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Tale des Rio Futaleufu und mit glazialen Wellen auch nach dem Tale des Rio Perzey. Die beiden Teile werden durch die Cordillera Rivadavia und eine Parallelkette von- einander getrennt. Die Vereinigung der beiden Zweige erfolgt dann im Tale des 16. Oktober. Von hier erstreckt sich das Längstal nach dem Valle Frio und dem Tale des Carrenleufu. Während sich das Längstal bis zu dieser Gegend scharf zwischen Anden und Vorkordilleren heraushob, ist es von hier nach S weniger deut- lich, da an Stelle der östlichen Kette meist weite mesetas der UÜbergangsregion treten. Doch ist seine Existenz auch noch weiter kenntlich. Es erstreckt sich über die Quellenregion des Arroyo Pico zum oberen Rio Frias, die Loma Baguales zu beiden Seiten umschließend. Durch die die tiefe Querrinne der Seen La Plata und Fontana umrandende Kette wird sein Zusammenhang unterbrochen, und erst jenseits der- selben wird es, von ca. 1000 m hohen mesetas begleitet, in einer schmalen Rinne wieder sichtbar, die über den südöstlich gerichteten Teil des Rio Goichel oder Nirehuau, den Oberlauf des Rio Coihaique, Rio Mayo und Rio Simpson zieht. Weiterhin nach S erstreckt es sich am O-Fuß des Cerro Apostol San Juan her über den O-Zipfel des Lago Buenos Aires, am Rande des östlichen Basaltplateaus nach dem Lago Cochrane, entlang den Seen des Rio Mayer bis zum NO-Zweig des Lago San Martin. Von hier zieht es mit geringer Breite über die Laguna Tar, den wasserscheidenden Rücken (588 m*), den Oberlauf des Chalia, das W-Ende des Lago Viedma, den NW- und SW-Zipfel des Lago Argentino. Von der Sierra Baguales quer durchzogen, setzt es sich über die Seenregion des Lago Dickson, Azul, die W-Enden der Seen Sarmiento und Maravilla und den Rio Serrano bis zum Ultima Esperanza-Fjord fort.
c) Der Charakter des Tales als Ergebnis seiner Geschichte.
Das Längstal ist von sanft welligem Charakter und zeigt im höchsten Grade die Eigentümlichkeiten einer intensiven ehemaligen Vergletscherung: Moränen- und Seenreichtum. Mit der alleinigen Ausnahme der Lagos Nahuelhuapi, Viedma und Argentino entwässern alle größeren Seen nach dem Pazifischen Ozean. Große Ströme treten, von dem Rande des patagonischen Tafellandes oder von den Vorkordilleren kommend, in das Längstal ein, fließen in ihm eine Strecke weit dem O-Rande der Anden entlang und verlassen es wieder, indem sie ihren Weg durch die Anden hindurch bahnen. Die Seen des Längstales waren früher viel größer. So standen dié beiden Seen Gutierrez und Mascardi noch in verhältnismäßig junger Zeit mit dem Nahuelhuapi in Verbindung und bildeten so einen langen S-Fjord, ähnlich wie heute der westliche und nordwestliche Arm dieses Sees. Ebenso soll der Lago General Paz eine viel größere Ausdehnung gehabt und die Ebenen im 80 bedeckt haben. Nach Moreno existierte zwischen dem Lago Buenos Aires und dem Rio Senger ein großes Seebecken, das aber durch Anzapfung seitens der Quell- flüsse des Aisen und des Rio Mayo trocken gelegt wurde. Der glaziale Schutt, die Terrassen und Moränen, die in allen Teilen des Tals die darunterliegenden und nur hier und da durch die Sedimentdecke hervorragenden massiven Gesteine bedecken, beweisen, daß das Längstal im Bereich der eiszeitlichen Gletscher gelegen hat, und daß die Erosion in dieser Gegend früher größer gewesen sein muß als heute. Die
*) Karte zu Chilean-Argentine Boundary Arbitration.


