Aufsatz 
Über die Formen der Medialfunktion bei dem gotischen Verbum / [C. Chr. Wagner]
Entstehung
Einzelbild herunterladen

10

8, 33; uεrεᷣαμααον‿ inmaidida sitt, Mc. 9, 2; dονυρνναι‿ ushafei bur, Mc. 11, 23; aneadu⸗⸗ mih insandida, Lc. 4, 43; uronguομᷣoe taiknjandans sik, Lc. 20, 20; εrουν gafalh sik, Joh. 8, 59; 12, 36; A 6 ½πᷣόηαμχ ιειε̈ᷣ- ni galeikob ievis, Röm. 12, 2; 6υνναυναινννα ni blandaib iezvis, Cor. 5, 9;²2 Thess. 3, 14; Hεraμς‿ᷣᷣ idreigo muk, 2 Cor. 7, 8; acτα‿ᷣꝓπεsera,, huhai sik, ¹Cor. 11, 6.

6) mit dem Dativ des entsprechenden Reflexivpronomens. Vgl. G. u. L. I. c. p. 141, 2) aa), sowie ausserdem folgende Beispiele: 34 ντνιαι vairb bus, Me. 11, 23; Mc. 11, 23; H ενπαάρμονεᷣ ni faurhteip izvis, Mc. 16, 6; Orverdᷣνεαντο gaquebun sis, Joh. 9, 22; οοτ*ςσεροςννα afvandjandane sis, Tit. 1, 14.

p) auch durch Hinzutreten des reflexiven Possessivpronomens zum Object: vgl. G. u. L. p. 142 unter cc).

Ueberhaupt hat, ähnlich wie auch im uhd., der Gebrauch, die Reflexiv- beziehung durch das Activum mit reflexivem Personalpronomen auszudriicken, weit um sich gegriffen. Vgl. G. u. L. l. c. p. 137 sowie p. 139 unter 5).

Die Reflexivfunction zwischen Stamm und Affix.

Eine Anzahl gotischer Verba mit reflexiver(oder passiver) Function hat zwischen Stamm und Infinitivendung ein n. Dieses a halten wir mit Schleicher als entstanden aus a-n-a, einem Suffixe, das sich in allen indoger- manischen Sprachen findet. Die Bedeutung desselben ist zu suchen in dem Pronominalstamme ana(litt. anas, fem. ana, slav. msc. on, fem. ona, ntr. 0n0) = jener. Ana nöthigt also den Geist, zu einem bereits gedachten(demon- strativum) zurückzukehren, um, nachdem er es sich in den Vordergrund ge- stellt hat, daran weitere Betrachtungen zu knüpfen. Aehnliche Function hat es in der Declination als Bestandtheil der Genitivendung: es soll hier zurückweisen auf das Nomen oder Verbum, von dem das Nomen, dem es angehört, abhüngt. Den indogermanischen Genit. plur. zerlegen wir daher in a an; a ist alsdann Schluss-a vom Nominalstamm und an jenes Pronomen ana. Die weniger häufig vorkommende Endung sam lassen wir entstehen aus a-s-un, bei den ersten beiden Theilen tritt Metathesis ein, und aus sa-an wird sam(m' u. n als liquidae leicht wechselnd); insofern s Pluralzeichen ist, halten wir diese Endung für die ursprünglichere.