Aufsatz 
Beschreibung der Badeanstalt des Königlichen Gymnasiums / von Ludwig Schwarz
Entstehung
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ist das eigentlich Neue bei unserer Anstalt und hat sich als so praktisch bewährt, daß sie die wesentliche Veranlassung zu dieser Veröffentlichung geworden ist. Ehe wir sie angebracht hatten, hatten wir viel Verdruß und viel Reparaturkosten, da auch die Anstalt selbst, wenn sie gegen den festen Steg gedrückt wurde, viel auszuhalten hatte und, wie schon oben erwähnt, nach fast einem jeden Gewittersturm der Steg vollständig zerstört war. So haben wir mit den einmaligen Kosten viele andere erspart. Damit nun die ganze Anlage weder durch den Wind noch durch die Strömung, die am Ufer oft auch flußaufwärts treibt, mehr aus ihrer Lage gebracht werden kann, als es für die Bequemlichkeit der Badenden gut ist, so sind, wie aus dem Bilde hervorgeht, 4 Anker wir haben es erst mit weniger versucht so gelegt, daß sie eine größere Bewegung nach keiner Seite hin zu- lassen. Der stärkste Anker, 150 Kilo schwer, liegt natürlich oberhalb, weil er da am meisten auszuhalten und das Fortschwimmen zu verhindern hat; die andern dürfen schon schwächer sein, da sie dann immer noch dem gegen sie ausgeübten Druck stand halten. Selbstverständlich müssen alle 4 Anker an 10 12 m langen guten Ketten befestigt und diese an den 4 Enden der Kähne gut festgekoppelt sein. Die Stellen, wo die 2 Anker unterhalb der Badeanstalt liegen, müssen durch Signalbojen kenntlich gemacht sein. Wir haben uns solche(siehe Bild) aus alten Firnißkannen mit Ketten, die in einem Wirbel laufen, billig herstellen lassen.

Eine große Schwierigkeit macht ferner die Lösung der Frage: Wie wird verhindert, daß Unbefugte, die oft recht unerfreuliche Beweise ihrer Anwesenheit hinterlassen, die Badeanstalt betreten?

Vor allen Dingen darf der Steg nur auf eine in der Mitte der dem Lande zuge- kehrten Wand der Anstalt liegende Tür führen, so daß es, wenn diese verschlossen ist, unmöglich ist, vom Steg aus um eine der Ecken herum in die Anstalt zu klettern. Ferner muß, um das Ubersteigen des Daches von dieser Stelle aus zu verhüten, der an die Türe stoßende obere Dachrand gut mit Stacheldraht verwahrt sein. Ebenso sind die über den Fußboden hervorragenden vier Enden der Kähne mit Stacheldraht zu verwahren. Eine AufschriftAchtung Stacheldraht dient zur Warnung auch für die Badenden. Verschiedent- lich war es auch vorgekommen, daß man versucht hatte, an den Tauen, mit denen die Apnstalt früher am Ufer beſestigt war, sie nahe an das Land heranzuziehen, um von da aus die Enden der Kähne zu erreichen und so in dieselbe zu gelangen. Deshalb sind auch die beiden Anker, welche nach dem Lande zu liegen, im Wasser zu be- festigen, der untere von ihnen wird nur beim Baden durch eine Boje kenntlich ge- macht, die durch einen Karabinerhaken in den Ring des Ankers an einer Kette festgehakt wird. Das weite Heranholen verhindern außerdem die beiden nach der Mitte des Flusses zu schräg liegenden Anker. Um nun das Einsteigen aus dem flachen Wasser zu ver- hüten, muß die obere und untere Seite der Plattform ganz dicht mit einem Bretterzaun umgeben sein, aber so, daß er dicht auf die äußersten Balken des Fußbodens angenagelt ist, So daß keine Stelle entsteht, wo der Fuß des Heraufkletternden haften kann. Dieser