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die Schüler der VII.-A Klasse Wilhelm Bauer und Rudolf Klemensiewicz ihren Vortragsstoff gewählt, indem sie im Kostüme, das durch Vermittlung des Herrn Bürgermeisters Dr. Franz Graf vom Theaterausschusse des Ge- meinderates freundlichst überlassen worden war, das Gespräch zwischen Philipp(Klemensiewicz) und Marquis Posa(Bauer) vortrugen. Den Schluß der Feier bildete der Chor„Des Sängers Abschied“(von Friedrich Silcher). Nicht vergessen soll der Anteil sein, den Studierende der Hochschule, ehemals Angehörige der Anstalt, an dem Gelingen der Feier hatten.
Das Bürgermeisteramt der Landeshauptstadt hatte in der Zuschrift vom 30. März 1905, Z. 110 u. 120 praes./Th. R., die Direktion ersucht, die Anzahl jener Schüler anzugeben, welche die veranstaltete Festvorstellung von„Wilhelm Tell“ zu besuchen wünschten. Es meldeten sich 72 Schüler des Obergymnasiums; sie alle empfingen Freikarten. Hiefür sei auch an dieser Stelle gedankt.
Noch einer zweiten Festgabe muß gedacht werden. Der Journalisten- und Schriftstellerverein„Grazer Concordia hatte das Werk von G. Könnecke, Schiller, eine Biographie in Bildern, Marburg 1905, Elwert, mit der Wid- mung gespendet, es als Erinnerungszeichen einem Schüler der Anstalt zu übergeben. Auf Vorschlag des Professors Dr. Prem wurde das Werk dem Abiturienten Kurt R. v. Villefort, der die Festrede bei der Schillerfeier gehalten hatte, überreicht. Der seinerzeit schriftlich ausgedrückte Dank sei hier wiederholt.
Am 14. Mai empfingen einige Schüler die erste heilige Kommunion. Herr Professor Zetter richtete eine warmempfundene Ansprache an die Erstkommunikanten.
Der 30. Mai war von der Direktion freigegeben worden. Schüler aller Klassen unternahmen unter Führung von Lehrern Ausflüge in die nähere oder weitere Umgebung. Der prachtvolle Tag gestattete, sich an der Schönheit der Natur und der Rückwirkung dieser auf die Menschenherzen so recht zu erfreuen.
Die Prüfung aus der steiermärkischen Geschichte(den Unter- richt hatte Professor Dr. Prem erteilt) fand am 15. Juni statt. Es hatten sich fünf Schüler der IV.-B Klasse gemeldet. Den ersten Preis(Preismedaille) erhielt Eduard Lukas, den zweiten(Preismedaille) Julius Schlumpf; die Schüler Wilhelm Kögl, Karl Hanner und Karl Stull empfingen zum Zeichen der Anerkennung des Fleißes und der sehr befriedigenden Leistungen von der Kommission Bücherspenden..
In den Tagen vom 19. bis 24. Juni fanden die Privatistenprüfungen statt.
Das Dankamt am 5. Juli schloß das Schuljahr und nach der kirchlichen Feier wurden die Zeugnisse in den Klassen verteilt.
Am 6. Juli begann die mündliche Maturitätsprüfung unter dem Vor- sitze des Herrn Universitäts-Professors Dr. Heinrich Schenkl. Die Prüfung endete am 12. Juli.
Durch Erlaß der k. k. Statthalterei vom 23. Juni 1905, Z. 1733(praes.) wurde dem Herrn Professor Karl Zetter die„Ehrenmedaille für vierzig- jährige treue Dienste“ verliehen. Am 26. Juni versammelte sich der ge- samte Lehrkörper während einer Unterrichtspause im Konferenzzimmer, um dem Kollegen zu dem Gedenktage herzlich Glück zu wünschen. Der Ansprache des Direktors, die das Gefühl der Mitfreude dem hochgeehrten Mitgliede des Kollegiums ausdrücken sollte, folgte die UÜberreichung der
hrenmedaille.


