs die Regeln der Ausſprache durch fortgeſetzte mündliche Übungen eingeprägt“, ferner:„durch alle Klaſſen hindurch werden franzöſiſche Diktate in aufſteigender Schwierigkeit gegeben, um das Ohr zu üben und die Orthographie zu befeſtigen.“ Dieſer Unterricht in Ausſprache ſollte eines ſyſtematiſchen Ganges nicht völlig entbehren. Wenn auch übertrieben lange Einübungen einzelner Laute Langweile und Teilnahmloſigkeit hervorrufen werden, ebenſo ein großer wiſſenſchaftlicher Apparat von Phonetik unſre zehnjährigen Kinder in Schrecken verſetzen wird, ſo iſt doch jedenfalls vor allem die Nachahmung zu benutzen und zur Thätigkeit zu bringen. Bei geſchloſſenem Buche muß der Lehrer die Wörter vorſprechen und im Chore von der ganzen Klaſſe ſowie von einzelnen Schülern nachſprechen laſſen. Der Lehrer werde nicht müde, das betr. Wort(die dem Deutſchen fremden Laute auch einzeln) zu wiederholen und die deutſche oder dia⸗ lektiſche Färbung der Schülerausſprache zu berichtigen und durch Belehrungen über Bau und Verwend⸗ ung der Sprachwerkzeuge ſowie durch Benützung von Lauttafeln oder phonetiſche Anſchrift an die Wandtafel die bewußte richtige Hervorbringung der franzöſiſchen Laute zu fördern. Das beſte Material für Ausſpracheübungen iſt nicht gerade das erſte des jeweiligen Elementarbuchs. Beſonders geeignet ſind die Zahlwörter,(nach anderen) kleine Gedichte, Lieder(und deren Einübung durch Geſang), auch Sprachübungen über die Gegenſtände der Anſchauung(in der Umgebung des Schülers). Wo die Nachahmung allein den neuen Laut der Fremdſprache nicht trifft, ſetzt eine auf Phonetik baſierende Belehrung ein. Dieſelbe iſt weit entfernt von eingehender Gruppierung der Laute oder


