Aufsatz 
Lafontaine comme fabuliste : 1. Teil
Entstehung
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17.

Um die Uebereinstimmung in dem Wirken der Lehrer, sowie in dem ganzen innern Leben der Anstalt zu erhalten und zu fördern, fanden regelmässige Conferenzen statt; auch diente hierzu wesentlich das tägliche collegialische Zusammentreffen und die damit verbundenen Be- sprechungen über alles Vorgekommene von einiger Wichtigkeit. Infolge dieser Berathungen fand man es zweckmässig, einzuführen, dass die Schüler in den wichtigeren Lehrgegenständen nach dem Ergebnis der monatlich zu veranstaltenden Extemporalien gesetzt werden. Hierdurch zwingt man den Schüler zur deutlichen Einsicht, wie sich seine Leistungen zu denen seiner Mitschüler verhalten, ob er Fortschritte oder Rückschritte gemacht, sowie über seinen Standpunkt in den verschie- denen Unterrichtsgegenständen. Das grosse Interesse, mit welchem das Resultat eines Extem-

orales von den Schülern erwartet und aufgenommen wird, spricht wohl für den förderlichen Einfluss dieser Einrichtung. Ferner wird es durch dieselbe dem Lehrer leichter gemacht, die Schwachen in seinem Unterrichte thunlichst zu fördern. Ein Wechsel der Plätze nach den Un- terrichtsstunden kann auch nur vortheilhaft genannt werden. Auch den Eltern wird es durch die besprochene Anordnung leicht möglich, sich im Laufe des Cursus auf eine mühelose und sichere Weise von dem Verhalten ihrer Söhne Kenntnis zu verschaffen, und wie es mit den Lei- stungen derselben in den wichtigeren Lehrgegenständen steht falls es Ihnen wirklich darum zu thun und nicht gleichgültig ist.

In diesen Blättern, welche wesentlich dazu bestimmt sind, die Verbindung zwischen Schule und Haus zu unterhalten und zu fördern, kann der Unterzeichnete es sich nicht ver- sagen, die Erfahrung hier mitzutheilen, dass beim Erforschen der Ursachen des Zurückgehens, resp. Zurückbleibens mancher Schüler, diese darin gefunden wurde, dass dieselben im Laufe des Wintersemesters nicht, wie es ihnen so oft anempfohlen und befohlen wurde, des Morgens so zeitig aufstanden, dass sie wenigstens noch eine Stunde zur Präparation auf den Unterricht verwenden können. Abgesechen von den erwähnten schlechten Resultaten solcher Schüler, welche diese Vorschrift nicht befolgten, braucht man nur für die Unerlässlickeit gedachter Forderung des rechtzeitigen Aufstehens am Morgen anzuführen, dass in allen Cadettenhäusern, Semi- narien, Alumnaten bei Gymnasien, sowie in allen anerkannt guten Erziehungsanstalten eine solche Hausordnung eingeführt und streng gehandhabt wird, dass spätestens um 6 Uhr der Zög- ling an seiner Arbeit sitzen muss. Wollen daher hiesige Bewohner Schüler in Pflege und Auf- sicht zu sich nehmen, so müssen sie es sich auch angelegen sein lassen, darauf zu achten, dass die Pensionäre nicht ihre Zeit verschlafen, sondern diese müssen in einer streng geregelten Weise zum Lernen angehalten werden. Aber auch manche Eltern hiesiger Schüler nehmen es mit der er- wähnten Forderung nicht genau und streng genug; auch scheuen sie die damit verbundene Mühe. So mögen sie sich aber auch nicht wundern, wenn ungenügende Resultate bei ihren Söhnen her- vortreten und die erwartete Versetzung nicht erfolgt. Ausserdem dürfte die Gewöhnung an eine geregelte naturgemässe Thätigkeit mit gleichzeitiger Verhinderung allzulangen Schlafens von nicht zu unterschätzender Wichtigkeit sein. Möchten diejenigen Eltern, denen es Ernst mit der Erziehung und Bildung ihrer Kiuder ist, diese wiederholten, auf langjährige Erfahrung ge- stützten, wohlmeinenden Worte nicht unbeachtet lassen.

Für den Zeichenunterricht bestand auch im verflossenen Schuljahre die Anordnung, dass solche Schüler, für welche mit Rücksicht auf ihren künftigen Beruf die zwei obligatorischen Zeichenstunden wöchentlich nicht genügend erschienen, noch die am Mittwoch resp. Sonnabend, nachmittags von 2 4 Uhr angesetzten facultativen Zeichenstunden besuchen konnten. Dieses geschah von folgenden Schülern:

II. Löwe, Sieke, Spörhase, Heuser(einige Monate). III. Strippelmann, Greĩt, Grau, H. Schneider, J. Schneider, Wöllenstein, Schäfer, Blenner, Kohrel, Brauer, Brehm, Heuser.

IV. Schulz, Röhr, Banzer, Traute, Gerke, Hering.

V. Sieke, Küllmer, Brühl, Schneider, Hering, Reitz, Grau, Holland Gies, Müller, Holzhauer.

VI. Textor, A. Briel, Unzicker I., Unzicker II., Rassau, Herrmann.

Weil wegen Gleichzeitigkeit des Confirmandenunterrichts und der obligatorischen Zeichen- stunden die Confirmanden diesen nicht beiwohnen konnten, wurden dieselben zum Besuch zweier facultativer Zeichenstunden angehalten.

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