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Die Geſamteinnahmen der Kellnerei in Montabaur laſſen ſich leider für kein Jahr genau feſtſtellen. Verhältnismäßig überſichtlich ſind hin und wieder die Angaben über den Fruchtverkauf und die dafür erzielten Preiſe. Z. B. im Jahre 1709 wurden verkauft:
223 Malter, 1 Achtel Korn, das Malter zu 4 ½, 6 und 7 Rth., für 1256 Rth. 2 Albus 2 Heller,
12 Malter 3 Achtel Weizen, der ſchlecht geraten war, das Malter zu 9 Rth., für 81 Rth. 13 ½ Albus, 122 Malter Hafer, das große Maß zu 2 ½ Rth., das kleine zu 2 Rth. für 244 Rth. 4 Albus. Aus dem Verkauf aller Früchte wurden gelöſt 1552 Rth. 1 Albus 6 Heller.
Ebenſo brauchbar ſind die Accisrechnungen des Accismeiſters aus den Jahren 1709 bis 1717. Z. B. a. 1709:
G. Alb. Heller
Erstlich hat die Churf. Kellnerey mit dem Land- schaftlichen Antheil an Wein-Accis.. 238 10— Item an Bier-Accis 102 Ohm(Mass 6—8 Albus). 25 12— Item wegen fremden eingebrachten Bieres.. 2——
Item die 4 Jahrmärkte als Halbfast-, Pfingst-,
Michaelis- und Christmarkt an Viehzoll und Standgeld. 37 17—
Item an Weg- und Zollpfort- und wöchentliches Standgeld... 26 3—
Item das Jahr durch an Viehe a Judenzoll und Wein-Ausfuhrgeld, so der Kellnerey allein. 1.. 21 14— Item Becker Heller Zinss......— 6— Summa 351 14
. Summarum anno 1710 342 13— 1713 585 4—
(Wein-Accis allein 444 G.) (Mass 4—6 Albus)
a. 1714 428 23 4 a.“ 1716 378 21 a. 1712 272 9 4
Allen dieſen Rechnungen ſind allgemeine Beſtimmungen, die nur wenig im Wortlaut abweichen, vorausgeſchickt z. B. anno 1713: 1) Ein Fuder Wein giebt 9 G. Accis. Davon bekommt die Stadt usque ad revocationem voraus 1 G. Lagergeld, dann nimmt die Kellnerey und Stadt von jedem Fuder 6 Viertel Wein wie selbiger in Geld verzapft, so von denen übrigen 8 G. abgezogen wird, was dann übrig hat die Landschaft allein. 2) Eine Ohm Bier giebt Accis 12 alb. halb der Kellnerey 6 alb. und der Stadt 6 alb. 3) Eine Ohm Wein so verkauft giebt Ausfuhrgeld 1 alb. ist dero Kellnerey allein. 4) Die Kellnerey kat das Jahr durch im Weeggeld den Viehe und Judenzoll allein. 5) Die Kellnerei theillt mit der Stadt das Weeg und wöchentliches Standtgeld zur Halbscheid. 6) Die Kellnerey hatt Jahrmarkts von jedem Juden 6 alb.


