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Umfassenden Gebrauch von ana als suffix in derselben oder ähnlichen Bedeutung hat auch das skr. gemacht. Bei vielen Wurzeln wird na, fem. na an die Stelle von ta gesetzt, um das part. prt. pass. auszudrücken, z. B. vigna, vervirrt von eig, rugia, fractus von rug. Einige substt. abstr. auf anaã(fem.) werden von Wurzeln der X. Classe gebildet: Far- ana causa von karaf causativ. von hr. Mehr an die Formation der partic. prt. pass. auf ena schliessen sich an die Substantiva auf-ni- gla-ni Ermüdung(gla-na, er- müdel). Selbst die volle Endung-ana ist noch vorhanden bei substvv. neutr., meist Abstractis: thaf-ana, Sammlung von thi, bhau-ana, Dasein von bha.
Auch das Slavische weist ein part. prt. pass. auf, in dem ursprünglich ana steckt, nemlich auf nu,-na,-no, z. B. Fojpovd-nu, ajeld-nu. Davon werden entsprechende Substantive gebildet auf ni, z. B. ad-eni, Abgabe von ad, mit vorgesetztem s, 2. bd-s-ni, Ereühlung von bd erzühlen, bojd-z-ni, Furchl von bojd-ti.
Nicht minder finden sich im Griechischen und Lateinischen verwandte Bildungen: Gre ννέ-(Wurz. Grey in 66‿αω), ple-uo-(Wurz. ple= pla, urspr. par).
Diess möge genügen, die aufgestellte Bedeutung von ana zu vertheidigen. Die Erklärung des n bei genannten gotischen Verben wird sonach leicht. Vielleicht war der Vorgang dieser formell activen Verben mit medio-passiver Function der Art, dass zunächst das part. prt. pass. gebildet, von dieser Endung-an-s nur der Hauptcharacter a beibehalten und sodann die Activ- endung-an angehängt wurde: fralus-an-s, fralus-n-, fralus-n-an. Diese Ver- muthung wird fast zur Gewissheit erhoben durch den Umstand, dass unter den 69 Verben ¹) dieser Art nur 6 sind, denen eine der Function nach'active Form auf-an oder—jan als zur Seite stehend nicht nachgewiesen werden kann; diese sind: gablind-n-an, aflif-n-an, minz-n-an, ganip-n-an, gastaurk-n-au, infei-n-an. Als Analogon einer derartigen Bildung vgl. die Verba frequen- tativa im Latein: diec-k-are(part. perf. pass.: dic-k- us).
Die Reflexion zwischen Praefix und Stamm. Ueber Natur und Wesen der Pra efixbildung kennen wir keine treffendere Definition als die von F. Justi ²) gegebene: in dieser Composition liege das
1) Vgl. Massmann 1. c. p. 808 die angeführten, sowie: auf-n-an, gablinden-an, drob-n-an, indrob=n-an, kein-an, mipuskei-n-an, galub-n-an, usmanag-n-an, gafrisaht-n-an, svinp-n-an, gataur- n-an, distaur-n-an, tund-n-an, ugfulln-an.
2) Die Zusammensetzung der Nomina, 1861.


