Aufsatz 
Über die Formen der Medialfunktion bei dem gotischen Verbum / [C. Chr. Wagner]
Entstehung
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Die vier Formen auf-ada und-anda.

Die Verbalformen ufkunnanda(Joh. 13, 35), gavagada(i Cor. 15, 54), vaurkjada(2 Cor. 4, 17), ustiuhada(² Cor. 7, 10) sind bereits von Massmann nicht als Media anerkannt, jedoch in Beziehung auf die drei letzten Formen ohne genauere Angabe der Gründe, Heyne hat sie wieder als Media aufge- nommen. Daher und mit Rücksicht auf solche Leser, welche sich erst an ein Studium des Gotischen heranbegeben wollen etwa Schiller der Prima führen wir hier die Gründe an, aus welchen jene Formen dem Passiv zuzu- weisen sind.

In Beziehung auf ufhunnanda hat, wie bemerkt, Massmann in seiner Ulfilasausg. p. 627 das Nöthige gesagt. Die Stelle mit gavagjada übersetzen wir: Wenn aber das Sterbliche mit dem ÜUnsterblichen bekleidet wird(örαiν 6 ½ τ ραρεον οωνοστο ε&νένυονπνπτηαι oααοαν banuh-pan bata divano gavasjada undivanein). Undivanein ist nemlich Dativ, indem man zur Vergleichung ziehen kann Mc. 1, 6: ε loνπνεσ ε&νοενυνεμιςνοο roi‿τσάα α,νο basup-ban Johannes gavasips laglam ulbandaus. Wie hier taglam Dativ ist, so ist auch undivanein als sdlcher zu betrachten. Bei vaurhjada kommt es darauf an, ob das vorausgehende kaurein ein acc. fem. von einem nom. kaureins nach Ana- logie der von Verbis abgeleiteten Subst. fem. auf-eins oder ein Nom. neutr. wie fadrein in der Bedeutung Vaterschaft ist. Da das Wort ein ärxas elon- udvovy ist, so bleibt es unbenommen, das letztere anzunehmen, wonach dann zu fübersetzen wäre: wird uns verschafft als eine Herrlichkeit ewiger Kraft (æ‿ᷣνυον οσα sεꝑσ zursydera μs aibeinis vulbaus kaurein vaurkjada unsis). Da bei ustiuhada es dahin gestellt bleiben muss, ob idreiga Nom. oder Acc. ist, so kann man auch hier eine passivische Version annehmen: denn die göttliche Traurigkeit wird als eine Reue zur befestigten Seeligkeit be- wirkt(j ydo zxrd deονe uerdwolxy eis τινοαρσ εᷣ᷑rαemνεᷣ⁴μσον³ ux yäãceraw unte so bi gub saurga idreiga du ganistai gatulgidai ustiuhada). Mass- mann(. c. p. 640) wirft die Frage auf:also eoyderac einmal passivisch genommen, das andere Mal activisch? Dasselbe könnte man sich*Cor. 15, 53. 54 fragen, wo v. 53 zwei Mal für eννιννσασναι ahamon, v. 54 aber für svονννταν gavasjada steht. Dass sich UIfilas in diesen beiden Fällen nicht sclavisch an den griechischen Text hielt, zeigt schon der Wechsel mit dem