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Antid. 301: πιν νν ιπμασιαν πονν κακρ ν ν 2⁰⁰α 1½⁷ eππαιϰ πάì˖ ενοì½n⁸νπν τεαεα αιια ιẽëÆ πνινοε sιεtοοςε OHαάανομανννον πἀανν πράνιοσν οσν αναάνκεσε τποε èν νιονα Oπααννν αιε ναρον νεανκνα.
Plato läßt in der zweiten Rede, wo es sich um die Ab— messung der strafe handelt, den sokrates zuerst als Lohn für seine Thätigkeit die SPeisung im Prytaneum fordern, alsdann eine Geldstrafe für sich beantragen. Daß das fingiert ist, geht aus der Renophontischen Apologie hervor, die zwar in letzter Zeit dem Xenophon vielfach, aber, wie mir scheint, nicht mit triftigen Gründen abgeSProchen worden ist. Doch das mag dahin— gestellt sein, jedenfalls macht dieses Werk den Eindruck, als ob die darin enthaltenen Notizen über den Prozeß aus guter Quelle stammen. Hier nun finden wir die Bemerkung§ 23: nelevοιανον νππο¼ριì˙οσοαι οονσ œαάστòε vͤrrerHιhρρ¼το ινασ h sidο*s elcαον, νσ πι νάενεν νει π πνοιι⁰εσαι hμhονονονν +06 ι ι¹nαε. Warum hier Plato von der Wahrheit abwich, hat schanz s. 97 überzeugend dargelegt. Der erste Antrag enthält eine verschleierte Kritik des gegen sokrates gerichteten Todesurteils; Plato will damit den Athenern vorhalten, daß sie in ihm ihren größten Wohlthäter, der eine Belohnung und keine strafe verdient habe, hingerichtet hätten. Wenn dann Plato den sokrates den zweiten Antrag stellen läßt, so bezweckt er damit, diejenigen sokratiker, welche allenfalls noch der Ansicht waren, ihr Meister hätte durch ein Geldopfer gerettet werden können, zu überzeugen, daß auch dies bei der erbitterten stim— mung, welche gegen ihn herrschte, vergeblich gewesen wäre. Der Antrag auf SPeisung im Prytaneum paßt vortrefflich in die Komposition der Rede. Nichts könnte den edlen, mannhaften sinn des sokrates in ein helleres Licht setzen als diese Forde— rung; denn es entSPricht seinem Charakter vortrefflich, daß er, wie er gegen andere nicht ungerecht verfuhr, ebenso wenig sich selbst unbillig gering schätzte.
Denselben Gedanken begegnen wir auch bei Isokrates. Daß wir es hier mit einer Nachahmung zu thun haben, zeigt schon der Wortlaut der beiden stellen. Während aber dieses Motiv, wie wir oben sahen, sich ganz natürlich in den Zusammenhang der Apologie einreiht, wirkt es bei Isokrates fast lächerlich, wenn er sich wegen seiner Verdienste um die Rhetorik dieser


