14
Die Hauptpunkte des zweiten Teiles, der wieder zu einer eigenen Rede mit eigenem Proömium(167—179) angewachsen ist, gibt er selbst§ 178 an:„rπειραρμοe8&l'U dιεκιοαιν υìν ν YVνν ναε(sC. ùαε ππἀìά μν½ο&ì ιειανιςα απì-⅛υν dùνναμ⁰αv, I Vei, ral vrosce rσν dι- ακννν aᷣuοι⁰ασιιιε&ονι άι πι ου&¹½d ννναν αρειαι ne τοά˙αοσν ιοσεν ππιονμμενα πε νπποοσακνεοαει⁹. Er erörtert also zunächst das Wesen und die Bedeutung der Beredsamkeit und beSPricht die zu einem gedeihlichen Unterrichte notwendigen Vorbedingungen, wobei er die übermäßigen Ver⸗ SPrechungen, welche die übrigen Lehrer der Beredsamkeit von dem Erfolge ihres Unterrichtes zu geben pflegen, tadelt und zum Beweise dafür, daß er niemals zu viel von seinem Unter⸗ richte verheißen habe, eine stelle aus der Rede gegen die sophisten anführt(180—195). Es folgt hierauf die Wider⸗ legung zweier Einwürfe, welche man gegen dieses studium er— hoben habe: es werde nämlich behauptet: 1) die Rhetorik sei leeres Geschwätz und Täuschung; 2) sie verderbe die jungen Leute und mache, daß sie nach fremdem Eigentum trachten. Diese Anklagen werden nun als thöricht und albern mit vielen Ar— gumenten zurückgewiesen(196—250). Man finde vielmehr bei einer Vergleichung dieser Kunst mit anderen geistigen Bestre⸗ bungen, daß sie die vorzüglichste aller menschlichen Fähigkeiten sei und die größten Vorteile mit sich bringe(251282). Ihr Nutzen sei aber besonders in der jetzigen Zeit groß und zwar negativ, indem sie bei der gegenwärtigen sittenverderbnis die Jugend von Ausschweifungen abhalte(285—290), positiv, da Athen diesem studium seinen Vorzug und seinen Ruhm verdanke(291—298). Daher verdienen die sykophanten, welche dem staat nach außen und innen schaden, strafe, diejenigen aber, welche sich mit dem studium der Beredsamkeit beschäftigen, Lob, weil sie in beider Beziehung ihm nützen(299-309).
In dem Epilog stellt er noch einmal die Ansichten der Vorfahren und seiner Zeitgenossen über sophisten und syko— phanten einander gegenüber(310—319) und schließt mit der freimütigen Erklärung, daß er nicht das Mitleid der Richter anflehen wolle, sondern auf die Gerechtigkeit seiner sache und die Vorsehung der Götter vertraue(320 bis schl.).
Bei der Untersuchung über die Composition dieser Rede müssen wir immer daran festhalten, daß wir es mit einer bloßen


