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etwas größere Höhe aus, die hier 1200 m*) und in einzelnen Berggipfeln noch darüber beträgt.
4. Das östliche Längstal. a) Ausdehnung und Oberflächenbildung.
Entsprechend dem westlichen chilenischen Längstale werden die zentralen Cordilleras de los Andes auch auf der O-Seite von etwa 40 S an, mit dem NW-Fjord des Nahuelhuapi beginnend, von einem Längstale begleitet, welches jenem an Länge und Breite jedoch nachsteht. Überall fallen die Kordilleren steil gegen dasselbe ab und werden so von den wasserscheidenden, niedrigen Ketten des O getrennt. In seiner Breite oft und stark schwankend, durchzieht es, mitunter von kurzen und niedrigen, erst nach der Bildung des Tales entstandenen Querriegel in parallele Streifen und einzelne Abteilungen zerlegt, den ganzen 8 des Kontinents und endigt am N-Ende des Seno Ultima Esperanza. Es besitzt demnach eine Länge von über 1300 km. Wahrscheinlich bildet dieser Fjord und der Obstruction-Sund seine Fort- setzung. Man kann wohl annehmen, daß es über die schmale Landbrücke nach dem Skyring Water und ähnlich wie das Andensystem selbst mit einer Umbiegung nach 80, dann nach O über den Fitzroy-Kanal, Otway-Water und die Landenge weiterzieht, welche die Halbinsel Braunschweig mit dem Festland verbindet, nach der Magalhäes- Straße(etwas nördlich von Punta Arenas) und schließlich noch die Bahia Inutil umfaßt. Das Tal ist sicher tektonischen Ursprungs und ist nachträglich durch die Frosion des Eises und des fließenden Wassers vertieft und vergrößert worden. Be- deutende Teile desselben sind von großen Seen bedeckt gewesen, deren Ausdehnung infolge der durch das trockne Klima bedingten Ausdunstung verringert wurde. An- häufung von Glazialschutt hat eine Aufteilung in viele kleine Becken bewirkt, sodaß die heutigen Seen nur die unbedeutenden Überreste jener großen Seen darstellen. Der nördliche Abschnitt bis 44° S, der durch die nordsüdlich gerichteten fruchtbaren subandinen Längstäler ausgezeichnet ist, gliedert sich um soschärfer von dem übrigen Teil ab, da hier die Vorkordilleren im O nicht auf so große Strecken fehlen wie im S.
b) Die Lage des östlichen Längstales.
Das Tal beginnt, an die nördlich gelegene große Längssenke des Aluminé- Limay-Tales anschließend, mit dem NW-Arm des Lago Nahuelhuapi und setzt sich über den Lago Gutierrez nach S fort. Südlich von diesem wird es beinahe ganz abgeschlossen(durch die nach O streichende Kette im S des Nah.) und wird nur durch den schmalen Paso Mascardi mit dem gleichnamigen See verbunden. Das Tal verbreitert sich nun ganz beträchtlich und erstreckt sich, von niedrigen Höhen- zügen durchkreuzt, bis zur östlichen Vorkordillere. Es umfaßt die Oberläufe der Rios Manso, Villegas und Foyel. Südlich daran schließt sich das Valle Nuevo, wo im S ein Teil des Lago Superior in die Längsrinne eingreift. Das Tal wird hier durch die Cordillera de Cholila wiederum fast vollständig abgeschlossen, und nur zu beiden Seiten der Cabeza de Epuyen führen zwei Täler nach dem Valle Cholila. Die große Senke setzt sich nun, in zwei parallele Furchen geteilt, fort nach dem
*) Sievers, Süd- und Mittel-Amerika p. 336 und 337.


