wie z. B. die des Rio Bio-Bio-Aluminé(NNW-Richtung). Steffen hält diese überein- stimmende Lage(NW— 80) der Hauptsenken innerhalb des Kordillerensystems, so- wie den Parallelismus derselben mit den höchsten und längsten Ketten für ein Zeichen, daß dies auch die Richtung des früheren Andensystems gewesen ist. In dieser An- sicht wurde er dadurch bestärkt, daß diese Richtung auch mit derjenigen der niedrigen Ketten mit primären, kristallinen Felsen in der Pampa Central, sowie der Küstenkor- dillere übereinstimmt*), Es soll hier nur noch die Aufmerksamkeit auf einige Eigen- tümlichkeiten gelenkt werden, die sich bei der Betrachtung der das Andensystem oder gar den ganzen Kontinent durchziehenden großen Querdepressionen aufdrängen. Die Senke der Boca de Reloncavi gabelt sich an der Puelo-Mündung, an dem soge- nannten„Ellbogen“. Der eine Zweig setzt sich nach N fort und erstreckt sich bis zum Lago Todos los Santos, während der andere, die Axe des unteren Teils der Ensenada fortsetzend(ONO), die bisherige Richtung beibehält und von dem Unter- laufe des Rio Puelo eingenommen wird. So scheint auch der die Isla Magdalena abtrennende Kanal de Cay mit seiner nordöstlichen Fortsetzung, dem Canal Puyu- huapi, eine Bruchspalte zu bilden, die sich über die Mündung des Rio Claro durch das Tal des Rio Palena und Rio Frio bis an das nordöstlich-südwestlich gerichtete Talstück des Rio Velcho fortsetzt. Das Tal des Rio Cisnes bildet eine tiefe Senke, die, nirgends über 600 m hoch, den Canal de Cay mit der östlichen subandinen Region und dem Tale des Rio Apulen und Shamon verbindet. Ziemlich parallel ist die Senke des Rio Senger und der beiden Seen Fontana und La Plata. Diese nähert sich der vorhergenannten auffallend und ist nur durch eine schmale Kette von ihr getrennt. Eine bedeutende Senke ist auch der 100 km weit in das Festland eindringende Canal Baker oder Calen Inlet, dessen Fortsetzung nach W quer durch das chilenische Längstal und den Guaiatecas-Archipel deutlich sichtbar ist. Hier durchkreuzt also ein ost-westlich gerichtetes Quertal rechtwinklig das meridional ver- laufende Längstal. An seinem O-Ende sendet der Baker-Kanal drei Zipfel aus, von denen sich der mittlere nach O in der Hauptaxe des Kanals erstreckt. Der zweite zieht nach N und der dritte nach S0. Von dem mittleren zieht sich eine tiefe Einsenkung durch das Tal des Rio Baker nach dem 224 m*) hoch gelegenen Lago Buenos Aires und geht dann in eine andere über, die durch den östlichen Zipfel dieses Sees, den ost- westlich gerichteten Unterlauf des Rio Fenix und das Tal des Rio Deseado dargestellt wird. In derselben Breite greift auch der Golfo de San Jorge tief in die O-Küste ein und scheint so eine Vereinigung mit der genannten Senke zu suchen. Quer zu dieser zieht eine andere, die durch den Lago Cochrane und das Tal des Rio jillo bezeichnet wird. Eine weitere von dem O-Fjord des Canal Baker ausgehende Senke bilden der Rio Pascua und der Lago San Martin. Analog der an den Lago Buenos Aires an- schließenden Senke zieht hier eine von dem SO0-Ende des Lago San Martin über die Laguna Tar nach O zum Tal des Rio Chalia. Ein gewaltiger Talzug, der das west- liche chilenische Längstal diagonal durchschneidet, ist das System von Kanälen, das sich von der Estrecho Concepcion bis an den nordwestlichen Zipfel des Canal Eyre erstreckt. Letzterer entsendet nach SO einen tiefen Fjord, der sich dem Lago Viedma
*) H. Steffen, The Patagonian Cordillera and its main rivers p. 25. **) Karte zu Chilean-Argentine Boundary Arbitration.


