7) Die Kellnerey hat Jahrmarkts den halben Viehe Zoll und die Stadt halb.
8) Die Stadt hat Jahrmarkts von jedem Standt voraus 6 Heller, übrigens wird gleich getheilt.
9) Die Stadt hat jerlichs zu Pfingsten und Michaelis jedesmahl 1 Fuder Wein Accis- frey zu verzapfen, welche von denen verzapten weinen abgezogen werden, wan selbige die Stadt in natura selbst zapft.
Erſt gegen Ende des kurfürſtlichen Regiments, in den achtziger Jahren des 18. Jahr⸗ hunderts, iſt der zehnjährige Durchſchnittsertrag der Kellnerei Montabaur berechnet worden:
Ständige Einnahme Geld Rth. Alb. Heller
Ständige Renten 140 24 6 Schleifsteine und Lohmühlen— 12— Beckerfenster und Metzgerbenke— 4— Fleischgeld 32 48— Gänsen 6—— Kappen und Hühner 8 6— Simplen und Schirmgeld*) 279 32 1 ½ von Waidten 80—— Meudter Rent 37—— Olmühlen 27—— Weidhämmel 160 27— Mühlrecht 4 12— Interessenten 64 34
Sa. 936 10 7 ½
ständige
Einnahmegeld
Unständige Rth. Alb. Heller
Unständige Renten durchschn. 72 188 22 Versteig. Heu und Omet 634 24 2 Beckerfenster und Metzgerbänke 1 41 3 Wein Bier Branntwein:
Accis auf dem Lande 272 14 5 ⅓ Stadtwage 27 22 4 Zoll in beiden Bännen 1014 30 4 Goldguldenzoll in 4 Kirchspielen 2154 45— Isenburgische Pfandschaft 66—— Mai und Herbstbeet 16 30 1 Kappen und Hühner 86 46 3 ½ Bierkessel 2 52— Leibeigene Burg Dernbach 1 7 2²
*) Einfacher Steueranſchlag z. B. bei Grundrente von 100 Gulden 6 Alb., bei Geldrente 3 Alb. Schirmgeld, Schirmgulden eine Perſonallaſt.


