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sind hier unnötig. In fünf Stunden ist die Erzühlung nach Laut und Schrift eingeübt und durch wiederholte Zerlegung in Fragen und Antworten gelernt, so dass sie in der folgenden Stunde als zweite Klassenarbeit auswendig niedergeschrieben werden kann. Wie beim Gedicht wird auch hier nach dem Verständnis der Einzelworte gleich eine gute deutsche Ubersetzung gegeben. Hat der Schüler eine Anzahl englischer Erzählungen in gutes Deutsch übersetzen gelernt, so lernt er hiermit auch die Beziehungen zum deutschen und französischen Satzbau und die Unterschiede davon kennen, so dass die spätere Zusammenstellung der Hauptgesetze der Satzlehre sich ganz und gar aus der gesammelten Erfahrung ergiebt. Zum Schluss werden die Wörter wieder in und ausser der Reihe abgefragt, von je zwei Schülern abwechselnd auf die zwei Wand- tafeln niedergeschrieben und dann von der ganzen Klasse wiederholt. Nicht genug zu warnen ist davor, dass jedes Gedicht und jede Erzühlung sofort zu einer grammatischen Ausbeute gemacht werde. Erst soll sich der Schüler Sprachstoff angeeignet haben, und dann hat er seine Freude daran, die wichtigsten Sprachgesetze unter Anleitung des Lehrers selbst zu finden, anstatt eine Menge von Regeln und Ausnahmen auswendig zu lernen. Nur das, was zum Verständnis der gleich im Anfang sich an die Lesestücke anschliessenden Sprechübungen erforderlich ist, mag vorher aus einer geringen Zahl von Beispielen und einigen Ergänzungen entnommen werden. Dazu gehören zunächst die Flexionsendungen, für welche folgende Beispiele vorliegen: bells, hours, bards, dells; tells, depells, hears. Hieraus erkennen die Schüler unter Beziehung auf die Lauttafel, dass nach stimmhaften Lauten eine stimmhafte Flexions- endung steht, also als Lautzeicheu für den Plural und die dritte Person Singularis des Präsens z, welches in der Schrift durch s dargestellt wird. Indem ich die Wörter hearts. boats, weeks, walks, asks ausspreche, finden die Schüler heraus, dass nach stimmlosen Konsonanten ein stimmloses Flexionszeichen eintritt, also der Laut s, Schriftzeichen s. Dasselbe gilt für die Endung des Imperfekts und Participiums der Vergangenheit, welche durch Vergleichung mit der deutschen Bedeutung erkannt werden in Wörtern wie kheard, hired, replied, drowned, found. Bei dem Aussprechen dieser Wörter hören also die Schüler nach stimmhaftem Laut ein stimmhaftes d, welches in der regelmässigen Konjugation durch die Schriftzeichen ed dargestellt wird. In passed und asked erkennen sie nach den stimmlosen s- und k-Lauten das stimmlose t, welches in der Schrift ebenfalls durch ed bezeichnet wird,(während es ihnen mit dem Buchstaben t in lost entgegen- tritt). Aus der Bildung des Plurals und der dritten Person des Singulars des Präsens nach Haupt- wörtern und Zeitwörtern, die auf Zischlaute ausgehen, sowie aus der Flexionsendung des Im- perfekts und Particips der Vergangenheit in Zeitwörtern, die auf t und d auslauten, ergiebt sich, dass die Flexionsendung von dem entsprechenden gleichartigen Laut s nach s und S, z nach z und, t nach, t, d nach d nur dann qeutlich unterschieden werden kann, wenn ein stimmhafter Laut ein Sehohen wird. Durch Vergleiche mit dem Deutschen: des Hauses, des Tisch 68, wird Thes Sinschiebung veranschaulicht. Nach diesem stimmhaften Laut, der mit dem unartikulierten Stimmton übereinstimmt, muss nach dem obigen Grundsatze natürlich eine stimmhafte Flexionsendung gesprochen werden. So werden im Plural Wörter wie wis, gläãs zu wisoz, glAsz, die sich in der Schrift als wishes, glasses darstellen, und ebenso tritt der stimmhafte Laut d in den Zeitwörtern œdziteitſd= agitated, londod= landed hervor. Somit gilt ohne Ausnahme für alle Flexionsendungen der Grundsatz: Nach stimmhaften Lauten stehan stimmhafte, nach stimmlosen stimmlose Flexionsendungen. Wie hier, so wird auch im weiteren Verlauf die Formenlehre auf den Laut aufgebaut und die Schrift dazu in


