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Dann werden die Laute p, 5; 1, d, k, g in ähnlicher Weise an englischen und deutschen Wörtern verdeutlicht und eingeübt. Um das Mittönen der Stimme schon während des Mund- Verschlusses zu üben— worauf es im Englischen wie im Französischen ankommt— wurde vom m-Laut zum 5 und vom n-Laut zum d übergegangen. Bei der Aussprache von t und d kann die in Mittel- und Süddeutschland übliche, von der norddeutschen etwas abweichende Lautbildung passend verwertet werden. Während im Norddeutschen t und d durch Berührung der Zungenspitze mit dem Damm der oberen Schneidezähne gebildet werden, findet hier ein breiterer Ansatz mit dem Zungenrücken statt. Wird nun aus dieser Stellung die Zunge etwas zurückge- zogen, so dass sie einen Teil des harten Gaumens bedeckt, so entstehen die voller und schwerer klingenden englischen t- und d-Laute. Durch Vorsprechen von deutschen Wörtern mit deutscher und englischer Mundstellung z, B. die That sowie durch Vergleiche ähnlich klingender Wörter dick, Dich; denn, den; Teil, tile; Tell, tell; Neid, night wurde der Lautunterschied den Schülern
besonders verdeutlicht und der englische Laut richtig nachgeahmt. Dasselbe gilt für k und g, die wegen des breiten Ansatzes des Zungenrückens an den Gaumen ebenfalls voller lauten als im Deutschen. Auch die zuletzt genannten Lautpaare p, b;!, d; k, g werden erst in dieser, dann in beliebiger Reihenfolge geübt und stets darauf geachtet, dass bei den stimmhaften Lauten der Stimmton vernehmlich erklingt. Zur besseren Unterscheidung der stimmlosen von den dialek-, tischen weichen Lauten neigen die Schüler leicht dazu, die englischen Laute mit dem stimmhaften Hauchlaute h auszusprechen, der sich indessen allmählich verliert. 4
Die zur Unterscheidung von stimmhaften und stimmlosen Lauten besprochenen und ein- geübten Laute werden nun von den Schülern nach den Bildungsstellen zu einer Lauttafel geordnet. Die anderen Laute werden im Laufe der Durchnahme des ersten Stückes erliutert und in die entsprechenden Stellen eingetragen.*).
Die Unterschiede zwischen den beiden Lautreihen f. p; p. 5;5, Z und p, 5; t, d; k, g sind den Schülern schon wührend der Einübung der Laute zum Bewusstsein gekommen. Jene lassen sich beliebig lange aushalten, daher Dauerlaute; diese haben nur kurze Lautdauer, daher Augenblickslaute. Ebenso ist mit der Erklärung der Bildung und Entstehung der Laute schon das Verständnis für deren Bezeichnung als Reibe- und Verschlusslaute gegeben. Um zu prüfen, ob der Lautwert aller Laute richtig vom Gehör der Schüler aufgefasst wird, spreche ich die verschiedenen Laute ausser der Reihe vor und lasse sie von der Klasse bestimmen und an der Lauttafel zeigen. Dasselbe thun dann die Schüler unter sich. Dann werden die Laute nach der auf der Tafel gegebenen Reihenfolge und nach beliebiger Zusammenstellung artikuliert und der Unterschied zwischen stimmhaften und stimmlosen Lauten stets genau hervorgehoben.
Ist so in den ersten zwei Stunden die Grundbedingung für Aneignung einer guten Aus- sprache erreicht, also die Fühigkeit erzielt, die vorgesprochenen Laute von einander unterscheiden und nachsprechen zu können, so wird in der dritten Stunde in die Sprache selbst eingetreten. Was sollte sich nun besser zur Einführung in die fremde Sprache eignen, als ein schönes, leichtes Gedicht, das den Schüler in hohem Grade anzuregen und zu erfreuen vermag. Wie in der Muttersprache das Kind leicht Verse auswendig lernt, so ist. dies in entsprechender Weise in der fremden Sprache der Fall. Der Reim und die durch das Versmass bedingte regelmässige Abwechslung zwischen betonten und unbetonten Silben erleichtern die gedächtnismässige An-
*) Die so entstehende Lauttafel ist am Ende der Abhandlung abgedruckt.


