Aufsatz 
Über die Formen der Medialfunktion bei dem gotischen Verbum / [C. Chr. Wagner]
Entstehung
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Enden desselben, hin und wieder zurück; ähnlich αe σ⁶α(II. 1, 570). Weniger Beispiele finden sich im Gotischen, wo ana sich bereits zu anderen, aber ähnlichen Bedeutungen differenziert hat. Man könnte nun sagen, dass eben diess gegen unsere Ansicht über gedachte Verba spreche. Allein eine derartige Verwendung des ana im got. ist in eine so entlegene Zeit zu setzen, dass es seit derselben recht gut eine veränderte, aber verwandte Bedeutung erhalten konnte. Dass aber das Bewusstsein von der ursprünglichen Be- deutung von ana dem Goten noch nicht gänzlich verschwunden war, ist er- sichtlich aus dem von Ulfilas offenbar dem griech. απαꝙνυννυe(das vom Geiste bereits Erkannte, weil schon niedergelegt, geschrieben, ewiederum er- kennen) nachgebildeten anakunnan.

Eine verwandte Beziehung drückt auch das im indogerm. nicht selten gebrauchte Wortbildungselement ana aus, von dem sich ausserdem die drei Formen an-, n.,-na abgezweigt haben. Vorzüglich wird es dazu verwendet, partt. prt. pass. zu bilden, an welche sich der Form wie der Bedeutung nach verwandte Substantiva und Adjectiva, meist Abstracta, anreihen. Die Mission von ana ist hier die, anzudeuten, dass die Thätigkeit in dem Stamme, dem es nachgesetzt ist, in Ausübung trete, dann weiter schreite bis zur Ausführung und von hier auf dem Wege der Vollendung zurüickkehren d bei dem Participum, Substantivum oder Adjectivum zwischen den Stamm und das Suffix-s dem demonstrativen Pronominalstamme(für sa) trete, so dass auch hier bei ana die Bedeutung einesum-herum, einerWiederkehr zum Vorschein kommt.

Das Littauische, das auch allein eine vollständige Declination von dem Pronomen ana aufzuweisen hat, liefert hierfür noch zahlreiche Belege: darg- anä(Regenwetter, Wurz. darg, derg-ti, regnerisch sein), doo-and(Gabe, dii- ti geben); älk-anas(hungrig, älk-ti hungern); du-na(Brot, di-ti, geben); sæal-nd (Nachtfrost, szäl-ti kalt werden), pilnas(voll, Wurz. pal, pll-li füllen), plön-as Gein, dünn, plö-ti schlagen, klatschen); vgl. Schleicher litt. gramm. p. 119 124. In Einas fem. Eina, dem Suffixe des Participiums necessisatis, bildet es den letzten Bestandtheil. Während, der erste Theil, darauf hinweist, dass eine Verbalthätigkeit vorliegt(vgl. t der Infinitivendung ti), zeigt-inas(aus-auds) an, dass diese Thätigkeit nicht nur vorhanden sein sondenn weiter gehen und vollendet auf der Rückkehr in der Zukunft ankommen solle: säk- tinds, tina(der, die æn drehende), gélbé-linas(drr, dem zu helfen ist).