Aufsatz 
Eine zweckmäßige Darstellung der Rentenrechnung für die Schule / von Theodor Walter
Entstehung
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Anmerkung 1. Die Luftlinie des Standorts H vom Denkmal iſt 1271 m, die Horizontal⸗ entfernung beider Orte 1244Nu; die direkte Horizontalentfernung des Denkmals vom linken Rheinufer iſt 1231 und vom rechten 664. Die Steigung des Niederwaldes, vom Ufer an gerechnet, beträgt 18⁰ 43 und der direkte Aufſtieg vom Rhein zum Denkmal 701. Anmerkung 2. Von derſelben Standlinie aus wurde auch die Höhe des Scharlachkopfes gemeſſen. Der Turm daſelbſt erhebt ſich 181 m über dem Rheinquai und 264 über dem Meer und der Scharlachkopf ſelbſt(Turm= 20) 161 m bezw. 244 mm. Anmerkung 3. Die horizontale Entfernung des Turmes vom Rhein beträgt 1225 m und vom Denkmal 2462 m; die Luftlinie vom Turm nach dem Denkmal iſt nur 1 m größer.

IlI. Die Höhe des Binger Kirchturms. Die Standlinie 1 B= c am Nahequai beträgt 47 m und liegt mit der zu meſſenden Höhe in einer Ebene; die Elevationswinkel des Turm⸗ knopfes C von Aund B aus betragen α= 27 0 37 50,= 410 4, woraus= 13° 26 10.

Die Höhe iſt DC= BCsin 9= da5= n G iſt. cʃ47 2 log« 1,67210 * 27 0 37 50 log sin« 9,66630 3 410° 4: log sin 9,81752 7 130 26 10 log sin« sin ½ 21,15592 D C 61,6 m log sin 9,36617

log D 1,78975 Die Höhe des Turmknopfes über dem Nahequai beträgt alſo 63 m, und da der Fuß des Turmes 3 m über dem Quai liegt, ſo iſt ſeine Höhe 60.

5. Einübung des Vortrags eines Gedichts in der Klaſſe. Von Alfred Haller.

Im Folgenden iſt ein kurzer Abriß des Verfahrens beabſichtigt, vermittelſt deſſen der Ver⸗ faſſer einen beſſeren Vortrag der Gedichte erzielt zu haben glaubt als vorher auf anderen Wegen. Die Gedichtauswahl iſt durch den Kanon der Schule gegeben. Die Betrachtung ſchließt ſich an Unterrichts⸗ ſtunden der V. Klaſſe an, ſieht von allgemeinen Erörterungen ab und nimmt Bezug auf die beiden Gedichte, Lied eines deutſchen Knaben von Stolberg und die Heinzelmännchen von Kopiſch. Das Haupt⸗ hindernis eines guten Vortrages, ſoweit ihn Alter und Anlagen zulaſſen, iſt offenbar meiſt eine falſche häusliche Memorierung und Vorbereitung; darum wurde beides in die Schule ver⸗ legt. Vor allem muß der Lehrer das Gedicht beherrſchen und ſelbſt auswendig vortragen können. Nachdem in Kürze der Stoff des neuen Gedichts an den Vorſtellungsvorrat der Schüler angeknüpft iſt, die Schüler durch die nötigen ſachlichen Belehrungen in den Zuſtand derer verſetzt ſind, auf die der Dichter wirken wollte, trägt der Lehrer das Gedicht in der ihm muſtergültigen Form vor. Dieſer Vortrag wird in der Hauptſache die zum Verſtändnis nötige Erklärung erſetzen. Schwierigkeiten des logiſchen Zuſammenhangs, Gleichniſſe, Bilder, Einteilung und Gliederung können nach ſolchem Vortrage ſelbſt durch das die Geſamtwirkung zerſtörende Analyſieren des Gedichtes kaum beſſer zum Bewußtſein gebracht werden. Es kann und wird ſich höchſtens noch um einige Worterklärungen handeln. Sind dieſe erledigt, ſo wird einer der für dieſen Zweck beſten Schüler das ganze Gedicht nochmals leſen. Darauf beginnt die ſyſtematiſche Einübung des Vortrags. Ein durch den Inhalt gegebener Abſchnitt wird vom Lehrer abermals vorgetragen. Das erſte Gedicht zerfällt in drei Abſchnitte, nämlich I. der Knabe bittet um ein Schwert(1); II. was den Knaben zur Bitte treibt(2 bis 6) und zwar a. Kraft, Mut, Ehrgeiz(2), b. Sinnen und Denken auf Krieg von Kindheit an(3. 4), c. Anblick der Kriegsſchar (5. 6); III. der Knabe wiederholt die Bitte. Dabei wird die Strophe 1 vom Lehrer wiederholt langſam, laut, muſtergültig geleſen. Dieſesmuſtergültig läßt ſich nur unvollkommen beſchreiben. Vor allem iſt lautliche Korrektheit das Ziel; dieſelbe wird ſchwerfällig und unbeholfen machen, da ſie dem Schüler meiſt Ungewohntes zumutet. Dies iſt durch Steigerung der Energie und unabläſſige Übung(Vorſprechen und Nachahmen erſt einzelner Schüler, dann aller) zu überwinden. Iſt ſcharfe Artikulation mit Natürlichkeit im Tempo und Modulation wieder in Einklang gebracht, ſo ſind Betonung, Pauſen,