Stande der Technik leicht zu lösen ist— so fällt diese Schwierigkeit von selbst weg, dann können alle Holzteile, mit Ausnahme der Kähne, bequem in einem überdachten Raume untergebracht werden und werden sich, da sie den zerstörenden Einflüssen der Niederschläge des Herbstes und Frühlings nicht ausgesetzt sind, entsprechend länger halten. Gut wird man auch tun, wenn man etwas mehr anwenden will und die Bretter abgehobelt sind, die Außenseiten ganz mit weißer oder hellgrauer Olfarbe zu streichen, weil die weißen Wände die heißen Sonnenstrahlen besser zurückwerfen und so der allzugroßen Hitze in den Ankleideräumen vorbeugen. Außerdem gibt der helle Anstrich der ganzen Anstalt ein freundliches Aussehen und macht sie auch den den Fluß passierenden Schiffen von weitem bemerklich. Demselben Zweck dient ein Fahnenmast am Vorderende des äußeren Schiffes, an dem für gewöhnlich ein schwarzweißroter Wimpel flattert. Während der Badestunden aber wird, um ihren Beginn anzuzeigen, ein Wimpel gehißt, der in Form und Farbe der für höhere Lehranstalten vorgeschriebenen Fahne entspricht. Für die Kähne wird sich leicht ein Winteraufenthalt finden. Für uns ist die Sache hier sehr einfach. Wir bringen die ganze Badeanstalt in dem Hafen der Weserstrombauverwaltung unter und zahlen dafür die vorgeschriebene Taxe.
Nunmehr soll auch die Beantwortung der Frage Platz finden: Welche Einrichtungen sind getroffen, um die mõöglichst große Sicherheit für die in dem oft stark strömenden Flusse Badenden zu gewährleisten?
Zunächst ist zur Badezeit außer dem Schwimmlehrer noch ein Badeaufseher zur Stelle(siehe Bild), der mit der Führung des Rettungsbootes hinreichend vertraut ist und der sofort einem in Not geratenden Freischwimmer zu Hilfe kommen kann. Außer- dem hängt, wie aus dem Bilde ersichtlich, ein Korkrettungsgürtel so bereit, daß er sofort dem Bedrängten, wenn er sich nicht allzu weit von der Anstalt entfernt hat, zugeworfen werden kann. Er ist an einer langen starken Leine befestigt. Wer sich daher mit dem Gürtel über Wasser hält, kann leicht an die Anstalt herangezogen werden, ehe er mit dem Strom zu weit flußabwärts treibt. Für die im seichten Wasser Badenden ist der Raum durch schwimmende, durch hellroten Anstrich kenntlich zu machende Balken sowie durch den Landungssteg vollständig abgegrenzt, wie gleichfalls aus dem Bilde leicht ersichtlich ist. Von den beiden Balken läuft einer dem Ufer parallel und ist mit einer längeren mit Kurbel versehenen Eisenkette nicht an der Anstalt selbst, sondern unter ihr her an dem stärksten dem Strome zugekehrten oberen Anker befestigt. Damit er aber im Strome keinen allzugroßen Spielraum hat, läuft er durch einen Ring, der sich an einer kurzen am unteren Ende des äußeren Schiffes festgemachten Kette befindet. Jedoch ist darauf zu achten, daß die Entfernung des oberen Balkenendes von der Anstalt so groß ist, daß man nicht, wenn man sich auf ihn stellt, von ihm aus in die Anstalt einsteigen kann. An diesem 10 m langen Balken befindet sich— ebenfalls mit einer Kurbel befestigt— ein zweiter Balken von 4 m Länge, welcher außer der Badezeit in derselben Richtung wie der erste Balken treibt, damit der Widerstand, den er dem Strome bietet und dadurch der


