2) ein niedriges Sprungbrett quer über den Fußboden, von dem aus der Barriere- sprung über die Brüstung nach der Stromseite zu ausgeführt werden kann,
3) ein hohes Sprungbrett, das über die Brüstung hinausführt, von dem der Weit- sprung und Kopfsprung in das tiefe Wasser gemacht werden kann. Alle Sprung- bretter sind mit Cocosmatten benagelt,
4) ein Sprunggestell: zwei durchlöcherte Stangen, die in Hülsen aus Eisenband an der Außenseite der Anstalt stecken und herausgenommen werden können. In die Löcher werden Eisenbolzen gesteckt, über die eine Springschnur gelegt werden kann. An dieser Schnur müssen auf beiden Seiten Säckchen aus rot— gestrichenem Segeltuch befestigt sein, die mit Korkstücken gefüllt sind, damit die Schnur, wenn sie von einem Springenden in das Wasser gestoßen wird, nicht untergeht, sondern leicht wieder aufgefangen werden kann. Für die Ubungen an diesem Gerät wird ebenfalls Sprungbrett 3 benutzt.
5) Ein Schwebereck, das an dem äußeren Dachbalken seinen gegebenen Platz findet, oder auch ein festes, das leicht an zwei Pfeilern angebracht werden kann, wird gewiß von den turnfrohen Schülern viel benutzt werden.
Eine sogenannte Schwimmangel, Eschenstange mit Tau, an dem ein Gurt befestigt ist, um den Schülern die Schwimmtempi beizubringen, ist für den Schwimmlehrer nicht gut zu entbehren. Vielleicht werden auch einige Schwimmgürtel aus Kork, die eine freiere Bewegung gestatten, den kleineren Schülern sehr willkommen sein. An sonstigen Aus-— rüstungsgegenständen seien noch zum Schluß erwähnt: ein Thermometer, an einer Messing- kette befestigt und unten mit Blei beschwert zum Messen der Wassertemperatur, ein Piasawabesen zum Fegen der Plattform und ein Zinkeimer zum Nachspülen, eine Pumpe aus Zinkblech zum Auspumpen der Kähne(siehe Bild), ein Kübel zum Abspülen der Füße und ein einfacher Spiegel mit Zinkblechrückwand(Holz und gar Pappe zieht sich).
Sehr zweckdienlich ist auch eine einfache Federuhr mit großem weißem TZiffer- blatt und großen schwarzen Zahlen, die an einem Brett über der Auskleidehalle angebracht werden muf, damit die Schwimmenden an ihr die Dauer ihrer UÜbungen ablesen können. Nach Schluß der Badezeit wird sie in der verschließbaren für den Schwimmlehrer bestimmten Zelle untergebracht.
Für Taucherübungen dient ein weißgestrichener, mit Blei beschwerter Holzkegel, der an einer mit Teer bestrichenen Schnur befestigt ist und an ihr wieder herangezogen werden kann, wenn er von dem Taucher nicht gefunden wurde.
Eine kleine Tafel an der Kabine des Schwimmlehrers zeigt mit deutlichen Buch- staben und Ziffern die Luft- und Wassertemperatur an.
Hier mögen auch die Badeordnung und die Baderegeln erwähnt werden, die, in Plakatform gedruckt, in den Klassenzimmern und in der Badeanstalt zur Nachachtung und Mahnung ausgehängt sind.


