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vor, und an den Berathern des Königs, an dem Adel war der Uebergang der Herrſchaft von Einem zu Mehreren gegeben; es trat nach der Monarchie die Ari⸗ ſtokratie ein. Nach der Niederlaſſung der Dorier im Peloponnes folgte ein ruhiger Zuſtand in Griechenland; die Staaten tragen den Charakter der Vereinzelung, theils mehr auf ariſtokratiſchen, theils mehr auf demokratiſchen Elementen beruhend, je nachdem das Bewußtſein der Stärke auf den Demos übergegangen war, oder nicht, bis durch die Perſerkriege in der gemeinſamen Noth des Vaterlandes ſich Waffenge⸗ noſſenſchaften und das Bewußtſein der Nationalität wieder entwickelten. Durch ſie erſchien die verwirklichte Idee der Freiheit erſt wahrhaft bei den Griechen; denn wenn auch die dieſen Kriegen vorausgegangene Zeit das Bewußtſein der Freiheit ebenfalls hatte, und in einzelnen Staaten, wie namentlich in Athen, durch innere Unruhen und Kämpfe die demokratiſchen Elemente immer mehr Geltung gewonnen hatten, ſo war dies Bewußtſein meiſt noch unmittelbar; es war noch nichts Aeußeres her⸗ zugetreten, welches, wie die Angriffe auf das Vaterland durch Nichtgriechen, die Freiheit zu vernichten drohte. Aber nun, nach Ueberwindung dieſer Negativität, trat die Idee der Freiheit in jedem einzelnen Individuum, welches dieſe mit ſeinem Blute errungen hatte, energiſch hervor, um ſo mehr, als es die Macht derſelben im Gegenſatz zu den mit Despotismus beherrſchten, äußerlich zahlreichen, innerlich kraft⸗ und willenloſen Völkermaſſen des Orients in ſich ſelbſt angeſchaut hatte. Die Verfaſſung der griechiſchen Staaten war meiſt demokratiſch,(ſelbſt Sparta kann ſo bezeichnet werden), und ſie war auch die einzig mögliche nach dem Geiſte des ganzen Griechenthums. Denn der Grundcharakter dieſes Geiſtes war das Erheben des Natürlichen zum Geiſtigen, und das vollkommene Durchdrungenſein jenes von dieſem in Staat, Religion und Kunſt, ſo daß weder das Geiſtige vollſtändig das Natürliche überwunden, und dieſes zum Nichtigen herabgeſetzt hatte, noch das Natür⸗ liche in überwiegender Geltung das Geiſtige unterdrückt hielt, wie im Orient. Dieſe Ineinsbildung des Geiſtigen und Natürlichen findet aber nur in der geiſterfüllten Individualität ſtatt, welche die Seite des Natürlichen in Form der Schönheit noch beibehält und vergeiſtigt. Sowie daher der Grieche ſein eignes Selbſt zu dieſer Durchdringung des Natürlichen und Geiſtigen, zur ſchönen ſittlichen Individualität gemacht, und die äußere Natur überall vergeiſtigt hat, indem er ſich die Götter als das Natürliche durchdringende ſittliche Weſen erſchuf, und in der Kunſt darſtellte, ſo iſt auch der die Momente der äußerlichen, objectiven Sittlichkeit und des ſubjec⸗ tiven Willens der Einzelnen vereinigende Staat, in Form der Einbildung des ſittli⸗ chen allgemeinen Geiſtes in den einzelnen Individuen vorhanden. Die Grundlage der griechiſchen Demokratie iſt die ſittliche Geſinnung, die ſich ſubjectiv im Indivi— duum als coον erweiſt, als die durch die ſittliche Subſtanz in Unmittelbarkeit der Sitte und Gewohnheit hervorgerufene Thätigkeit des Willens in allen Staatsange⸗ legenheiten und in der Ausübung des Rechtes im Frieden, und als perſönliche Tapferkeit im Kriege; objectiv ſtellt ſie ſich als Gleichheit Aller vor dem Geſetz


